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Pressemeldung: J. P. Morgan AM: Economic Update – 28 Mai 2018
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Pressemeldung J. P. Morgan AM: Economic Update – 28 Mai 2018

Nachrichtenquelle: Asset Standard
07.06.2018, 10:50  |  598   |   |   

Die zweiwöchentlich aktualisierte Übersicht "Economic Update" zeigt Veränderungen der konjunkturellen Daten und Kapitalmärkte.

Wachstum

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im 1. Quartal 2018 einen Wachstumsrückgang. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 0,3% gegenüber Vorquartal und damit nur noch halb so stark wie Ende 2017. Das Wachstum der Euro-Zone hatte sich im 1. Quartal von 0,7% auf 0,4% abgeschwächt. Die Frühindikatoren gaben zuletzt weiter nach: Der Einkaufsmanagerindex für die Euro-Zone fiel im Mai von 55,1 auf 54,1 Punkte. Die Stimmung bei den Unternehmen wurde sowohl in der Industrie wie bei den Dienstleistern schlechter. In den USA hingegen blieb das Wachstum im 1. Quartal mit auf das Jahr hochgerechneten 2,3% kräftig.

Jobs

Am deutschen Arbeitsmarkt setzte sich die Frühjahrsbelebung im April fort. Die Zahl der Arbeitslosen sank gegenüber März um 74.000. Die Arbeitslosenquote ging von 5,5% auf 5,3% zurück. In der Euro
-Zone blieb die Arbeitslosenrate im März mit 8,5% unverändert. In den USA stieg die Beschäftigung im April um 164.000 Stellen, die Arbeitslosenquote sank von 4,1% auf 3,9% und damit auf den tiefsten Wert seit Ende 2000. 

Gewinne

In den USA hat der Großteil der Unternehmen Zahlen für das 1. Quartal 2018 vorgelegt. Die Ergebnisse von 455 Unternehmen deuten derzeit auf ein Gewinnplus von 26,0% gegenüber Vorjahresquartal hin. Aus dem europäischen Index Stoxx 600 haben von den 266 Unternehmen, die bislang Zahlen vorgelegt haben, 48% die Gewinnerwartungen übertroffen. Die Umsatzerwartungen übertrafen 47%. Im Stoxx 600 wird derzeit mit einem Gewinnwachstum von 3,5 Prozent gerechnet. Die Umsätze sollen um rund 1% Prozent schrumpfen.
Inflation In den USA zieht die Teuerung an. Im April kletterte die Inflationsrate auf 2,5%, im Vormonat hatte sie bei 2,4% und im Januar noch bei 2,1% gelegen. Aktuell ist die Inflation in den USA so hoch wie zuletzt Anfang 2017. In Deutschland dagegen stagnierte die Inflationsrate im April bei 1,6%. Die um die Preise für Energie und Nahrungsmittel bereinigte Kernrate sank jedoch von 1,5% auf 1,4%. In der Euro-Zone ging die Inflationsrate im April von 1,3% auf 1,2% zurück. Die Kernteuerung sank deutlich von 1,3% auf 1,1%.

Zinsen

In Europa rückt das Ende der Anleihekäufe durch die Euro-Zentralbank näher – „ob es im September oder im Dezember sein wird, ist keine existenzielle Frage“, sagte der französische Notenbanker Francois Villeroy. Die US-Notenbank beschloss auf ihrem Treffen Anfang Mai zwar keine Änderung ihrer Geldpolitik. Die Notenbanker äußerten sich allerdings zuversichtlich zur weiteren Konjunkturentwicklung und betonten, angesichts der zielgemäß steigenden Inflationsrate die Zinssätze graduell anzupassen. Die nächste US-Leitzinserhöhung wird daher für Juni erwartet. 

Risiken

• Turbulenzen an den Anleihenmärkten aufgrund schlechterer Liquiditätsversorgung durch die Notenbanken.

• Konjunkturelle Abschwächung in China aufgrund der restriktiven Geldpolitik seit Jahresanfang.

• Die wahrscheinlich rückläufige Gewinndynamik der Unternehmen in den kommenden Quartalen kann das Investorensentiment belasten.

• Gefahr eines Handelskrieges zwischen den USA, Europa sowie China.

• Destabilisierung der Eurozone aufgrund der Ausgabenpolitik der neuen Regierung in Italien.

Investmentthemen

• Aktien und Hochzinsanleihen bleiben aufgrund steigender Gewinne vorerst attraktiv. 

• Im aktuell reflationären Umfeld präferieren wir Anleihen mit kürzeren Laufzeiten.

• Der US-Dollar befindet sich trotz der jüngsten Stärke immernoch in einem längerfristigen Abwärtstrend.

• Emerging Markets und Europa sollten weiterhin von einem reflationärem Umfeld profitieren.




Rechtliche Hinweise

Das “Market Insights“ Programm bietet umfassende Informationen und Kommentare zu den globalen Märkten auf produktneutraler Basis. Das Programm analysiert die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftsdaten und veränderten Marktbedingungen, um Kunden einen besseren Einblick in die Märkte zu vermitteln und fundierte Anlageentscheidungen zu fördern. Für die Zwecke von MiFID II sind das J.P. Morgan Asset Management „Market Insights“ und „Portfolio Insights“ Programm eine Marketingkommunikation und fallen nicht unter MiFID II / MiFIR Anforderungen, die in Zusammenhang mit Research stehen. Darüber hinaus wurden das J.P. Morgan Asset Management „Market Insights“ und „Portfolio Insights“ Programm als nicht unabhängiges Research nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen erstellt, die zur Förderung der Unabhängigkeit von Research dienen. Sie unterliegen auch keinem Handelsverbot vor der Verbreitung von Research.

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