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Sind Bitcoin, Ripple, IOTA und Ethereum jetzt wieder billig?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
17.01.2018, 08:47  |  2140   |   |   

Kürzlich schrieb ich Folgendes: „Einmal 50 % hoch und einmal 50 % runter — und 25 % des Einsatzes sind weg.“ Genau dies ist jetzt bei Bitcoin innerhalb von wenigen Wochen passiert: von 13.000 auf knapp 20.000 US-Dollar und nun zurück auf unter 10.000.

Andere zuletzt hochgejazzte Alternativen wie Ripple oder IOTA hat es noch härter getroffen. Einige dieser Kryptowährungen haben sich teilweise glatt innerhalb von einem Tag halbiert. Wenn es das Gleiche zum halben Preis gibt, könnte das eine super Einstiegsgelegenheit darstellen, aber es ist Vorsicht angesagt.

Woher die kalten Füße kommen

Zuletzt hieß es ja, dass einige der Krypto-Helden in die legendäre Milliardärs-Liste von Forbes aufgenommen werden müssten. Vor allem Ripple-Gründer Chris Larsen soll zwischenzeitlich zig Milliarden US-Dollar in der zugehörigen „Währung“ XRP gehalten haben.

Aber auch euch solche Leute wissen wahrscheinlich, dass dies nicht von Dauer sein kann und dass sie Wege finden müssen, ihre „Chips“ in harte Währungen umzutauschen, solange es noch geht. Offenbar haben sich das am Dienstag (16.01.) viele gedacht.

Die zunehmend strengere Aufsicht durch Zentralbanken, Gesetzgeber und Regulierungsbehörden zwingt zudem zur Eile. In China, Korea, Japan, Europa und Amerika gibt es immer mehr konkrete Maßnahmen wie die Schließung von Handelsplätzen und das Verbot von Neuemissionen.

Welche Trümpfe die Promoter jetzt noch haben

Dabei haben die mächtigen Promoter der Kryptobewegung in letzter Zeit alles in die Waagschale geworfen, um die Illusion der ewig steigenden Kurse aufrechtzuerhalten. Sogar der altehrwürdige John David McAfee konnte dazu gebracht werden, ein sensationelles Kursziel auszurufen. Die nicht weniger respektable CME-Börse ließ sich mit ihrem Future-Handel einspannen und von anderer Seite wurden angeblich einige Luxusvillen ausschließlich zu Bitcoin-Preisen angeboten, um das Konstrukt als Währung der Reichen und Schönen darzustellen. Banken witterten das große Geschäft und Investoren wie Peter Thiel oder Mike Novogratz stiegen zuerst groß ein und schüren seither aus guten Gründen die Euphorie.

Es ist damit zu rechnen, dass jetzt noch einmal eine massive Medienkampagne losgetreten wird, mit fantastischen charttechnischen Turnaround-Szenarien, mit irgendwelchen neuen Akzeptanzstellen und weiteren bekannten Figuren aus dem IT-, Investment- und Tech-Umfeld. Schließlich brauchen viele der Krypto-Großanleger noch etwas Zeit, um ihren „Schatz“ zu Geld zu machen. An einem einzigen Tag lassen sich nicht so viele Stücke an den Mann oder die Frau bringen.

Mach dich auf einiges gefasst auf dieser lustigen Achterbahnfahrt — und denk daran, wo diese stets enden: Das einzige stabile Niveau ist unten … und dort sind wir noch lange nicht angekommen.

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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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