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Ich weiß genau, wie das ausgehen wird

Gastautor: Bernd Niquet
17.11.2018, 13:00  |  1516   |   |   

Zum ersten Mal seit 2015 ist die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal wieder leicht geschrumpft. Doch eine Rezession wird es nicht geben, da sind sich beinahe alle einig. Nein, nein, schließlich brauchen wir ja das Geld für unsere anspruchsvollen Projekte, und da können wir doch keine Rückgänge akzeptieren.

 

Es ist erneut eine wirklich gespenstische Situation, in die wir hineinschliddern: Jetzt soll also der UN Flüchtlingspakt unterschrieben werden. Doch öffentlich wird darüber nicht diskutiert, die Medien berichten darüber nicht, es sind aber alle guten Demokraten für das Unterschreiben.

 

Und überdies, so heißt es, sei der Pakt ja rechtlich nicht verbindlich.

 

Wie kann man jedoch in einer derartigen Weise für einen Pakt eintreten und dessen Gegner diffamieren, wenn dieser Pakt letztlich rechtlich nicht verbindlich ist?

 

Ist das nicht extrem widersprüchlich? Ich fürchte leider, das ist es nicht. Es ist vielmehr extrem rational, was hier die selbsternannten Demokraten mit unserem Land veranstalten.

 

Aber was steht da eigentlich drin in dem UN Flüchtlingspakt? Um das zu wissen, müsste man Westzeitungen lesen. Doch Westzeitungen gibt es ja heute kaum noch.

 

Ein paar Sachen habe ich gefunden, zum Beispiel: Flüchtlingskinder, die in Deutschland geboren werden, sollen automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen. Ob damit die Familie jedoch noch abgeschoben werden kann? Oder: Wer auch nur aus irgendeinem Grund diskriminiert wird, soll Hilfe erhalten, und Klimawandel wird jetzt zum legalen Migrationsgrund.

 

Das alles ist natürlich rechtlich nicht verbindlich.

 

Doch ich weiß genau, wie das ausgehen wird. Die Staaten, die sich schon heute nicht für Flüchtlinge interessieren und sich auch nicht um sie kümmern, werden den rechtlich nicht verbindlichen UN Flüchtlingspakt nach der Unterschrift in den Papierkorb befördern.

 

Bei uns jedoch werden sich Flüchtlinge vor Gericht darauf berufen. Und unsere holde Richterschar wird ihnen Recht geben. Und dann ist der UN Flüchtlingspakt bei uns so gut wie Gesetz.

 

Ich bin mir ganz sicher. Wettet jemand dagegen?

 

 

 

 



2 Kommentare

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Kommentare

Ich setze dagegen.

Und zwar aus den beiden einfachen Gründen:

1. Die Länder, die sich nicht für Flüchtlinge interessieren, werden den Pakt VOR der Unterschrift im Papierkorb landen lassen.

2. Ja, Abzuschiebende werden in Deutschland die Gerichte bemühen. Wo genau ist nochmal der Unterschied zum Status quo? Bereits heute ist es fast unmöglich, Eingereiste zeitnah zu überprüfen und ggf. abzuschieben. Zu wenig Personal, die eigentlich selbst nicht wissen, wie man Gut und Böse unterscheiden soll. Wer hier bleiben will, kann die volle Bandbreite der Gesetzgebung ausnutzen... und das dauert dann gerne mal 3, 4 oder 5 Jahre. Wenn es dann doch brenzlig wird, ist der Weg in ein anderes EU-Land (und wieder zurück) zur Neuregistrierung unter anderer Identität nicht allzu schwer.

Für Deutschland wird sich also mit Unterzeichen des Paktes de facto nichts ändern. Allerdings wäre es von grundlegender Bedeutung sich endlich einmal allgemein gültigen Regeln anzunähern, damit neben dem weltweit geregelten, aber ungehinderten Waren- und Geldtransfer auch Migration gewissen Gesetzmäßigkeiten unterworfen wird, um diese steuern zu können. Wenn jedes Land macht was es will, geht es im Endeffekt nur darum, wer die höchste Mauer bauen kann. Ich will sie nicht, nimm du sie doch... oh, hat sich erledigt... abgesoffen. Willkommen im Neandertal!


Was war nochmal der Wetteinsatz? Kiste Bier, Wein, Champus? Ein Bungalow in Aleppo in bombastischer Lage? Ein Posten in der AfD? Ich hab gehört, es werden dringend Schatzmeister gesucht ;)
Wer dagegen wettet, kann den Wetteinsatz auch gleich abgeben. Ich stimme Ihnen vollens zu und wie Aussagen einiger Grünenpolitiker beweisen, denen es gar nicht schnell genug gehen kann, mit der Umsetzung, scheint das schon beschlossene Sache mit Unterschriftssetzung und Umsetzung. Es ist erschreckend mit welcher Gewalt einige (oder besser fast alle) politische Parteien das Zerstören unserer Gesellschaft und unseres Sozialsystems vorantreiben und wie gelassen, oder vielleicht betäubt, die Masse zusieht, wie dieses Land und sein Volk sowie Europa den Interessen anderer geopfert wird. Wenn man die (Schein) Bundestagsdebatte zu diesem Thema beobachtet hat, könnte man annehmen es wäre um ein anderes Land gegangen, aber nie und nimmer um das Land und den Interessen des Volkes für wen diese angeblichen Volksvertreter eigentlich streiten sollten und was deren ureigene Aufgabe ist. Aber nein, es ging schlicht und erbärmlich um das Niedermachen der AfD, auch wenn es die einzigen sind, die sich anscheinend die Mühe gemacht haben, den Inhalt diese Pakts zu lesen und zu verstehen.

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