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USA FDA Drohung: Kommt ein Verbot für Juul?

22.01.2019, 14:56  |  5311   |   |   

Laut einer Nachricht der "New York Post" könnte in den USA die Food and Drug Administration (FDA) Juul und andere E-Zigaretten verbieten, wenn die Hersteller weiterhin Teenager umwerben.

Scott Gottlieb, Vorsitzender der FDA, fordert, dass die Hersteller von Vaping-Geräten aufhören sollen, sich an junge Konsumenten zu wenden. Andernfalls riskieren die Unternehmen, dass ihre Produkte aus den Regalen genommen werden, so Gottlieb. Untersuchungen zeigen, dass mehr als 90 Prozent der Tabakkonsumenten bereits als Minderjährige begannen.

"Wenn der Konsum bei Jugendlichen auch in diesem Jahr weiter deutlich zunehmen sollte, dann wird die Branche mit neuen Maßnahmen konfrontiert", so Gottlieb am vergangenen Freitag. Er zielte auf die Marke Juul ab - die meistverkaufte E-Zigarette unter High-School- und Middle-School-Kids. Vaping sei in dieser Altersgruppe im vergangenen Jahr dramatisch gestiegen, während der Konsum von traditionellem Tabak zurückging, so Gottlieb.

In den meisten Staaten ist es Personen unter 18 Jahren nicht erlaubt, Tabakwaren zu kaufen - einschließlich E-Zigaretten. Juul-Sprecher Ted Kwong sagte, dass sich das Unternehmen verpflichtet habe, den Verkauf an junge Kunden zu begrenzen. 

Warum könnte es für die Vaping- und E-Zigaretten-Branche gefährlich werden? 

Gottlieb drohte damit, dass, wenn Hersteller - wie Juul - den "freiwilligen" Forderungen der FDA nicht nachkommen, er die Deeming Regulations nutzen wird, um ihnen den Verkauf von Produkten zu verbieten, die keine Pre-Market Tobacco Authorization (PMTA) erhalten haben. Der Erwerb einer PMTA bedeutet in erster Linie Tausende von Seiten Papierkram und Kosten von bis zu mehreren Millionen US-Dollar. Dies könnte für den Vaping-Markt in den Vereinigten Staaten verheerende Auswirkungen haben, siehe hier

"Die FDA ist zu dem Schluss gekommen, dass das Ausmaß der Sucht, das sie unter jugendlichen E-Zigaretten-Nutzern beobachtet, so beunruhigend und beispiellos sei, dass sie zumindest fragen muss, ob wir eine Lösung brauchen, die über das hinausgeht, was wir jemals bei Zigaretten gemacht haben", meint Matthew Myers, Präsident der Initiative Campaign for Tobacco Free Kids.

Maßnahmen gegen Vaping-Produkte

Einige Staaten haben das Thema selbst in die Hand genommen. Eine neue Gesetzesvorlage, die dem Repräsentantenhaus in Vermont vorliegt, würde den Online-Verkauf von Vaping-Produkten verbieten. In Virginia könnte der Verkauf an Personen über 21 Jahren gesetzlich festgelegt werden - bislang liegt das Mindestalter bei 18 Jahren, siehe hier. Darüber hinaus zielt ein Gesetz in North Dakota darauf ab, E-Liquids mit Aromastoffen vollständig zu verbieten. Die Gesetzgebung würde den Verkauf jeder Flüssigkeit verbieten, die "irgendeine Art von Geschmack oder Aroma" hat.

"Die kürzlich angekündigten regulatorischen Maßnahmen der FDA in Bezug auf E-Zigaretten gehen nicht weit genug und wir fordern viel energischere Maßnahmen" , sagte Dr. Susanne Tanski, eine Kinderärztin und ehemalige Vorsitzende des American Academy of Pediatrics Tobacco Consortium. Viele Beamte und Experten bestätigen diese Ansichten und ermutigen seit langer Zeit die FDA, den Verkauf von aromatisierten E-Zigaretten zu verbieten.

Die FDA ist nicht ganz untätig

Wie das "Ärzteblatt" berichtet, werden "E-Zigaretten (...) laut FDA aber oft illegal vertrieben". Die Behörde verhängte nach eigenen Angaben 131 Geldstrafen gegen Händler, welche die Produkte an Minder­jährige verkauften. Außerdem soll die FDA mehr als 1.100 Warnschreiben versandt haben.

 

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