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Asset-Allokation 2018 Fortschritt dank Technik

Gastautor: Dominik Weiss
15.03.2018, 10:45  |  623   |   |   

Digitalisierung und neue Technologien schreiten in rasendem Tempo voran. In dieser Serie zeigt FundResearch Wachstumsbranchen und Entwicklungen, die künftig wichtig werden. Im fünften Beitrag nehmen wir Robotic- und HighTech-Fonds unter die Lupe.

Eine der großen Wachstumsbranchen ist der Hoch-Technologie-Sektor. Viele Fondsgesellschaften haben das längst erkannt und bieten spezielle Anlagevehikel an, mit denen Anleger von den prosperen Aussichten der Unternehmen profitieren können. FundResearch hat sich die Fonds und deren Performance genauer angeschaut. Im Fokus stehen sechs Fonds der Gesellschaften AXA IM, Candriam/Belfius, Credit Suisse, Deka, Edmond de Rothschild sowie Pictet. Sie alle zählen zur übergeordneten Kategorie Aktienfonds. Die Mehrzahl ist relativ jung. In unserer Peergroup sind nur zwei Fonds älter als drei Jahre, drei Fonds kommen auf gut zwei Jahre, die übrigen drei haben ein Jahr hinter sich. Der Betrachtungszeitraum umfasst daher nur die letzten zwölf Monate, Stichtag ist der 28. Februar 2018. Ausgangspunkt ist die Annahme einer einmaligen Anlagesumme von 100 Tsd. Euro.

Die Spannweite bei den Performances geht weit auseinander. Der beste Fonds im Feld, weist eine etwa vier Mal höhere Rendite auf als der ertragsärmste Fonds. Dennoch schlägt auch er den Benchmarkindex STOXX 1800 Global im Jahresvergleich deutlich. 

Der Candriam Equities B Global Technology (ISIN: BE0176735018) ist bester High-Tech-Fonds der Peergroup. Er rentiert im letzten Jahr mit 25,97%. Trotz seiner zwanzig Jahre ist er mit einem Volumen von rund 320 Mio. Euro relativ leichtgewichtig. Das Management-Team investiert nur in Unternehmen, die mindestens 30 Prozent ihres Umsatzes in den Feldern Robotic, Smart Factory, Sensorik, Künstlicher Intelligenz, Internet of Things, oder Virtual Reality erwirtschaften. Die größten Positionen sind Alphabet mit knapp 4,5 %, Salesforce (3 %) sowie Rockwell (3 %). Seit Auflegung ist der Fonds um fast 279 Prozent gewachsen. Im Schnitt hat er pro Jahr ein Plus von 9,45 % erzielt ohne auffällig im Wert zu schwanken. Seine Vola liegt mit 11,1 % ungefähr doppelt so hoch wie die des STOXX (5,7 %). Er hält wegen seiner überragenden Performance die €uro FondsNote 1.

Alle Robotic-Fonds schlagen den Vergleichsindex deutlich

Quelle: FVBS professional

Der Deka-Industrie 4.0 CF (ISIN: LU1508359509) erzielt im Jahreszeitraum 21,3 Prozent Zuwachs. Portfoliomanager ist Bernd Köcher. Er ist seit 2006 Analyst bei der Deka, zunächst als  Analyst für Technologiewerte, ehe der Branchenkenner 2012 ins Fondsmanagement berufen wurde. Köcher sucht nach Unternehmen, die ihren Umsatz aus  Entwicklungen im Technologie-Bereich der “Industrie 4.0” generieren. Sein Anlageuniversum besteht aus 900 Titeln, aus denen er knapp 40 bis 60 Einzeltitel wählt. Aktuell gehören knapp 50 % der Unternehmen zur IT-Branche. Weitere 21 % werden der Industrie zugerechnet, knapp neun Prozent zählen zum Gesundheitswesen. Aufgelegt wurde der Fonds im Dezember 2016. Seitdem steht ein Plus von 31 Prozent. Das ergibt eine Jahresperformance von etwas über 24 %. Seine Vola beträgt 11,29 %.

Hinter dem Deka Fonds platziert der CS (Lux) Global Robotics Equity Fund B (ISIN: LU1330433571). Seit Auflegung Mitte 2016 hat der Fonds gut eine Milliarde Euro eingesammelt. Er kommt auf gut 21 % Plus auf Jahresbasis. Gemanagt wird er von Patrick Kolb und Angus Muirhead. Muirhead bringt zwanzig Jahre Sektor-Erfahrung mit, Kolb, der einen PHD in Finanzwissenschaften hält, ist seit 2005 bei der Credit Suisse. Ins Portfolio nehmen die Fondsmanager Titel, die mehr als 50 Prozent des Umsatzes mit Robotics, KI oder Automatisierung erzielen. In den zwanzig Monaten seit Auflegung hat der Fonds gut 48 % Alpha generiert. Mit einer Performance von 26,7 % ist er die Nummer eins der Peergroup. Zugleich präsentiert er sich mittelmäßig schwankungsarm: Seine Vola liegt mit 8,5 % eher im oberen Drittel. 

Hohe Volatilität, hoher Ertrag 

Quelle: FVBS professional

Der Robotics Fonds von Pictet (ISIN: LU1279334210) ist mit 4,35 Mrd. Euro Volumen der schwerste Fonds im Feld. Peter Lingen managt den Fonds gemeinsam mit John Gladwyn. Beide verfügen über jahrelange Erfahrung im Tech-Sektor. Sie erzielen über den Betrachtungszeitraum 16,8 %. In den drei Jahren seit Auflegung des Fonds rentiert der Fonds kumuliert mit 53,8 %. Das entspricht 19,5 % pro Jahr. Die gute Performance geht mit einer starken Wertschwankung einher. Eine Vola von 11,27 % ist Höchstwert des Vergleichsfeldes. Linden und Gladwyn bedienen die Investmentthemen Robotics in allen Variationen, von Industrieautomation über Basistechnologien bis zur Roboterfertigung. Der bereinigte Unternehmenswert jedes Einzeltitels muss mindestens zu 20 Prozent aus dem definierten Themenuniversum generiert werden. Ihr Portfolio setzt sich dynamisch aus 50 bis 70 Einzeltiteln zusammen. Die größten Positionen bilden Siemens (4,7 %), Fanuc (4,6 %) sowie der US-Konzern Alphabet (4,4 %). Knapp 60 % sind in US-Unternehmen allokiert. 

Von der französischen Fondsschmiede AXA stammt der AXA WF Framlington Robotech A Capitalisation EUR (ISIN: LU1536921650). Der knapp ein Jahr junge Fonds rentiert mit 16 Prozent. Seit Auflegung hat der Fonds 813 Mio. Euro eingesammelt. Das Management teilen sich Tom Riley und Jeremy Gleeson, der 2003 und 2005 als Technologie-Fondsmanager des Jahres ausgezeichnet wurde. Der Framlington legt in Unternehmen aus der Robotics-Branche an, oder in Unternehmen, die Robotics-Technologie bei der Umsetzung ihres Geschäftsmodells nutzen. Aus dem relativ schmalen Anlageuniversum von 150 Titeln wählen die Manager 40 bis 60 aus. Mit gut 3,6 % bildet die Keyence Corp die größte Position, vor Amazon (3,2 %) und Fanuc (2,9 %). Die jährliche Rendite des Fonds beträgt 19,1 % - ein Mittelfeldplatz innerhalb des Feldes. Die Vola liegt mit 10,4 % eher im oberen Drittel, der MaxDrawdown ist mit -2,7 % der zweitbeste Wert.

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