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Aktien Schweiz Eröffnung SMI tritt auf der Stelle – Zahlenflut dominiert

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Gastautor: Robert Sasse
13.03.2018, 10:15  |  289   |   

Zürich (awp) - Die Aktien von Huber+Suhner stehen nach dem Gewinnknick im vergangenen Jahr am Dienstagmorgen im frühen Handel deutlich unter Druck. Zwar hat der Kabel- und Elektrokomponentenherstellers die Erwartungen von Analysten in etwa erfüllt, allerdings orten diese wenig Raum für grösseren Optimismus.

Kurz vor 10 Uhr verlieren die Aktien um 3,7% auf 55,20 CHF und gehören damit zu den grössten Verlierern an der Schweizer Börse. Derweil notierte der Gesamtmarkt SPI ganz leicht im Plus.

Analysten äussern sich allerdings nicht allzu negativ. Die Zahlen hätten kaum Überraschungen geboten, kommentiert etwa die UBS. Die Talfahrt in der Sparte Fiberoptik sei zwar schneller als erwartet und der Margendruck höher, heisst es bei der Bank Vontobel. Auf der anderen Seite sei der Turnaround in der Sparte Niederfrequenz viel stärker ausgefallen als geschätzt. Auch die Hochfrequenzsparte sei etwas profitabler als erwartet.

Mit dem Turnaround der Division Niederfrequenz sollte die Rückkehr zum mittelfristigen EBIT-Margenziel von 8-10% zu schaffen sein, meint die ZKB. Mehr allerdings auch nicht: "Dass die Sparte Fiberoptik wieder an die starken Resultate der Vergangenheit anknüpfen kann, ist angesichts des Preisdrucks in den Kommunikationsmärkten in den Schwellenländern in Frage gestellt."

Ins selbe Horn stösst die UBS: Der Ausblick sei zwar insgesamt optimistisch, aber das Problem des Preisdrucks für Mobilfunknetze in den Schwellenländern bleibe vorhanden. Es gebe nur beschränkten Raum nach oben für die Konsensschätzungen nach den Ergebnissen. Ähnlich urteilte die Bank Vontobel. Das Geschäftsjahr 2018 könnte zwar etwas besser ausfallen, allzu viel Optimismus sei aber fehl am Platz.

jb/uh

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt kann sich am Dienstag zunächst nicht klar für eine Richtung entscheiden. Nachdem der Leitindex SMI mit einem leichten Minus in den Handel gestartet ist, notiert er mittlerweile knapp im Plus. Einerseits haben Investoren hierzulande eine Vielzahl an Unternehmensabschlüssen zu bewerten, andererseits haben auch die Vorgaben aus Übersee keine klare Orientierungshilfe geboten.

Laut Händlern belastet zudem die anhaltende Unsicherheit um die künftigen Handelsbeziehungen zwischen den USA und seinen Handelspartnern China und Europa weiter. Ausserdem rückt mit den am Nachmittag anstehenden Daten zu den US-Konsumentenpreisen das Thema Inflation wieder in den Fokus, das zuletzt immer wieder eine Rolle spielte. Investoren hoffen auf eine Bestätigung des moderaten Lohndrucks, der sich im Beschäftigungsbericht der letzten Woche abgezeichnet hatte, heisst es in einem Kommentar dazu.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 09.30 Uhr nahezu unverändert (+0,04%) bei 8'974,47 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) tritt mit einem Plus von 0,02% auf 1'471,03 Zähler ebenso auf der Stelle wie der breite Swiss Performance Index (SPI), der ebenfalls um 0,02% höher notiert bei 10'392,84 Punkten. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 12 im Minus, 12 im Plus und sechs sind unverändert.

Die grössten Kursgewinne unter den Blue Chips weisen die Aktien von Geberit (+1,5%) auf. Der Sanitärtechnik-Konzern hat laut Analystenkommentar ein gutes Schlussquartal 2017 hinter sich. Insgesamt habe der Konzern etwas besser als erwartet abgeschnitten, heisst es im Markt.

Mit etwas Abstand legen noch die Aktien von Kühne+Nagel, Adecco und Dufry (alle +0,4%) zu.

Etwas fester präsentieren sich im frühen Handel auch die Aktien der Credit Suisse (+0,2%). Sie hatten bereits zum Wochenstart zu den grösseren Gewinnern gezählt. Die Papiere der Zurich Insurance (+0,3%) arbeiten sich im frühen Handel ebenfalls in die Gewinnzone vor. Hier stützt eine Hochstufung durch die Commerzbank. Die Experten erachten die Dividendenerhöhung als ein starkes Signal für die Zuversicht des Managements in die Gewinnentwicklung.

Unterstützung bekommt der Gesamtmarkt zwischenzeitlich durch den Vorzeichenwechsel bei den beiden Schwergewichten Nestlé und Novartis (beide unverändert), die im frühen Handel noch etwas tiefer notiert hatten. Roche (ebenfalls unverändert) haben ihre Anfangsverluste mittlerweile auch ausgeglichen.

Dagegen gehören die Anteilsscheine des Backwarenkonzerns Aryzta (-1,8%) erneut zu den grössten Verlierern. Sie waren bereits am Montag als grösste Verlierer aus dem Handel gegangen. Nach den Zahlen am Vortag folgten an diesem Morgen weitere negative Analystenreaktionen.

Etwas stärker fallen auch die Kursabgaben bei Lonza (-0,8%), Sika und Swatch (beide -0,4%) aus.

Das Hauptgeschehen findet aber erneut im breiten Markt statt. Hier fallen nach Zahlen die Mediengruppe Tamedia (+5,2%) und der Gesundheitsdienstleister Galenica (+3,0%) positiv auf. Tamedia hat beim Gewinn nicht zuletzt dank Sondereffekten markant zugelegt.

Laut einer ersten Händlereinschätzung hat Galenica vor allem auf Gewinnebene die Erwartungen übertroffen. Die freundliche Kursentwicklung hat nur im frühen Handel kurzzeitig auf Vifor ausgestrahlt (-0,1%). Das Pharmaunternehmen steht am Donnerstag mit seiner Zahlenvorlage auf der Agenda.

Am anderen Ende des Kurstableaus stehen nach Zahlen die Aktien des Industriekonzerns Von Roll (-6,5%), des Kabel- und Elektrokomponentenherstellers Huber+Suhner (-3,3%) und von Gurit (-2,8%). Der Spezialkunststoffhersteller Gurit etwa ist mit seinen Gewinnzahlen hinter den Erwartungen geblieben.

Eine Abstufung durch Kepler Cheuvreux wiederum setzt den Aktien des Versicherers Helvetia (-1,0%) vorbörslich zu.

hr/tp

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Ein Beitrag von awp Finanznachrichten

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