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Volvo S90 -Die skandinavische Business-Class

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Gastautor: Robert Sasse
12.03.2018, 13:11  |  226   |   

mid Groß-Gerau – Dass Volvo nach einer engagierten Aufholjagd inzwischen so richtig gute und schicke Autos auf Premium-Niveau baut, hat sich längst rumgesprochen. Ohne ihren Fokus auf ihre Kerntugenden aus den Augen zu lassen, haben das Design und die inneren Werte einen gewaltigen Sprung gemacht. So wie etwa beim S90 D5 AWD.

Weg von rundum sicheren und ein bisschen an einen etwas langweiligen Studienrat als typischen Besitzer erinnernden Schweden-Blech hin zu einem schicken, modernen und trendigen Untersatz mit ganz spezieller skandinavischer Note: Diese Wandlung hat Volvo in Rekordzeit vollzogen. Und das ohne jegliche Zugeständnisse bei der Kernbotschaft aus Trollhättan: Wir bauen sichere Autos!

Die 4,96 Meter lange Limousine (ein 5er BMW ist zwei Zentimeter kürzer) ist mit so vielen Assistenten und Sicherheitssystemen ausgestattet, dass die Aufzählung fast schon Romanlänge erreicht. Zum Beispiel gibt es City Safety mit Wildtiererkennung und Kreuzungsbremsassistent, Run-off-Road-Protection (für den Fall des unfreiwilligen Verlassens der Fahrbahn), die Straßenranderkennung, den “Pilot Assist II” als Vorstufe für autonomes Fahren. Dieses System lenkt, bremst und beschleunigt bis 130 km/h selbst, mahnt aber nach kurzer Zeit ohne Hände am Lenkrad wieder die Unterstützung des Piloten an. Dazu noch Stau-Assistent, Spurhalte-Helfer und, und, und: Im S90 fühlt man sich sicher, das steht fest.

Hohe Verarbeitungsqualität und angenehme, hochwertig wirkende Materialien geben im Innenraum den Ton an. Hier eine Echtholz-Einlage, dort Chrom-Applikationen, hier griffsympathisch unterschäumter Kunststoff – die Passagiere können sich rundum wohl fühlen. Das Platzangebot ist üppig, vorne wie hinten – der S90 eignet sich durchaus auch als Chauffeurs-Limousine, auch der 500 Liter große Kofferraum passt ins Bild. Wie im hochgelegten Bruder XC90 dominiert auch im S90 ein hochkant gestelltes Tablet die Mitte des Armaturenbretts. Darauf sind umfangreiche Zieh-, Wisch- und Drück-Möglichkeiten hinterlegt, mit denen sich so ziemlich alle Bedienwünsche erfüllen lassen. Klima, Infotainment, Navigation – das ganze Bündel ist logisch aufgebaut, aber von markenfremden Nutzern erst nach einer kurzen Trockenübung im Stehen wirklich intuitiv nutzbar.

Eine wichtige Rolle im großen Volvo spielt ein Dreh-Drück-Schalter auf dem Kardantunnel, mit dem sich die Modi für Fahrwerk, Motorsteuerung oder Lenkwiderstand in mehreren Stufen oder individuell einstellen lassen. Ganz nach Lust und Laune wird aus dem entspannt und komfortabel vor sich hin rollenden S90 mit dem 190 PS starken D4-Diesel beispielsweise ein knackig abgestimmter und fast schon ein bisschen aggressiv wirkender Ampelblitzstarter, der dank Allradantrieb auch unter schwierigen Bedingungen jede Menge Traktion liefert und der in allen Modi gut mit der beim AWD serienmäßigen Achtgang-Automatik harmoniert. Eine Sprintzeit von 8,4 Sekunden und eine Spitze von 230 km/h sind jedenfalls ordentliche Werte für einen 1,9-Tonner. Der Durchschnittsverbrauch nach EU-Norm liegt bei 4,7 Litern pro 100 Kilometer, im Test summierte er sich auf 6,7 Liter.

Für den S90 D4 muss man mindestens 48.350 Euro ausgeben, so viel kostet die schon recht nett ausgestattete Version Momentum. In der sportlich orientierten Stufe R-Design sind mindestens 54.150 Euro fällig. Und in der Spitzenversion Inscription mit einer Menge überaus angenehmer Zutaten sind es 55.750 Euro. Doch dann muss noch lange nicht Schluss sein. Denn eine Fülle von Ausstattungspaketen und Einzel-Optionen macht problemlos auch einen um viele Tausender höheren Endpreis möglich.

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Ein Beitrag von Global Press.



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