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Lidl holt in den USA auf / Oliver Wyman-Umfrage ein Jahr nach dem Start von Lidl in den USA

Nachrichtenagentur: news aktuell
08.06.2018, 12:24  |  412   |   |   
Boston/München (ots) - Ein Jahr nach dem Start von Lidl in den USA
hat Oliver Wyman US-Verbraucher zu ihren Einkaufsgewohnheiten und
ihrer Einschätzung zu Lidl-Märkten in ihrer Umgebung befragt.
Wenngleich die schlechte Erreichbarkeit der bisher wenigen Filialen
einige Verbraucher vom Einkauf bei Europas führendem Discounter
abhält, trifft das Angebot von Lidl bei immer mehr Kunden auf
Zustimmung. Weitere Verbesserungen in Format, Angebot und operativer
Leistung von Lidl in den USA gepaart mit weiterer Expansion werden
für etablierte Lebensmittelhändler nicht ohne Folgen bleiben.

48 Prozent der befragten Kunden, die schon einmal bei einer
US-Lidl-Filiale eingekauft haben, gehen mehr als zweimal pro Monat zu
dem deutschen Discountgiganten. Eine aktuelle Befragung der
Strategieberatung Oliver Wyman unter 3.600 US-Konsumenten - darunter
600 Lidl-Kunden - zeigt, dass die Warenkorbgröße der Lidl-Kunden im
Vergleich zu vor einem Jahr gestiegen ist. Die Kunden fassen
Vertrauen in das Angebot und die Preise von Lidl. Vor allem jüngere
Verbraucher im Alter von 18 bis 34 Jahren setzen beim
Lebensmitteleinkauf vermehrt auf den europäischen Discounter. Diese
wichtige Altersgruppe schätzt besonders die Markenqualität, die
Frische sowie die niedrigen Preise.

"Dass US-Verbraucher heute mehr Geld bei Lidl ausgeben als noch
vor einem Jahr ist ein Hinweis darauf, dass Lidl sich zunehmend an
die Bedürfnisse und Wünsche seiner Kunden anpasst", sagt Tanja Ebner,
Principal im Bereich Handel und Konsumgüter bei Oliver Wyman. "Dieses
Vorgehen ist keineswegs neu - Lidl hat dieses Konzept beim
Markteintritt in mehr als zwanzig europäische Länder bereits vielfach
angewendet."

Die Umfrageergebnisse im Überblick:

- Lidl macht etablierten Lebensmittelhändlern Konkurrenz und sorgt
dafür, dass Kunden ihren Wocheneinkauf häufiger zwischen
mehreren Händlern aufteilen. Zwar setzen 40 Prozent der
Verbraucher nach wie vor auf ihre gewohnten Supermärkte, kaufen
jedoch gleichzeitig mehr als zweimal pro Monat bei Lidl ein.
- 46 Prozent der befragten Lidl-Kunden kaufen aufgrund der
Qualität, der Aktionen oder der frischen Lebensmittel bei Lidl
ein. Für 39 Prozent sind die niedrigen Preise ausschlaggebend.
Damit hat Lidl bei überzeugender Sortimentsleistung weiterhin
große Reserven, das Thema Preiswürdigkeit künftig zu stärken.
- In Sachen Preis und Frische übertrifft Lidl in der
Kundenbefragung die meisten lokalen Lebensmittelhändler
teilweise deutlich.
- Lidl passt Format und Leistung sehr aktiv den amerikanischen
Kundenbedürfnissen an. Die Zufriedenheit ist höher in den
Staaten, in die Lidl erst vor kurzem eingetreten ist, als in den
Staaten, in denen die ersten Filialen eröffnet wurden.
- Hauptgrund, nicht häufiger bei Lidl einzukaufen, ist die
teilweise umständliche Erreichbarkeit der bestehenden Filialen.
Weitere Gründe sind fehlende Bedientheken sowie die Tatsache,
dass einige bekannte Markenprodukte nicht geführt werden.
Letzteres schlägt insbesondere bei Kunden im Alter von über 34
Jahren zu Buche.

Dass Geschäftsmodelle mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis
bei den US-amerikanischen Verbrauchern Zuspruch finden, zeigt auch
der Erfolg von Aldi. Während Lidl bislang nur rund fünfzig Filialen
in sechs US-Staaten betreibt und damit bisher eine begrenzte
Kundschaft anspricht, verfügt Aldi bereits über ein Netzwerk von mehr
als 1.600 US-Filialen.

"Die Lebensmitteldiscounter sind in die USA gekommen, um zu
bleiben und zu gewinnen. Sie passen ihre Formate und Geschäftsmodelle
Schritt für Schritt der lokalen Nachfrage an und werden damit die
etablierten Lebensmittelhändler unter Druck setzen und Marktanteile
gewinnen", sagt Rainer Münch, Partner im Bereich Handel und
Konsumgüter bei Oliver Wyman. "Wie in Europa bereits in vielen
Märkten geschehen, müssen sich die etablierten Lebensmittelhändler
auf das konzentrieren, was sie für ihre Kunden einzigartig macht und
im Wettbewerbsumfeld differenziert. Ansonsten riskieren sie Umsatz,
Gewinn und nicht zuletzt auch, ihre Kunden an die neuen Wettbewerber
im Discountsegment zu verlieren."

Über die Befragung

Für die im April 2018 in den USA durchgeführte Online-Befragung
wurden 3.600 Personen in den sechs Bundesstaaten befragt, in denen
Lidl bislang Filialen betreibt: North Carolina, South Carolina,
Virginia, Delaware, New Jersey und Georgia. 600 der befragten
Personen hatten bereits bei Lidl eingekauft und wurden daraufhin
ausführlich zu ihren Erfahrungen und Einstellungen befragt. Die
Stichprobe der 600 Lidl-Kunden besteht zu 52 Prozent aus Frauen, 81
Prozent verfügen über ein Haushaltseinkommen von 25.000 bis 150.000
US-Dollar und 35 Prozent sind 18 bis 34 Jahre alt.

Die vollständige Analyse können Sie unter http://ots.de/UeHcQD
herunterladen.

OTS: Oliver Wyman
newsroom: http://www.presseportal.de/nr/66435
newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_66435.rss2

Pressekontakt:
Maike Wiehmeier
Communications Manager DACH
Oliver Wyman
Tel. +49 89 939 49 464
Mobil: +49 175 290 5074
maike.wiehmeier@oliverwyman.com


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