DAX-1,58 % EUR/USD-0,39 % Gold+0,38 % Öl (Brent)-1,09 %

EUR/USD im Sinkflug

Gastautor: Jens Chrzanowski
09.05.2018, 13:00  |  1178   |   |   

Nach dem Ausbruch aus der Seitwärtsphase, fiel der EUR/USD in der letzten Woche ungehindert weiter. US-Präsident scheint dabei einer der großen Kurstreiber zu sein. Zwar erteilte er der EU weiter eine Ausnahme auf Strafzölle, diese ist jedoch wieder zeitlich begrenzt. Zusätzlich verkündete er jüngst den stark kritisierten Austritt aus dem Atom-Abkommen mit dem Iran – seinerseits ein wichtiger Handelspartner für die deutsche Wirtschaft.



Nun aber zu unserer Technischen Analyse:

eurusdh4_09_05_2018_am.png



Rückblick (02.05.2018 - 08.05.2018)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1996 und damit deutlich unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Der EUR versuchte am Mittwoch über die 1,2030 auszubrechen scheiterte aber. Er setzte etwas zurück und startete am Abend den nächsten Ausbruchsversuch, der aber ebenfalls scheiterte. Der EUR rutschte im Nachgang verbindlich unter die 1,2000 und schob sich bis zum Freitagabend in einer engen Box seitwärts. Zu Wochenbeginn kam es zunächst zu einem Rücksetzer an die 1,1900. Nach einer kurzen Zwischenerholung ging es am Dienstag dann unter die 1,1900. Der EUR setzte bis am Dienstag in den Bereich der 1,1836 zurück.

Das Tief im Betrachtungszeitraum lag ca. 150 Pips unter dem Tief der Vorperiode. Der EUR ist in den letzten 5 Handelstagen damit noch weiter abgerutscht. Das Währungspaar konnte sich auch nicht mehr wesentlich über die 1,2030 schieben. Der Wochenschluss lag das erstmals seit Monaten unter der 1,2000. Die Range lag mit 195 Pips knapp unter der der Vorperiode.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,2019/21 weiter bis an die 1,2028/30 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde um 1 Pip überschritten, dass Setup hat damit gut gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1854/52 knapp unter unser nächstes Anlaufziel bei 1,1840/38. Damit hat das Setup auch auf der Unterseite gut gepasst.

  • Wochenhoch*: 1,2031 Vorwoche 1,2218
  • Wochentief*: 1,1836 Vorwoche 1,1981
  • Wochenschluss: 1,1959 Vorwoche 1,2130
  • Wochen-Range*: 195 Pips Vorwoche 237 Pips



Wie könnte es weitergehen?

  • EUR/USD-WS: 1,2047.....1,2139/60...1,2244/84.....1,2329/74......1,2403/16....1,2505/68.....1,2651
  • EUR/USD-US: 1,1862/33/18....1,1722....1,1697/36.....1,1534

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden



Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups

  • Box-Bereich: 1,3039 bis 1,0504
  • Tagesschlusskurs-Marken: 1,2249 und 1,1697
  • Intraday-Marken: 1,2048 und 1,1812
  • Die Range: 1,3479 bis 0,9631



Ausblick für die kommenden fünf Handelstage:

Chartcheck:

Der EUR hat sich in den letzten Handelswochen unter der EMA20 im 4h Chart etabliert. Er hat damit den von uns prognostizierten Weg eingeschlagen. Er hat es nicht geschafft, diesen gleitenden Durchschnitt in den letzten Handelswochen zu überwinden. Das Maximale was geleistet wurde war ein Anlaufen der EMA20. Von hier aus ging es dann wieder in den Rückwärtsgang. Das Währungspaar ist mittlerweile auch unter die EMA200 im Daily gefallen. In den letzten acht Handelsmonaten konnte sich der EUR immer über diesem gleitenden Durchschnitt halten. Dies ist ein weiteres bärisches Moment.

Solange der EUR unter der 1,2020/30 auf Tagesschlussbasis notiert, solange besteht die Gefahr, dass sich die Rücksetzer fortsetzen könnten. Der EUR hat aber im Bereich der 1,1830/00 eine gute Basis für eine größere Erholung. Sollten sich Erholungen einstellen sollen, so wären die Marken 1,1940 und die 1,2020/30 die ersten wesentlichen Anlaufmarken. Leicht aufhellen würde sich das Chart aber erst mit einem Tagesschluss über der 1,2020/30 mit einer Bestätigung am Folgetag.

Kann der EUR diese Erholung nicht abbilden und sich nicht über der 1,1830/00 stabilisieren, so könnte er übergeordnet die 1,1730/20 und dann die 1,1575/50 anlaufen. Dies jeweils auf Tagesschlussbasis.

Fazit: Kurzfristig aufhellen würde sich das Chartbild erst mit einem Tagesschluss über der 1,2020/30. Solange dies sich nicht einstellt, könnten sich die Rücksetzer fortsetzen.



Rahmenbedingungen:

Es ist zu befürchten, dass die Kündigung des Atomdeals mit dem Iran am Dienstag durch die USA die Spannungen im Nahen Osten wieder aufflammen lässt. Der Iran kann mit der Aufkündigung der Vereinbarung nicht mehr die Mengen Öl wie in der Vergangenheit exportieren. Damit verknappt sich das Angebot weiter. Saudi-Arabien hat zwar wissen, dass die Fördermengen zu erhöhen, um den Preis stabil zu halten. Dennoch hat Öl in den vergangenen Monaten deutlich an Wert gewonnen. Aktuell notiert es auf einem Vierjahreshoch. Die Preise an den Zapfsäulen sind gestiegen und mit einem Zeitverzug wird sich dies auch in den Preissteigerungsraten wiederfinden.

Seite 1 von 5
Wertpapier
EUR/USD


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer