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Wirecard und Commerzbank: Das bedeuten die Index-Anpassungen – das bedeuten sie nicht

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
07.08.2018, 08:00  |  696   |   |   

Die Gerüchteküche brodelt schon wieder. Wenn im September die Zusammensetzung des DAX turnusgemäß überprüft wird, rechnen viele Analysten damit, dass für das Gründungsmitglied Commerzbank (WKN: CBK100) Schluss in der ersten, deutschen Börsenliga sein könnte. Stattdessen gilt Wirecard (WKN: 747206) als heißer Aspirant auf eine Mitgliedschaft im hiesigen Leitindex.

Doch was bedeutet das eigentlich für die Aktien der Unternehmen? Und was nicht? Finden wir es heraus in einem kleinen, Foolishen Check!

Was der Tausch bedeuten könnte

Sollte es wirklich dazu kommen, dass die Commerzbank ihre sieben Sachen packen und den Leitindex verlassen muss, könnte zunächst ein Verkaufsdruck auf der Aktie lasten. Der Grund liegt nicht etwa darin, dass sich etwas an den Aussichten oder dergleichen ändert, nein, letztlich steckt in der Regel hinter einem derartigen Abverkauf ein technischer Grund. Die ETF-Anbieter sind in der Folge nämlich gezwungen, diese Änderung umzusetzen, was hieße, dass jeglicher ETF mit dem DAX als Grundlage die Commerzbank-Aktie verkaufen müsste.

Umgekehrt würde hingegen das Spiel bei Wirecard funktionieren. Als neuer Kandidat sind nun die ETF-Anbieter gezwungen, Wirecard in ihre DAX-ETFs aufzunehmen. Das könnte zunächst für eine Kurseuphorie sorgen, ist aber, wie gesagt, eigentlich lediglich eine technische Anpassung.

Was der Wechsel nicht bedeutet

Letztlich ändert sich jedoch eigentlich nichts an der fundamentalen Bewertung oder Aussicht der Commerzbank oder Wirecards. Sofern der Wechsel wirklich vollzogen wird, besitzen beide Unternehmen noch die gleichen Chancen, Probleme und Risiken wie im Vorfeld.

Es wird einzig und allein überprüft, welches Unternehmen noch den Index-Regeln des DAX entspricht und nötigenfalls eine Anpassung vorgenommen. Mehr nicht.

Foolisher Schlussstrich

Wenn du mich fragst, sollte man eine Indexanpassung daher insgesamt nicht überbewerten. Sicher, manchmal ist es schon ein Fingerzeig dafür, dass die eine Aktie (hier konkret Wirecard) in der letzten Zeit einen erfolgreichen Lauf hinter sich gebracht hat, während die andere Aktie (hier Commerzbank) womöglich eher zu den schwächeren Index-Kandidaten gehörte.

Allein aufgrund der Indexzugehörigkeit eine Aktie zu meiden und eine andere zu präferieren, ist jedoch definitiv nicht sehr smart. Zumal es, wie gesagt, sehr wenig mit der fundamentalen Bewertung eines Unternehmens und den weiteren Aussichten zutun haben muss. Und wer weiß: Vielleicht werden die Letzten irgendwann wieder die Ersten sein?

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Vincent besitzt Aktien der Commerzbank. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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