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Wie man in Marihuana-Aktien investiert

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
06.09.2018, 11:04  |  2237   |   |   

Die globalen Marihuanamärkte wachsen, entschuldige das Wortspiel, wie Unkraut. Die weltweiten Ausgaben für Cannabis erreichten laut ArcView Market Research und BDS Analytics im Jahr 2017 9,5 Milliarden USD. Der Gesamtbetrag soll bis 2022 auf 32 Milliarden USD steigen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 27,5 % entspricht.

Aufgrund dieses beeindruckenden Wachstums ist es kein Wunder, dass viele Investoren an einem Investment in öffentlich gehandelten Cannabis-Aktien interessiert sind. Was ist der beste Ansatz für eine Anlage in Marihuana? Es gibt sieben wichtige Schritte:

1. Die verschiedenen Marihuana-Produktarten verstehen

2. Die verschiedenen Marihuana-Aktienarten kennen

3. Die Risiken einer Anlage in Marihuana-Aktien verstehen

4. Wissen, worauf man bei Marihuana-Aktien achten sollte

5. Analysiere die besten Marihuana-Aktien und -ETFs

6. Sorgfältig Investieren

7. Die Veränderungen der Branchendynamik genau beobachten

Hier ist alles, was du über diesen siebenstufigen Prozess zum Investieren in die schnell wachsende Marihuana-Industrie wissen musst.

1. Die verschiedenen Marihuana-Produktarten verstehen

Es gibt zwei große Cannabisprodukt-Kategorien: Medizinisches Marihuana und Freizeitmarihuana. Innerhalb dieser beiden Kategorien gibt es mehrere spezifische Produkttypen.

Medizinisches Marihuana ist derzeit in 30 US-Bundesstaaten und in mehreren Ländern der Welt, einschließlich Kanada und Deutschland, weitgehend legal. In der Regel ist ein Rezept einer autorisierten Krankenkasse erforderlich, um medizinisches Marihuana zu erhalten. Es wird häufig bei Angst, Depressionen, Schmerzen und Stress verschrieben.

Medizinisches Marihuana, auch als medizinischer Cannabis bezeichnet, kann durch Rauchen von Trockenblumen- oder Pflanzenkonzentraten aufgenommen werden. Es kann auch über Lebensmittel konsumiert werden, die Marihuana enthalten, wie mit Cannabis angereicherte Getränke. Es gibt sogar spezielle Cremes und Lotionen, die Marihuana oder chemische Inhaltsstoffe aus Cannabis enthalten.

Eines der am häufigsten verwendeten medizinischen Marihuana-Produkte ist Cannabidiol (CBD). CBD ist eine von vielen Chemikalien in der Cannabispflanze, die als Cannabinoide bekannt ist. Es hat nicht die psychoaktiven Eigenschaften eines anderen wichtigen Cannabinoids, Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC), aber es scheint einige gesundheitliche Vorteile zu bieten. Im Juni 2018 hat die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) das erste CBD-basierte Medikament, Epidiolex, zur Behandlung von zwei seltenen Formen von Epilepsie, dem Dravet-Syndrom und dem Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS), zugelassen.

Die FDA hat auch drei THC-basierte Medikamente – Marinol, Cesamet und Syndros – zur Behandlung von chemotherapiebedingter Übelkeit und Erbrechen zugelassen. Marinol und Syndros erhielten zudem die Zulassung zur Behandlung von Anorexie im Zusammenhang mit AIDS. Alle drei Medikamente werden jedoch aus synthetischem THC und nicht aus Substanzen pflanzlichen Marihuanas hergestellt.

Freizeitmarihuana ist derzeit in neun US-Bundesstaaten und im Bezirk Columbia für den Gebrauch durch Erwachsene zugelassen. Uruguay legalisierte den Einsatz von Cannabis auf nationaler Ebene im Jahr 2013. Das kanadische Parlament stimmte im Juni für die Legalisierung von Freizeitmarihuana. Der Markt soll nun im Oktober 2018 eröffnet werden.

Wie du vielleicht vermutest, neigen Benutzer von Freizeit-Marihuana-Produkten dazu, die psychoaktiven Eigenschaften von THC zu bevorzugen. Das Rauchen von Cannabis-Blüten ist die gebräuchlichste Anwendungsmethode in den wichtigsten US-Bundesstaaten, die Freizeit-Marihuana legalisiert haben. Allerdings haben sich auch die Vaping-Konzentrate und der Konsum von Cannabis-Nahrungsmitteln zu einer immer beliebter werdenden Methode entwickelt.

2. Die verschiedenen Marihuana-Aktienarten kennen

Genauso wie es verschiedene Marihuana-Produktarten gibt, existieren auch unterschiedliche  Marihuana-Aktienarten. Die drei wichtigsten sind:

  • Marihuana-Züchter – Diese Unternehmen, zu denen unter anderem Canopy Growth und viele andere gehören, bauen Marihuana an (oft in Hallen und Gewächshäusern), ernten die Pflanzen und vertreiben die Endprodukte an die Kunden.
  • Auf Cannabis fokussierte Biotechfirmen – Diese (wie GW Pharmaceuticals) fokussieren sich stark auf die Entwicklung von Cannabinoid-Medikamenten.
  • Anbieter von Zusatzprodukten und -dienstleistungen — Diese Unternehmen unterstützen Marihuana-Bauern durch die Bereitstellung von Erzeugnissen und Dienstleistungen, wie Hydrokulturen und Beleuchtungssysteme – wie Scotts Miracle-Gro´s Verpackungslösungen und Management-Dienstleistungen.

3. Die Risiken einer Anlage in Marihuana-Aktien verstehen

Das Investieren in jede Art von Vermögenswert bringt ein gewisses Risiko mit sich. Jedoch birgt die Investition in Marihuana-Aktien mehrere Risiken, die du verstehen solltest.

Rechtlich und politisch

Das wahrscheinlich bedeutendste Risiko ist, dass der Verkauf von Marihuana auf Bundesebene in den USA nach wie vor illegal ist. Dies bedeutet, dass das US-Justizministerium jederzeit gegen Cannabisgeschäfte vorgehen könnte, die in Bundesstaaten operieren, die Marihuana entweder für medizinische oder Freizeitzwecke legalisiert haben.

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