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Chinas Rohstoffimporte im Schatten des Handelsbilanzüberschusses

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Nachrichtenquelle: Shareribs
13.07.2018, 19:05  |  1001   |   
Peking 13.07.18 - Das chinesische Statistikbüro hat die jüngsten Außenhandelsdaten veröffentlicht. Diese dürften in Washington zum Anlass genommen werden, die Rhetorik zu verschärfen. Der Handelsbilanzüberschuss stieg auf ein Rekordhoch.

Chinas Handelsbilanzüberschuss wuchs im Juni auf 41,61 Mrd. USD, noch im Vormonat betrug der Überschuss 24,92 Mrd. USD. Die USD-Exporte wuchsen im Juni um 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, die Importe wuchsen in US-Dollar um 14,1 Prozent, gegenüber den Erwartungen von 20,8 Prozent.

Analysten werteten die Entwicklung als Zeichen einer schwächeren Nachfrage. Bei Capital Economics wurde mitgeteilt, dass die Aussichten für den Handel angesichts der Spannungen mit den USA nicht gut seien. Es steht zu erwarten, dass die erhobenen Handelszölle das Handelsvolumen mit den USA beeinträchtigen werden. Darüber hinaus könnte auch eine globale Abkühlung der Konjunktur die Aussichten für die Entwicklung des Handels beeinträchtigen. Die USA haben in der vergangenen Woche Zölle auf Waren im Wert von 34 Mrd. USD erhoben, China reagierte mit Zöllen in Höhe von 25 Prozent auf ebenso hohe Warenimporte.

Ökonomen kritisieren, dass die US-Administration kein „end-game“ habe. Es sei unklar, was das Ziel der Handelspolitik sei und was die Handelspartner tun müssten, um Washington umzustimmen, wie unter anderem Paul Krugman sagte.

Einige Hoffnung liegt auf den Mid Term-Elections im November, bei der die Demokraten Kongress und Senat zurückgewinnen könnten und dann zumindest etwas dazu beitragen könnten, die Politik Trumps einzuhegen.

Der hohe Handelsüberschuss Chinas mit den USA ist im Juni nochmals angestiegen und hat mit 28,97 Mrd. USD ein Rekordhoch erreicht. Diese Entwicklung ist teils auf Vorzieheffekte zurückzuführen, es wird aber auch davon ausgegangen, dass es ein Anzeichen für die eine starke US-Wirtschaft mit hoher Nachfrage ist, während die Lage in China schwieriger ist.

Chinas Rohstoffimporte durchwachsen

Der Import von Eisenerz betrug im Juni 83,24 Mio. Tonnen, knapp zwölf Prozent weniger als im Vormonat. Die geringere Nachfrage wird unter anderem auf die gestiegenen Umweltschutzanforderungen und die hohen Lagerbestände zurückgeführt. Auf Sicht der ersten sechs Monate des Jahres stiegen die Importe um 1,6 Prozent auf 530,69 Mio. Tonnen.

Die Importe von Rohöl betrugen insgesamt 34,52 Mio. Tonnen bzw. 8,4 Mio. Barrel pro Tag, wie Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters zeigten. Im Mai lagen die Importe bei 9,2 Mio. Barrel pro Tag. Auf Sicht des ersten Halbjahres stiegen die Importe von 5,8 Prozent auf 225 Mio. Tonnen.

Die Importe von Kupfer beliefen sich im Juni auf 448.000 Tonnen, ein Rückgang von 4,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der Import von Sojabohnen belief sich derweil auf 8,7 Mio. Tonnen, 10,2 Prozent weniger als noch im Mai.



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