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AirAsia Kritik für Sextourismus-Werbung

Nachrichtenquelle: Pressetext (News)
27.03.2019, 06:10  |  356   |   |   

Brisbane/Kuala Lumpur (pte003/27.03.2019/06:10) - Die malaysische Billigfluggesellschaft AirAsia http://airasia.com hat in Australien eine Werbekampagne gestoppt, nachdem ihr diese auf sozialen Medien harsche Sexismus-Kritik eingehandelt hat. Denn der Slogan "Get off in Thailand" kann im Englischen allzu leicht als Aufforderung verstanden werden, zur sexuellen Befriedigung nach Thailand zu Reisen. Das Unternehmen sah sich also mit dem Vorwurf konfrontiert, Sextourismus zu propagieren.

Orgasmischer Slogan

In der Stadt Brisbane hat AirAsia den Direktflug von dort nach Bangkok mit einem kreativen Slogan beworben, der im englischen Slang auch als Orgasmus-Aufforderung "Komm in Thailand" verstanden werden kann. Eben das hat auf sozialen Medien für Entrüstung gesorgt, wirkt es doch laut Kritikern wie eine Aufforderung zum Sextourismus. "Bangkok ist ein Zentrum der sexuellen Ausbeutung von Frauen und Kindern geworden. 250.000 westliche männliche Sextouristen besuchen jedes Jahr Thailand", kritisiert Melinda Liszewski von der Graswurzel-Bewegung gegen sexuelle Ausbeutung, Collective Shout http://collectiveshout.org , auf Twitter.

Tatsächlich gilt Thailand als Sextourismus-Hochburg. Das Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids, UNAids http://unaids.org , hat 2014 geschätzt, dass es dort über 123.530 Sexarbeiterinnen gibt. Die Kritik an der zweideutigen Werbung scheint also wenig überraschend und hat auch Wirkung gezeigt. AirAsia hat gegenüber der "BBC" bestätigt, dass die Kampagne beendet ist. "AirAsia nimmt Community-Feedback sehr ernst und die Fluglinie entschuldigt sich aufrichtig für jegliche Unannehmlichkeiten, die sich aus jüngst vorgebrachten Bedenken ergeben haben."

Dicke Luft in Brisbane

Die Werbung mit dem fragwürdigen Slogan war in Brisbane unter anderem auf städtischen Bussen zu sehen. Dementsprechend gibt es Kritik nicht nur an der Fluglinie selbst. "Das Brisbane City Council profitiert von diesen entsetzlichen Gutheißungen des Sextourismus", meint Liszewski gegenüber der örtlichen "Courier Mail". Der Vorwurf zeigt, dass sich Gemeinden und ihnen unterstehende Unternehmen genau überlegen sollten, welche Art von Werbung sie auf ihren Flächen erlauben und damit scheinbar gutheißen.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
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[ Quelle: http://www.pressetext.com/news/20190327003 ]

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