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Große Pläne China: Bald grüner Strom aus dem Weltraum?

18.02.2019, 14:13  |  4861   |   |   

Laut Medienberichten legt China bei seinen Weltraumambitionen zu, da es seine Position als aufstrebende Supermacht ausbauen will. Konkret geht es um das erste Solarkraftwerk im Weltraum.

China plant den Bau eines Solarkraftwerks im Weltraum, so die Meldung des "Sydney Morning Herald". Demnach haben die Wissenschaftler bereits mit dem Bau einer experimentellen Basis in der west-chinesischen Stadt Chongqing begonnen.

Zunächst ist geplant, dass zwischen 2021 und 2025 kleinere und mittlere Solarkraftwerk in eine Umlaufbahn von 36.000 Kilometern (22.369 Meilen) geschickt werden. Die Stationen wäre in der Lage, Energie direkt von der Sonne zu beziehen - unabhängig von der Tageszeit und ohne das Risiko saisonaler oder wetterbedingter Störungen. Mit dieser Station wäre China das erste Land, dass die Sonnenenergie aus dem All erfolgreich auf der Erde nutzt.

Sollte das Projekt gelingen, dann hätte es das Potenzial, die Erde mit endlosem Strom erneuerbarer Energien zu versorgen. Ein Forscher der China Academy of Space Technology Corporation, Pang Zhihao, sagte, dass ein Weltraum-Solarkraftwerk das Versprechen halte, "eine unerschöpfliche Quelle sauberer Energie für den Menschen" zu liefern. 

Sollte der Plan der Chinesen gelingen, dann würden er dazu beitragen, dass die Hauptstromquellen der Erde auf erneuerbare Energien umgestellt werden könnten. Allerdings gibt es viele Hindernisse - technische und finanzielle. Nichtsdestotrotz wollen die Chinesen bis 2030 eine Solaranlage mit einer Leistung von 1 Megawatt im Weltraum haben. 

Die Ideen ist weder neu noch vollkommen aus der Luft gegriffen. Letztes Jahr gaben Wissenschaftler des California Institute of Technology bekannt, dass sie einen Prototyp entwickelt haben, der in der Lage ist, Sonnenenergie aus dem Weltraum durch den Einsatz von Leichtbaufliesen zu nutzen und zu übertragen. Japan, Indien und europäische Wissenschaftler arbeiten auch an Ideen für solarbasierten Strom aus dem Weltraum.

Quellen:

Bloomberg

Greenmatters

Sydney Morning Herald



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