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Studie Forscher sehen Elektroauto als Klimasünder

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
17.04.2019, 13:03  |  1393   |   |   

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Elektroautos entlasten die deutsche Klimabilanz nach einer Studie des Kölner Physikprofessors Christoph Buchal nur auf dem Papier - in Wirklichkeit erhöhten sie den CO2-Ausstoß sogar. Sobald der CO2-Ausstoß bei der Herstellung der Batterien und der deutsche Strommix in der Rechnung berücksichtigt werde, belaste ein E-Auto das Klima um 11 bis 28 Prozent mehr als ein Dieselauto, heißt es in der am Mittwoch vom Ifo-Institut in München veröffentlichten Studie.

Lithium, Kobalt und Mangan für die Batterien würden mit hohem Energieeinsatz gewonnen und verarbeitet. Eine Batterie für einen Tesla Model 3 belaste das Klima mit 11 bis 15 Tonnen CO2. Bei einer Haltbarkeit des Akkus von zehn Jahren und einer Fahrleistung von 15 000 Kilometern im Jahr bedeute allein das schon 73 bis 98 Gramm CO2 je Kilometer, rechneten die die Studienautoren Buchal, Hans-Dieter Karl und Hans-Werner Sinn vor. Dazu kommen noch die CO2-Emissionen des Stroms. In Wirklichkeit stoße der Tesla zwischen 156 und 181 Gramm CO2 pro Kilometer aus und damit deutlich mehr als ein vergleichbarer Diesel-Mercedes.

Dass die europäische Politik Elektroautos als Null-Emission-Autos einstufe, sei eine Täuschung, kritisierten die Forscher. Der ab 2030 vorgeschriebene CO2-Grenzwert von 59 Gramm pro Kilometer entspreche einem Verbrauch von 2,2 Liter Diesel oder 2,6 Liter Benzin je 100 Kilometer und sei "ingenieurtechnisch unrealistisch". Deshalb müssten die Autobauer bald den Großteil ihrer Autos als E-Autos an die Kunden bringen. Für das Klima besser wären mit Methan betriebene Ottomotoren, ihr CO2-Ausstoß sei um ein Drittel niedriger als der eines Diesels./rol/DP/mis

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Kommentare

Habs gefunden:

https://www.google.de/amp/s/amp.wiwo.de/technologie/mobilitaet/elektromobilitaet-haelt-das-stromnetz-dem-e-auto-boom-stand/20231296.html

Es sind 15% Mehrverbrauch.
Easy going

Im Moment reden wir auch darüber, WindStrom über neue Trasen von Norddeutschland nach Süddeutschland zu transportieren.

Wenn dort einfach mehr Elektro Autos unterwegs wären dann gäbe es weniger Überschuss zum Transportieren
Für alle 40 Mio Autos haben wir noch 20 Jahre Zeit.

Bis dahin werden noch viele immer größere
-Windräder
-Photovoltaikanlagen
-Stromspeicher
-Biogasanlagen
-Blockheizkraftwerke
-usw usw

Gebaut.

Ausserdem müssen nich permanent 40 Mio Autos alle auf einmal gleichzeitig rund um die Uhr mit 300kw schnellgeladen werden.

Ich finde die Quelle nicht mehr aber ich hab irgendwo gelesen/gehört dass sich der Stromverbrauch insgesamt nur um 10 % erhöhen würde wenn alle Autos rein elektrisch fahren

Das geht alles wenn wir nur wollen
Was sind denn das für „Forscher“?

Wenn beim E- Auto die Gewinnung der Rohstoffe mit einbezogen werden dann müssen beim Diesel AUCH die Gewinnung der Rohstoffe mit in die Rechnung mit einbezogen werden: also Herstellung der Bohrplattform, Energieverbrauch während der Förderung, Herstellung des Schiffes und aller Lkws und Pipelines, Herstellung der Raffinerie + Energieverbrauch während der Produktion von Diesel und Benzin, der Bau+Betrieb aller Tankstellen usw. wenn man das alles beim Verbrennungsmotor mit einberechnet kommt ein 3L Lupo vermutlich auf einen CO2 Ausstoß von über 200g//km
Und es gibt noch mehr was mich stört:

Mir ist keine Methode bekannt bei der ein Diesel Motorblock nur mithilfe von Strom produziert werden kann.

Akkuzellen lassen sich soweit ich weiß nur mithilfe von Strom herstellen.

Das Lithium im Boden lässt sich nur mithilfe von Strom fördern und in Battery grade Lithiumcarbonat/Lithiumhydroxid verwandeln

Strom kann CO2 neutral hergestellt werden.

Ergo wird die Produktion von Batteriezellen irgendwann CO2 neutral stattfinden. Den Motorblock kriegt man nicht hin ohne irgendwas ( meistens sogar Kohle ) zu verbrennen.

Ich lasse mich aber insgesamt gerne eines Besseren belehren!

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