DAX+0,28 % EUR/USD-0,06 % Gold-0,23 % Öl (Brent)+0,07 %

Mein Börsenfahrplan für den Rest von 2019

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
18.02.2019, 09:07  |  614   |   |   

Dieses Jahr hat es in sich. Noch im Dezember üble Abverkäufe, dann die Januarrally und jetzt ein munteres Auf und Ab. Positive Überraschungen wechseln sich mit Desastern wie zuletzt bei Wirecard (WKN:747206) ab. Vielleicht fragst auch du dich, wie man sich jetzt als Anleger verhalten sollte und was das Jahr noch für uns bereithalten könnte. Genau dafür habe ich die folgende Roadmap erstellt.

Zurückhaltendes taktisches Vorgehen bis Mai

Zunächst werden die noch laufende Berichtssaison sowie die vielen anstehenden Hauptversammlungen die Börsen im Griff behalten. Das Weihnachtsquartal hat unter Handelsstreitigkeiten, den Problemen im Autosektor, dem Brexit-Chaos und anderen Dingen gelitten. Vieles davon hat sich bis heute nicht aufgelöst, sodass wir mit mittelprächtigen Resultaten und eingeschränktem Optimismus rechnen müssen.

Viele Aktien werden dank der vermiesten Stimmung wohl weiterhin auf Talfahrt geschickt werden, falls sich das schwierige geopolitische Umfeld und die aggressive Politik der Großmächte nicht überraschend zum Positiven wenden. Unter diesen Umständen empfiehlt es sich, taktisch zu agieren.

Darunter verstehe ich zum Beispiel, sich auf Unternehmen in Sondersituationen oder aus dem Biotechsektor zu konzentrieren, wo das allgemeine Börsenwetter höchstens eine untergeordnete Rolle spielt. „Gewöhnliche“ Aktien würde ich in dieser Phase hingegen nur hinzukaufen, wenn es durch Abverkäufe zu deutlichen Übertreibungen kommt. Inspiration für deine Watchlist kannst du dir im April auf der Hannover-Messe besorgen, wo das Megathema Industrie 4.0 erneut im Mittelpunkt stehen wird.

Auf Chancen lauern im Sommer

Ab Juni könnte sich das Bild aufhellen. Vielleicht haben wir bis dahin ein besseres Gespür dafür, wie sich die Situation in England, den USA und anderen kritischen Regionen weiterentwickeln wird. Auch die zuletzt gestiegene Unsicherheit über die Stärke und Stabilität der chinesischen Wirtschaft sollte bis dahin etwas schwinden und die anstehenden Europawahlen haben wir dann auch hinter uns.

Sobald sich der Staub also etwas gelegt hat, kann man sich wieder gezielter am Aktienmarkt engagieren. Schließlich ist es ziemlich aussichtslos, aufwendig einen Konzern durchzuanalysieren, wenn kaum beeinflussbare externe Faktoren die Hauptrolle spielen. Die Regel heißt doch, dass Politik kurze Beine habe. Aktuell ist das sicherlich nicht so, aber für den Sommer habe ich die Hoffnung, dass wieder etwas Normalität zurückkehrt.

Vorsicht wird aber möglicherweise weiterhin nötig sein. Solange sich die Bewertungsschere zwischen den vielen sehr teuren US-Aktien und den oft außerordentlich tief bewerteten europäischen Aktien nicht schließt, müssen wir immer damit rechnen, dass eine Abverkaufswelle über den Atlantik schwappt.

Auf starke Trends setzen im Herbst

Im Herbst feiern wir den 250. Geburtstag des fantastischen Naturforschers Alexander von Humboldt. Das ist vielleicht ein guter Anlass, um auch selbst wieder abenteuerlustiger zu werden. Ich gehe davon aus, dass sich bis Ende des Jahres viele der großen Themen wie die vorgenannte Industrie 4.0, 5G-Mobilfunk und Edge-Computing, die Elektromobilität, die Sektorkopplung im Energiebereich, Augmented Reality und künstliche Intelligenz stark an Sichtbarkeit gewinnen und somit zu spannenden Investmentthemen werden.

Es sollte sich daher lohnen, sich bereits im Herbst rechtzeitig zu positionieren, bevor der Zug abfährt. Zudem gilt es, die Augen offen zu halten, was Börsengänge angeht. Die meisten Aktien, die 2018 angeboten wurden, liegen heute deutlich im Minus. Aber 2019 könnten die Chancen besser stehen, auf einen Gewinner zu setzen. Aus deutscher Sicht besonders spannend wären beispielsweise die Lkw-Tochter TRATON von Volkswagen (WKN:766403), der Medizintechnikkonzern Otto Bock sowie die Automotive-Sparte Kolbenschmidt Pierburg von Rheinmetall (WKN:703000).

Vielleicht wird auch der Fintech-Überflieger N26 handelbar. Die Termine dafür stehen allerdings noch nicht fest. Ob man bei den noch heißer erwarteten US-IPOs dabei sein muss, ist eine andere Sache. Bei Slack, Uber und Airbnb ist fast alles möglich.

Zum Schluss bleibt nur noch, das Jahr gepflegt ausklingen zu lassen, sich über eine hoffentlich gute Depotrendite zu freuen und sich mental und finanztechnisch auf eine weitere ereignisreiche Dekade vorzubereiten: Die Stürmischen — oder aber goldenen — Zwanziger kommen zurück!

Seite 1 von 3

The Motley Fool GmbH – Disclaimer für Anlageempfehlungen

Disclaimer für The Motley Fool GmbH Research Publikationen Hinweis: Auf diesen Seiten findest du Rechtshinweise und die Veröffentlichungen gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR (Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014) für alle Wertpapieranalysen und Empfehlungen von The Motley Fool GmbH („The Fool“ nachher) bezüglich aller Unternehmen, die gegenwärtig von dieser beobachtet wird.

Diese Seiten wurden zuletzt am 18. Apr 2017 aktualisiert.

Rechtshinweis / Disclaimer Die Anlageempfehlungen von The Fool enthalten ausgewählte Informationen und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Analysen stützen sich auf allgemein zugängliche Informationen und Daten („die Information“), die als zuverlässig gelten. The Fool hat die Information jedoch nicht auf ihre Richtigkeit oder Vollständigkeit geprüft und übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Information keine Haftung. Etwaige unvollständige oder unrichtige Informationen begründen keine Haftung von The Fool für Schäden gleich welcher Art, und The Fool haftet nicht für indirekte und/oder direkte Schäden und/oder Folgeschäden. Insbesondere übernimmt The Fool keine Haftung für in diesen Analysen enthaltene Aussagen, Planungen oder sonstige Einzelheiten bezüglich der untersuchten Unternehmen, deren verbundener Unternehmen, Strategien, konjunkturelle, Marktund/oder Wettbewerbslage, gesetzlicher Rahmenbedingungen usw. Obwohl die Analysen mit aller Sorgfalt zusammengestellt werden, können Fehler oder Unvollständigkeiten nicht ausgeschlossen werden. The Fool, deren Anteilseigner und Angestellte übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Aussagen, Einschätzungen, Empfehlungen oder Schlüsse, die aus in den Analysen enthaltenen Informationen abgeleitet werden. Sollten wesentliche Angaben unterlassen worden sein, haften The Fool für einfache Fahrlässigkeit. Der Höhe nach ist die Haftung von The Fool auf Ersatz von typischen und vorhersehbaren Schäden begrenzt. Die Anlageempfehlungen stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar. Es ist möglich, dass Gesellschafter, Geschäftsleitung oder Angestellte von The Fool in verantwortlicher Stellung, z.B. als Mitglied des Aufsichtsrats, in den in Analysen genannten Gesellschaften tätig sind, oder eine Investitionsposition darin haben. Die in Anlageempfehlungen enthaltenen Meinungen können ohne Ankündigung geändert werden. Alle Rechte vorbehalten.

Zusätzliche Informationen für Kunden in den USA Die Anlageempfehlungen sind ein Produkt von The Fool. The Fool ist der Arbeitgeber oder Auftraggeber des jeweiligen Research Analysten, der den Report erstellt hat. Der Research Analyst ist keine mit einem US regulierten Broker-Dealer verbundene Person und unterliegt damit auch nicht der Aufsicht eines US regulierten Broker-Dealer.

Erklärung gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR sowie Delegierter Verordnung (EU) Nr. 2016/958 („DelVO“) Bewertung Die Bewertung, die der Anlageempfehlung für das hier analysierte Unternehmen zugrunde liegt, stützt sich auf allgemein anerkannte und weit verbreitete Methoden der fundamentalen Analyse, wie z.B. Discounted Cash Flow (DCF)-Modell, Terminal Multiple Bewertung, Peer-Gruppen-Vergleich, „Sum of the parts“ Modell oder ein ähnliche, häufige und weit verbreitete fundementale Bewertungsmethode.

Das Ergebnis dieser fundamentalen Bewertung wird als Basis der Empfehlung benutzt, obwohl es auch von der Einschätzung des Analysten bezüglich möglichen Industrieveränderungen, alternativen möglichen Zukünfte, Unternehmensstrategienergebnisse, Wettbewerbsdruck, usw. angepasst. Die letztendliche Meinung des Analysten sollte nicht als einzigen Punkt von Modell betrachtet, sondern eher die überlegt am wahrscheinlichsten Ergebniss der vielen möglichen zukünftigen Auswirkungen.

Unabhängig von der verwendeten Bewertungsmethode besteht das Risiko, dass das Investitionsergebnis nicht erreicht wird, z.B. aufgrund unvorhergesehener Veränderungen der Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens, Änderungen des Managements, der Technologie, der konjunkturellen Entwicklung, der Zinsentwicklung, der operativen und/oder Materialkosten, des Wettbewerbsdrucks, des Aufsichtsrechts, des Wechselkurses, der Besteuerung, usw. Bei Anlagen in ausländischen Märkten und Instrumenten gibt es weitere Risiken, etwa aufgrund von Wechselkursänderungen oder Änderungen der politischen und sozialen Bedingungen.

Diese Analyse reflektiert die Meinung des jeweiligen Verfassers zum Zeitpunkt ihrer Erstellung. Eine Änderung der der Bewertung zugrundeliegenden fundamentalen Faktoren kann nachträglich dazu führen, dass die Bewertung nicht mehr zutreffend ist. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt worden.

Es wurden zusätzliche interne und organisatorische Vorkehrungen zur Prävention oder Behandlung von Interessenkonflikten getroffen.

Die Ergebnisse der Analysen, sowie die Meinungen der Analysten, sind nicht vor der Veröffentlichung zu den analysierten Unternehmen offengelegt.

Alle Preise von Finanzinstrumenten, die in dieser Finanzanalyse angegeben werden, sind Schlusskurse des dem jeweiligen ausgewiesenen Veröffentlichungsdatums vorangegangen Börsenhandelstages, soweit nicht ausdrücklich ein anderer Zeitpunkt genannt wird.

Bedeutung der präsentierten Anlageempfehlungen Anlageempfehlung: Erwartete Entwicklung des Preises des Finanzinstruments bis zum angegebenen Kursziel, nach Meinung des dieses Finanzinstrument betreuenden Analysten.

Kauf: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren mehr als den passenden Index steigen wird. Halten: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren entweder weniger als den passenden Index steigen wird, oder stabil bleiben wird. Verkaufen:Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren fallen wird.

Handelsregeln und Offenlegungen von Analysten und Dritten in Verbindung mit der Motley Fool GmbH Wenn ein Analyst von Motley Fool über eine Aktie schreibt, von der er oder sie selbst eine Position besitzt oder davon anderweitig profitiert, dann wird dieser Umstand am Ende eines Artikels oder Berichts erwähnt.

Wir haben Aktienempfehlung in unseren kostenpflichtigen Newslettern und wir legen auch diese Empfehlungen offen, wenn wir darüber auf unserer kostenlos zugänglichen Website schreiben (Fool.de). Um unseren zahlenden Mitgliedern gegenüber fair zu bleiben, legen wir diese Empfehlungen mindestens 30 Tage ab der ersten Veröffentlichung der Empfehlung nicht in unserem kostenlosen Content offen. Nach dieser Frist von 30 Tagen werden wir auch diese Empfehlungen offen legen.

Das amerikanische Mutterunternehmen, The Motley Fool, LLC (kurz als „Fool US“ bezeichnet) kann auch Positionen von den Wertpapieren haben, die in unseren Artikeln erwähnt werden. Da wir kein nicht-öffentliches Wissen bezüglich der Positionen unseres Mutterunternehmens haben, werden die Positionen von Fool US auch nicht in unserem kostenlosen oder Premium-Content veröffentlicht. Fool US hat seine eigene Offenlegungsrichtlinien.

Zusätzlich zu den oben erwähnten Anforderungen unterliegen wir unter zusätzlichen Handelsbeschränkungen und Richtlinien. Diese Beschränkungen verlangen, dass die Angestellten von Motley Fool:

- jede Aktie, die sie besitzen mindestens 10 volle Handelstage besitzen müssen. (Daytrading ist nicht zugelassen – als ob wir das überhaupt wollten!) - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen. - unsere Compliance-Abteilung informieren müssen, wenn sie eine Aktie kaufen oder verkaufen, egal ob sie darüber geschrieben haben oder nicht.

Wir arbeiten auch mit freiberuflichen Autoren, die:

- jede Aktie, die sie besitzen und über die sie bei Motley Fool schreiben, mindestens 10 volle Handelstage halten müssen. - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen.


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel