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     973  0 Kommentare Werden jetzt alle Verschwörungstheorien wahr?

    Viele Dinge scheinen klar zu sein, bei anderen traut man sich gar, aus dem seltsamen Geschehen wirklich die logischen Schlüsse zu ziehen.

    Haben Sie an Ostern wenigstens das Lammfleisch aus Neuseeland gegessen? Sehr brav, denn genau das will nämlich unsere Politik. Weil das schließlich viel gesünder und ökologischer ist, wenn die Tiere einmal und die halbe Welt geschifft werden.

     

    Unsere Bauern sagen ja, man wolle ihnen an den Kragen. Eine Verschwörungstheorie? Und dass das Wolf hier sehr willkommen sei, weil er die Tierhaltung auf den Wiesen in unserem Land bald unmöglich mache. Auch eine Verschwörung?

     

    Insekten isst der Wolf ja nicht. Und das minderwertige Getreide aus der Ukraine auch nicht. Doch unserem Essen wird dieses Getreide untergemischt, sagen die Bauern. Und es wäre mit Pflanzenschutzmitteln vergiftet, die bei uns schon seit 30 Jahren verboten sind. Auch eine Verschwörung?

     

    Ich habe dazu die Verbraucherzentrale und Foodwatch angeschrieben, ob das stimme mit der Ukraine? Beide sind mit keinem Wort darauf eingegangen, sondern haben geantwortet, unsere Bauern würden ja auch viele Pflanzenschutzmittel einsetzen.

     

    So eine Aussage ist natürlich an Deutlichkeit nicht zu übertreffen. Im Grunde ist das ja die Bestätigung dafür, was tatsächlich der Fall ist.

     

    In diesem Zusammenhang habe ich übrigens gerade erfahren, dass die künstliche Intelligenz von ChatGPT keine Antworten geben kann, die sich gegen die UN-Agenda 2030 richtet.

     

    Ist das nun intelligent oder nicht? Für mich ist das auf jeden Fall wie ein moderner digitaler Joseph Goebbels.

     

    Über Corona möchte ich an dieser Stelle lieber nicht schreiben, weil das ja zu eindimensional wäre. Schließlich haben sich hier ja wirklich hundert Prozent aller Verschwörungstheorien als wahr herausgestellt.

     

    Zudem kann ich keine Texte schwärzen. Das Einzige, was ich zwischenzeitlich gelernt habe, haben mir die Ministerinnen der Bundesregierung versucht beizubringen, nämlich wie man heute andere Menschen anschwärzen kann.

     

    Ich habe aber noch etwas ganz anderes und überaus Interessantes gefunden. Das zudem meinen Lieblingsspruch über Geschichte bestätigt. Der ist von den Historiker Knut Borchardt und lautet:

     

    Wir können nicht nur aus der Geschichte für die Gegenwart lernen, sondern auch aus der Gegenwart über die Geschichte.

     

    Denn ich habe gefunden, dass es in den 1990er Jahren noch als Verschwörungstheorie galt, dass die US-Zentralbank Federal Reserve mit ihrer Geldpolitik einen Boom an den Finanzmärkte auslösen kann.

     

    Damals herrschte natürlich auch gerade die große Zeit der Theorie der rationalen Erwartungen, und wenn die gilt, haben monetäre Veränderungen nie einen Einfluss. Aus heutiger Sicht ist das allerdings wirklich mehr als skurril.

     

    Ich bin daher auch enorm gespannt, wie wir in einer paar Jahren einmal erklären werden, was derzeit gerade abläuft und was sich ebenfalls nur durch Verschwörungstheorien erklären lässt?

     

    Warum gehen die USA mit ihrer Grenze zu Mexiko heute nicht viel anders um als wir mit unseren Grenzen? Warum hat Präsident Biden im letzten Jahr zusätzlich noch 320.000 Migranten aus armen Ländern Südamerikas einfliegen lassen?

     

    Und warum macht die Bundesrepublik in der arabischen Welt in arabischer Sprache Werbung, wie leicht der deutsche Pass zu erhalten ist?

     

    Hat das vielleicht auch alles etwas mit dem Geld zu tun? Mit einer kontrollierten Sprengung des Schuldenturms und der parallelen Einführung der neuen digitalen Währung? Die natürlich umso einfacher Akzeptanz findet, je größer der soziale Tumult und je nötiger die Menschen auf staatliche Transfers angewiesen sind.

     

    Ob das wohl die einzigen bedeutenden Verschwörungstheorien sein werden, die sich im Endeffekt nicht als wahr herausstellen? Vorstellbar ist das natürlich schon. Aber sie wären dann natürlich die großen Ausnahmen.

     

     

     


    Bernd Niquet
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    DER NEUNTE BAND VON "JENSEITS DES GELDES" IST ERSCHIENEN: Bernd Niquet, Jenseits des Geldes, 9. Teil, Leipzig 2023, 648 Seiten, 23,50 Euro

    Leseprobe: "Jenseits des Geldes".

    Eigentlich war ich vollkommen sicher, dass jetzt die Zeit dieser ganzen Auseinandersetzungen hinter mir lag. Deswegen hatte ich auch extra meine Mietrechtschutzversicherung gekündigt. Dann habe ich aber doch einmal in die Betriebskostenabrechnung hineingeschaut und musste unwillkürlich rechnen. 29.220 Euro im Jahr 2018 für die Reinigung der Treppen und Flure, das sind 93 Euro pro Haus pro Woche. Ich würde das jeweils in zehn Minuten schaffen, doch selbst wenn die ungelernte Hilfskraft zwanzig Minuten braucht, sind das 279 Euro Stundenlohn, den die Leiharbeitsfirma dafür einfährt. Wer dabei nicht an Sizilien denkt, kann eigentlich nicht mehr voll bei Verstand sein.

    Bernd Niquet ist Jahrgang 1956 und wohnt immer noch am letzten grünen Zipfel der Failed Stadt Berlin. Die ersten acht Teile von „Jenseits des Geldes“ sind ebenfalls im Engelsdorfer Verlag erschienen, und zwar in den Jahren 2011, 2012, 2013 sowie 2018, 2019, 2020, 2021 und 2022.

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    Verfasst von Bernd Niquet
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