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Aktien Frankfurt Ausblick: Anleger setzen auf Deeskalation des Handelsstreits
Foto: Frank Rumpenhorst - dpa

Aktien Frankfurt Ausblick Anleger setzen auf Deeskalation des Handelsstreits

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
10.04.2018, 08:23  |  637   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Anzeichen einer Deeskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China dürfte die Laune der Anleger am deutschen Aktienmarkt am Dienstag deutlich heben. Der X-Dax als Indikator für den Dax stand rund eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenbeginn bei 12 377 Punkten. Im Vergleich zum Xetra-Schluss am Montag bedeutet dies ein Plus von 0,94 Prozent. Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Eurozone, dürfte mit einem Aufschlag von 0,7 Prozent starten.

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping stellte während des asiatischen Wirtschaftsforums im südchinesischen Bo'ao geringere Importzölle auf Auto, mehr Marktzugang und bessere Investitionsbedingungen in Aussicht. Laut Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK dürfte dies an den Märkten als Signal der Gesprächsbereitschaft Chinas mit den USA aufgefasst werden. Die Börsen in Asien reagierten bereits positiv.

Hewson warnte zugleich allerdings, dass die weiter schwelenden Spannungen zwischen den USA und Russland wegen der Syrien-Frage und die innenpolitischen Themen der USA als Finanzmarkt-Risiken nicht vergessen werden dürften. Ermittler des FBI etwa hatten am Montag das Büro von Michael Cohen durchsucht, des Vertrauten und Rechtsbeistands von US-Präsident Donald Trump.

Unternehmensseitig richten sich in Deutschland zunächst die Blicke auf den Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer . Dieser steht laut "Wall Street Journal" vor dem Durchbruch bei der geplanten Übernahme des US-Saatgutproduzenten Monsanto. Die US-Kartellwächter wollten dem Kauf unter Auflagen zustimmen, hieß es unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Darauf reagierten die Aktien vorbörslich bereits deutlich. Auf der Handelsplattform Tradegate legten sie im Vergleich zum Haupthandelsschluss am Vortag um 3,2 Prozent zu.

Im SDax erschütterte bereits vor dem offiziellen Handelsstart die Deutsche Beteiligungs AG die Gemüter mit einer Gewinnwarnung, was die Aktien auf Tradegate mit minus 7,5 Prozent unter Druck brachte. Die Beteiligungsgesellschaft wird für das zweite Geschäftsquartal 2017/2018 verglichen mit dem Vorjahr voraussichtlich ein deutlich geringeres Bewertungs- und Abgangsergebnis aus ihrem Portfolio ausweisen.

Lanxess-Aktien legten auf Tradegate um unterdurchnittliche 0,1 Prozent zu. Eine Abstufung von Mainfirst von "Neutral" auf "Underperform" bremste den Kurs, nachdem die Übernahme des Spezialchemiegeschäfts von Konkurrent Akzo Nobel geplatzt ist.

Die HSBC nahm derweil die Bewertung der Aktien des seit Mitte März vom SDax in den MDax aufgestiegenen Immobilienunternehmens Aroundtown auf. Die Analysten der britischen Großbank empfehlen das Papier zum Kauf mit einem Kursziel von 8,60 Euro. Vorbörslich gewannen die Aktien auf Tradegate 2,1 Prozent./ck/das

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