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Wirtschaft / Finanzen JSR-Wochenrückblick KW 38-2018

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Gastautor: Jörg Schulte
24.09.2018, 04:27  |  3528   |   

Als Grund für diese schlechte Entwicklung führen Marktbeobachter das schwächere Gewinnwachstum in Europa an. Man sei seit einigen Jahren in Europa nicht mehr in der Lage, nachhaltige Gewinnsteigerungen zu erzielen, was den Amerikanern, Japanern und sogar den Schwellenländern gelungen sei.

Während die amerikanischen Aktionäre wahrscheinlich die Champagnerkorken knallen lassen, ist bei den deutschen und europäischen Aktionären eher Trübsal blasen angesagt. Während der DAX sich seit Wochen in einer Trading-Range von 12.000 +- um gerade einmal ein paar hundert Punkte bewegt, marschieren die Börsen jenseits des Atlantiks von einem Allzeithoch zum nächsten. So erreichte z.B. der marktbreite amerikanische S&P 500 Index erstmals in seiner Geschichte die 2.900
Punkte-Marke.

Seit Jahresanfang ergeben sich derzeit folgende ‚Wasserstandsmeldungen’: Verlor der DAX seit dem 01.01.2018 rund 3,8 % an Wert, legte der Dow Jones unterdessen um rund 7,6 % zu. Der Euro Stoxx 50 büßte im besagten Zeitraum rund 2,1 % an Wert ein, während der amerikanische S&P 500 rund 10,25 % zulegte.

Die schwache Performance des DAX und des Euro Stoxx 50 ist wahrscheinlich auch ein Problem der Indexschwergewichte wie der Firmen Siemens, Bayer aber auch der Autobauerunternehmen wie im Fall Daimler, die ihre Gewinnerwartungen um 8 % kassierten. Das konnten dann die kleineren DAX-Mitglieder wie Vonovia und Covestro mit Prognoseanhebungen von gut 9 % bzw. 6 % nicht auffangen.

Daher sei die Frage erlaubt, ob die USA Europa abgehängt hat?! Dazu bedarf es ein paar Schritte in die Vergangenheit zurück, wo wir uns des Beispiels Euro Stoxx 50 bedienen wollen. Im Jahr 1998 durchbrach der Index zum ersten Mal die Marke von 3.350 Punkten. Per Handelsschluss am Freitag steht der Index bei 3.428 Punkten, was einer Performance von nur 2,3 % entspricht und somit für nachhaltige relative Schwäche steht.

Als Grund für diese schlechte Entwicklung führen Marktbeobachter das schwächere Gewinnwachstum in Europa an. Man sei seit einigen Jahren in Europa nicht mehr in der Lage, nachhaltige Gewinnsteigerungen zu erzielen, was den Amerikanern, Japanern und sogar den Schwellenländern gelungen sei. Andere Analysten sehen noch ein weiteres Problem, welches das Gesamtbild verzerre. Der sogenannte Benchmark-Index-Vergleich hinke! Dieser Index repräsentiere in Übersee vielmehr die wachstumsstarken Sektoren wie Technologie und Gesundheit, während das europäische Pendant zu banken- und rohstofflastig sei. Im Vergleich sieht das beim MSCI-Benchmarkindex so aus: Seit Jahresbeginn verlor dieser fast 20 %, während der Tech-Sektor in den USA um 17 % zulegte.

Einige Marktexperten können sich aber dennoch eine Herbst-/Winterrallye explizit im DAX vorstellen, da ihrer Meinung nach die schwierigste Phase des Jahres, evtl. sogar Ende September, enden werde. Mit einem diesjährigen KGV von 12,7 sei der DAX definitiv günstig bewertet und somit besonders attraktiv.

Attraktiv könnte auch der Goldpreis sein, auch wenn er es in der abgelaufenen Handelswoche wieder nicht über die scheinbar ‚magische’ 1.200,- USD je Unze-Marke geschafft hat. Dabei sah es im Wochenverlauf eigentlich ganz gut aus, als es langsam auf leisen Sohlen stetig nach oben ging. Am Freitag, mal wieder muss man schreiben, gab es erneut deutlich eins auf die Mütze und der Rückgang reichte zum wiederholten Mal bis auf 1.199,- USD je Unze. Somit gab es auf Wochenbasis keine nennenswerte Kursveränderung.

Besser sah es in der vergangenen Woche beim Silberpreis aus. Dieser stieg um 1,7 % gegenüber dem Schlusskurs der Vorwoche und notierte auf Schlusskursbasis am Freitag bei 14,30 USD je Unze. Die Überraschung der Woche lieferte aber der Kupferpreis. Ohne uns bekannte nennenswerte Meldungen konnten das als Konjunkturbarometer und Industriemetall bekannte rötliche Metall um rund 7 % zulegen und mit rund 6.326,- USD je Tonne wieder deutlich über die 6.000 Punkte-Marke klettern.

Positiv zum Goldpreis äußerten sich übrigens jüngst die Analysten von Goldman Sachs, die einen Preis von 1.250,- USD bis Ende des Jahres für möglich halten. Noch optimistischer sind sie für das kommende Jahr. Hier reicht ihre Prognose bis 1.325,- USD! Als Grund für ihre optimistische Haltung führen die Experten eine deutlich bessere Gemengelage an. Einen schwächeren USD und stärker steigende Goldkäufe aus China und Indien könne man derzeit ausmachen. Zudem gäbe es erste Anzeichen, dass die Türkei kein weiteres Gold verkaufe.

Trotzdem allem Ungemach machen die Unternehmen über die wir berichten weiterhin gutes Business und können immer wieder mit großartigen Nachrichten aufwarten. Deshalb hier der Rückblick auf die interessantesten Berichte der Redaktion aus der vergangenen Woche.

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White Gold trifft auf sehr hochgradige Strecken und U.S. Gold erhält weitere Genehmigung

White Golds Teilgebiet ‚Vertigo’ lieferte hochgradige Strecken, die zu den höchsten des gesamten Yukongebietes zählen und U.S. Gold hat Genehmigung für die Erweiterung der Explorationsfläche erhalten!

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Bluestone verbessert ordentlich die Ausbringungsraten und White Gold erwirbt interessante Nachbarareale

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Nach Deutschland, Belgien, Irland, den Niederlanden, Österreich und Spanien bringt Wirecard seine Mobile-Payment-Lösung ‚boon’ zum Start von Googles hauseigener Zahlungslösung ‚Google Pay’ in Italien in den ‚Google Play Store’.

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Endeavour untersuchte mit den Bohrungen eine Streichlänge von 1,4 km, wobei ersichtlich wurde, dass die Mineralisierung noch weiter in die Tiefe reichen könnte und TerraX kauft Areale um die früher produzierenden ‚Tom’- und ‚Sickle’-Minen.

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Copper Mountain Mining mit hervorragender Bohrphase und Sibanye-Stillwater kauft Anleihen zurück

Ziel der 2. Bohrphase von Copper Mountain war die Datensammlung für eine neue Ressourcenschätzung und teilweise die Höherklassifizierung der vermuteten Ressource. Sibnaye-Stillwaters Anleihenrückkauf bietet sofortigen Mehrwert!

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Uran - der längste Preisanstieg seit 2014

Kasachstan, der größte Uranproduzent der Welt, hält an seiner Produktionsdrosselung von 20 % fest, während Unternehmen wie die australische Paladin Energy und Kanadas Cameco ihre Minen in den Wartungszustand versetzt haben und somit kein Uran mehr für den Markt beisteuern.

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Caledonia mit erheblicher Ressourcensteigerung und Osisko kauft mehr Osisko

Nach ausreichend Diamantbohrungen und Überarbeitung des geologischen Modells, konnte eine neue Ressource für Caledonia Mining ermittelt werden. Derweil erhöhte Osisko Gold Royalties seinen Anteil an Osisko Mining um weitere 10.588.235 Stammaktien.

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2018 - ein wachstumsstarkes Jahr für Aequus Pharmaceuticals

Außerdem arbeitet Aequus aktuell unter Hochdruck an der Erweiterung seiner kommerziellen Produkt-Pipeline.

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Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte


 


 


 

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