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Forex-Report London Plan B - Chinas Wachstum: Ein Exkurs zur Prozentrechnung!

Gastautor: Folker Hellmeyer
21.01.2019, 09:54  |  1836   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1380 (07:30 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1353 im US-Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 109.55. In der Folge notiert EUR-JPY bei 124.67. EUR-CHF oszilliert bei 1.1325.

Heute sind alle Augen auf London gerichtet. Nach dem faktischen Desaster der letzten 30 Monate gibt es Hoffnungswerte auf ein Ende der amateurhaften Vorstellung der politischen Klasse des UK, die offensichtlich politische Eigeninteressen vor das öffentliche Gesamtinteresse stellte und stellt.

Bezüglich der Irland-Problematik ist eine überbordende Zuversicht nicht gewährleistet. Außenminister Maas reagierte skeptisch auf einen Bericht, wonach London den Abschluss eines Vertrags mit Irland erwäge. Premierministerin May zielt auf einen bilateralen Vertrag mit Irland, um den Brexit-Deal durch das Parlament zu bringen. Maas sei nicht klar, wie das funktionieren solle. Wir schließen uns der Sichtweise unseres Außenministers an, denn es geht um Handelsfragen und die sind Sache der EU und nicht die Sache eines einzelnen Mitgliedlandes der EU. Auch hier wird die Erwartungshaltung Londons deutlich, Extrawürste in Anspruch nehmen zu dürfen. Das ist zunehmend irritierend!

Ob die überschaubaren Hoffnungswerte auf eine zeitnahe Lösung eine sachliche Basis haben, wird sich in Kürze herausstellen.

Um das ganze Dilemma des UK zu beschreiben, verweisen wir auf einen Kommentar von Jack Bernhardt, erschienen im Guardian, unter dem Titel „Back in 2019, Britain was much larger: what the history books will say“ – es ist ein „must read“, insbesondere für diejenigen, die verklärt noch an nationalstaatlichen Modellen hängen, um die Probleme der Zukunft zu lösen, während der internationale Kapitalstock (Rückgrat der Ökonomien, Basis der Jobs) längst global aufgestellt ist!

Link:  https://www.theguardian.com/commentisfree/2019/jan/18/brexit-britain-h ...

Die Daten, die uns aus China erreichen, verdienen sich mindestens den Begriff „solide“.

Per 2018 lag das Wachstum des BIP bei 6,6% nach 6,8% im Jahr zuvor. Sofort klingt es aus vielen Kehlen an den Finanzmärkten, dass damit der niedrigste Wachstumsclip in China seit der Finanzkrise markiert wurde. Zunächst einmal ist dieser Befund quantitativ richtig. Unbändige Sorge klingt im Hintergrund mit. Ist diese Sorge berechtigt?

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