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Börse Der finale Sell-Out steht noch aus!

Gastautor: Thomas Hellener
26.03.2018, 07:22  |  7330   |   |   

Es nimmt langsam beängstigende Formen an. Gerade erst hatten sich die Börsen von den amerikanischen Inflations- und Zinsängsten erholt, da zogen auch schon neue Sorgen am Horizont auf. Die Angst vor einem Handelskrieg zwischen den USA und China haben Dow Jones, S&P 500 und den DAX geradezu einbrechen lassen.

Auch wenn die EU von Donald Trumps Strafzöllen vorerst verschont wurde, so würde ein Handelskrieg zwischen Washington und Peking ungeahnte Folgen haben. Zwar hat die chinesische Regierung zunächst besonnen reagiert und ihrerseits nur geringfügige Sonderzöllen für US-amerikanische Waren verhängt. Doch das könnte nur der Anfang sein. Sollte sich der Handelsstreit ausweiten, hätte dieser Folgen für die gesamte Welt. Und was dann an den Märkten passiert, kann man sich leicht ausmalen. Dann käme es wohl zu einem sogenannten „wash-out“, also einer emotionalen Verkaufswelle. Es käme zur Panik, wobei Verkäufe immer neue Verkäufe nach sich ziehen würden.

Noch ist nicht genügend Panik im Markt

Im letzten Fondsmanagerdialog (https://youtu.be/YiiXsOxlyws) erläuterte Frank Fischer , Manager unseres global investierenden Mischfonds PRIMA – Globale Werte die Ängste, welche die Märkte aktuell dominieren. Nach Ansicht von Fischer, fehlt noch der letzte Schub an Angst und Panik. Erst wenn diese Angst zu einem Sell-Out geführt hat, kommt wieder die Zeit, neue Engagements einzugehen. Dann werden wir Preise an den Aktienmärkten sehen, die wieder interessant sind. Doch noch bleiben wir im Fonds weiterhin defensiv ausgerichtet. Aber das Fondsmanagement kann schnell reagieren, wenn die Zeit gekommen ist.

Vieles spricht dafür, dass die Bären bald die Oberhand an den Börsen gewinnen. Da ist zum einen die Gefahr des sich ausweitenden Handelsstreits, zusätzlich befinden wir uns in der Spätphase des konjunkturellen Zyklus. Derweil hebt die US-Notenbank fleißig die Zinsen an. Das bedeutet zwar, dass die Fed wieder etwas Spielraum hat, um auf eine konjunkturelle Abschwächung zu reagieren. Das gilt aber nicht für Europa und die EZB. Hier könnte sich die ultra-lockere Geldpolitik der letzten Jahre als großer Fehler erweisen. Ihr bleibt dann nur noch die Möglichkeit, weiterhin Geld in den Markt zu pumpen. Auf der Zinsseite ist kein Spielraum mehr gegeben.      

Das ist potentiell eine äußerst prekäre Situation, die noch richtig böse enden kann. Denn der Handelskrieg, Inflation und nachlassendes Wachstum – das ist eine gefährliche Mischung. Hinzu kommt, dass sich die Bewertungen vieler Aktien immer noch auf einem sehr hohen Niveau befinden. Und auch die Staatsverschuldung und die Verschuldung vieler Unternehmen befinden sich auf einem Rekordhoch. Ein Umstand, der dazu geführt hat, dass die Aktienquote im Fonds derzeit unter dem langfristigen Durchschnitt liegt und das Portfolio zum Teil abgesichert wurde.

 

Konjunkturresistente Aktien

 

Doch es gibt auch Titel, die weiterhin aus Überzeugung im Fonds gehalten werden. Dazu gehören neben dem dänischen Pharmagiganten Novo Nordisk zwei britische Unternehmen, die relativ konjunkturresistent sind: zum einen Diploma PLC und Corda PLC.  

So vertreibt Diploma PLC Nischenkomponenten für Medizintechnik, industrielle Ersatzkomponenten und Steuerstromverdrahtung für die Luft- und Raumfahrt. Das Unternehmen verfügt über ausreichende technische Kenntnisse und Leistungen, um am Markt auch höhere Preise durchzusetzen. Darüber hinaus ist das Unternehmen eigentümergeführt, So ist CEO Bruce Thompson zum einen geschäftsführender Inhaber, auf der anderen Seite auch einer der dienstältesten FTSE-CEOs mit einer tadellosen Erfolgsbilanz. In jedem der letzten 10 Jahre konnte den Umsatz und in 9 von 10 Jahren auch den Nettogewinn gesteigert werden. Und beim britischen Spezialchemie-Unternehmen Croda sieht es ähnlich aus. Hier liegt der Fokus auf der Herstellung von Inhaltsstoffen für Schönheitsprodukte wie etwa Gesichtscreme von L’Oreal oder Inhaltsstoffe für Life Science-Produkte und Hochleistungspolymere. Die Herstellung von Spezialchemikalien erfordert ein hohes Maß an Know-how und technischer Expertise, die in den von Croda betriebenen Bereichen oft einzigartig ist. Und mit Steve Foots hat das Unternehmen einen Chef, der seit 1990 bei Croda tätig ist und seit 2012 erfolgreich als CEO agiert.

Das sind nur zwei Beispiele, die es ins Portfolio geschafft haben. Für den Gesamtmarkt gilt aber: Noch ist  das Endspiel nicht erreicht. Kommt es aber zum Sell-Out, dann liegen Fischer & Co. auf der Lauer, um gute Unternehmen günstig einzukaufen.

 

 

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