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Alphabet Trotz positiver Überraschung herrscht Vorsicht

24.04.2018, 14:15  |  537   |   |   

Die gesamten Erlöse des Internetkonzerns kletterten um 26 Prozent auf 31,1 Milliarden US-Dollar. Der Großteil davon entfiel wie gewohnt auf Googles Werbekunden. Der restliche Umsatz der Alphabet-Tochter, zu der neuerdings auch wieder die zuvor als Schwestergesellschaft agierende Smart-Home-Firma Nest gehört, legte sogar um 36 Prozent auf 4,4 Milliarden US-Dollar zu. Auch die Video-Plattform YouTube wuchs kräftig. Sonstige Geschäfte machten nur einen Bruchteil aus, die unter der Bezeichnung „andere Wetten“ geführten Bereiche steigerten ihre Erlöse von 132 Millionen auf 150 Millionen US-Dollar, gingen damit aber kaum in die Gesamtberechnung ein. Die Roboterwagen-Entwickler Waymo verringerten ihren Quartalsverlust hingegen von 703 Millionen auf 571 Millionen US-Dollar. Der operative Gewinn wuchs damit von 6,6 Milliarden auf 7,0 Milliarden US-Dollar.

Steuer-Schlupflöcher noch hoch im Kurs

Die Trump-Regierung hatte die Unternehmenssteuern in den USA zu Jahresbeginn von 35 auf 21 Prozent gesenkt, dank etlicher Schlupflöcher und Sonderregeln zahlen einige Konzerne unterm Strich jedoch noch deutlich weniger. Die effektive Steuerquote des Alphabet-Konzerns verringerte im Jahresvergleich von 20 auf lediglich 11 Prozent. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen der Experten deutlich. Anleger waren jedoch zunächst unentschlossen. Erst stieg das Wertpapier nachbörslich an, dann aber kamen die Notierungen wieder zurück, zuletzt tendierte die Aktie kaum verändert. Die Daten-Affäre von Facebook hinterließ offenbar aber keine Spuren in der Bilanz – noch nicht zumindest!

Technisch eine Seitwärtsläufer

Betrachtet man das Chartbild der Alphabet-Aktie seit Jahresbeginn, grenzt ein untergeordneter Abwärtstrend das Kursgeschehen auf der Oberseite ein, auf der Unterseite hüpft die Aktie auf der Horizontalunterstützung von grob 1.000 US-Dollar. Aktuell notiert das Wertpapier im mittleren Bereich und könnte bei entsprechender Nachfrage zur oberen Trendkanalbegrenzung um 1.150 US-Dollar zulegen. Erst darüber wird ein Ausbruch sowie Kursanstieg an die Jahreshochs von 1.198 US-Dollar wahrscheinlich – für beide Fälle können risikofreudige Investoren beispielshalber auf den Turbo Call Optionsschein (WKN: VA1TN9) zurückgreifen und eine vorläufige Rendite von 220 Prozent bei Erreichen der Trendlinie erwirtschaften. Die Verlustbegrenzung sollte sich aber noch unterhalb von 1.045 US-Dollar aufhalten.

Auf der Unterseite bedeutet ein Kursrutsch unter das Niveau der Verlustbegrenzung einen möglichen Test der 200-Tage-Durchschnittslinie bei aktuell 1032,60 US-Dollar. Darunter dürfte sich das Chartbild entsprechend weiter eintrüben und erlaubt Rückläufer sogar an die Jahrestiefs von 984,00 US-Dollar zu vollziehen. Das würde jedoch von einem größeren Problem bei Alphabet sprechen und den entsprechenden Vertrauensverlust der Investoren widerspiegeln.

Alphabet (Tageschart in US-Dollar)

Tendenz:
Chartverlauf

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 1.097 // 1.108 // 1.119 // 1.131 // 1.156 // 1.178 US-Dollar
Unterstützungen: 1.066 // 1.057 // 1.033 // 1.015 // 1.000 // 984,00 US-Dollar

Strategie: Nur vorsichtige Long-Positionen eingehen

Die Skepsis der Investoren im nachbörslichen Handel sollte mit Vorsicht bei einem Long-Investment nachgehandelt werden. Für die skizzierten Szenarien eignet sich der vorgestellte Turbo Call Optionsschein (WKN: VA1TN9) und kann eine maximale Rendite von 350 Prozent einbringen. Allerdings sollten Anleger noch die erste Handelsstunde abwarten, damit eine eindeutige Richtung in dem Wertpapier von Alphabet abgeleitet werden kann. Ein Stop ist in jedem Fall noch unterhalb der Marke von 1.045 US-Dollar anzusetzen.

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