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Meine Top-Aktie für den Rest des Jahres und für die nächsten 20 Jahre

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
12.10.2018, 11:27  |  286   |   |   

Fühlt sich das Jahr 2018 für dich auch wie ein niemals endender „Hangover“ an? Um beinahe 15 % hat sich der DAX-Kursindex bereits vom Allzeithoch entfernt – und dieser Gipfel ist gefühlt auch schon eine halbe Ewigkeit zum Abschuss freigegeben (Stand: 08.10.2018).

Aber das ist nicht die ganze Geschichte. Der Zahlungsdienstleister Wirecard (WKN:747206) konnte sich seit Anfang 2018 über 50 % verteuern – und das könnte erst der Anfang einer genialen Erfolgsstory sein (Stand: 08.10.2018).

Doch derzeit gibt es für mich nur eine Aktie, der ich am ehesten ein fantastisches Restjahr 2018 zutraue – und zwar die Aktie von Xing (WKN:XNG888). Warum? Ganz einfach! Das Zauberwort lautet: Fachkräftemangel.

IT-Spezialisten sind die neuen Nadeln im Heuhaufen

Wenn man dem deutschen Digitalverband „Bitkom“ Glauben schenken möchte, sind derzeit in Deutschland 55.000 Jobs für IT-Spezialisten unbesetzt. Dabei stieg die Zahl der offenen Stellen 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 8 %.

Viele werden jetzt denken: „Klar, SAP (WKN:716460) und die Deutsche Telekom (WKN:555750) suchen immer, aber bei allen anderen Unternehmen ist die Lage komplett anders.“ Falsch! Tatsächlich meldeten Ende 2017 drei von vier ITK-Unternehmen akuten Fachkräftebedarf – die Mehrheit sucht und findet scheinbar nicht schnell genug.

Jetzt werden viele sicher denken: „Okay, es wird gesucht. Aber nur deshalb, weil die Gehälter so niedrig sind, dass sich dafür kein ernst zu nehmender Spezialist morgens aus dem Bett quält.“ Wieder falsch! Nach einer Studie des Personaldienstleisters Robert Half (WKN:856701) werden sich IT-Spezialisten mit ausgewähltem Know-how 2018 über saftige Gehaltssteigerungen freuen können.

An der Spitze stehen Netzwerk- und Security-Administratoren mit einem Zuwachs von 6,5 % und Netzwerkingenieure mit einem Zuwachs von 5,3 %. Diese Steigerungsraten wirken auf den ersten Blick wie „Peanuts“. Doch dabei darf nicht vergessen werden, dass das Gehaltsniveau im IT-Bereich bereits überdurchschnittlich hoch ist. Ein IT-Spezialist mit Leitungsverantwortung und sechs bis zehn Jahren Berufserfahrung kann pro Jahr bis zu 120.000 Euro (brutto) verdienen. Für diese Klientel würde eine Gehaltserhöhung von 6,5 % also satte 8.000 Euro mehr Bruttojahresgehalt bedeuten.

Xing verdient mit

Die Gehälter steigen, der Bedarf ist da – regelt die „unsichtbare Hand des Marktes“ jetzt den Rest? Nun, so einfach scheint es nicht zu sein.

Meiner Erfahrung nach variieren die IT-Anforderungen verschiedener Unternehmen enorm. IT-Spezialisten mit einem hundertprozentig kompatiblen IT-Know-how gibt es daher nicht ohne Weiteres von der Stange.

Die Lösung: Anstatt bis zum Sankt Nimmerleinstag auf die passenden Bewerbungen zu warten, melden sich die Personaler der Unternehmen auf Xing an und suchen via Active Sourcing nach geeigneten Kandidaten.

Beinahe 20 % der deutschen Unternehmen suchen so bereits auf Xing nach Talenten. Dementsprechend spürbar klingelt bei Xing die Kasse. Passend zum Fachkräftemangel wuchs zwischen 2016 und 2017 das Geschäftskundensegment E-Recruiting am stärksten.

Potenzielle Kandidaten scheint es ebenfalls auf Xing zu ziehen. 2017 gab es so viele Neuanmeldungen wie nie zuvor.

Konkurrenz ja, Verdrängung nein

Vor nicht allzu langer Zeit war mir Xing noch nicht ganz geheuer. Zu beeindruckend war für mich die Geschwindigkeit, mit der Facebook (WKN:A1JWVX) seinerzeit viele bekannte soziale Netzwerke in die Rente verabschiedete. Dass Xing irgendwann von Linkedin, jetzt in der Hand von Microsoft (WKN:870747), verdrängt werden könnte, war für mich immer eine realistische Gefahr.

Doch im Fall von Xing scheint sich die Geschichte nicht zu wiederholen. Aktuell hat das Netzwerk aus Hamburg im deutschsprachigen Raum etwa zwei Millionen Nutzer mehr als LinkedIn.

Bei der aktiven Suche nach Kandidaten ist Xing noch deutlicher im Vorteil. Für das „Active Sourcing“ nutzten deutsche Unternehmen 2017 Xing doppelt so häufig wie LinkedIn.

Vom Tech-Star zum langfristigen Trendfolger?

Ende 2017 war jeder fünfte Mensch in Deutschland über 65 Jahre alt. In den letzten 20 Jahren stieg dieser Anteil von 15,8 % auf 21,4 % der Gesamtbevölkerung.

Dieser Trend könnte sich weiter fortsetzen. Prognosen besagen, dass sich der Bauch der Alterspyramide in Deutschland bis 2050 auf die sechzig Jahre hinaufgeschoben haben wird.

Dieser gesamtgesellschaftliche Trend könnte Unternehmen ernst zu nehmende Engpässe bescheren. Für Spezialisten, die über ein gefragtes Know-how verfügen, könnten in den nächsten Jahrzehnten allerdings goldene Zeiten anbrechen.

Dieser brachiale Makrotrend könnte sich für Xing als Goldgrube erweisen – und für mich spricht derzeit alles dafür, dass uns dieser Trend mindestens für die nächsten 20 Jahren erhalten bleibt. Was auch immer die Zukunft bringen mag, eines ist sicher: So jung wie heute kommen wir mit der Xing-Aktie nicht mehr zusammen.

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