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Jobcenter Millionen Mahnverfahren gegen Arbeitslose

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
18.06.2019, 05:00  |  2275   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Jobcenter und Arbeitsagenturen haben im vergangenen Jahr in mehr als 6,5 Millionen Fällen wegen Rückzahlungsforderungen Mahnverfahren gegen Arbeitslose eingeleitet. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion hervor, über die die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" in ihren Dienstagausgaben berichten. Demnach gab es im vergangenen Jahr 5,7 Millionen Mahnverfahren, bei denen es um Rückforderungen mit Blick auf Hartz-IV-Leistungen ging.

In 705.566 ging es um die Rückzahlung von zuviel gezahltem Arbeitslosengeld I. Was Hartz IV angeht, beziehen sich die Angaben lediglich auf die von Kommunen und Bundesagentur von Arbeit gemeinsam betriebenen Jobcenter. Rückforderungen können erforderlich werden, wenn Leistungen vorläufig gezahlt werden, sich dann aber im Nachgang herausstellt, dass kein Anspruch auf Leistungen besteht. Das kann etwa der Fall sein, wenn es in einer Bedarfsgemeinschaft doch noch andere Einkommen gibt. Eine andere Möglichkeit ist, dass notwendige Bescheinigungen etwa vom letzten Arbeitgeber fehlen. Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums beliefen sich die Rückforderungen bei Hartz IV im vergangenen Jahr auf 2,59 Milliarden Euro – knapp sieben Prozent mehr als 2017. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung ("Arbeitslosengeld I") waren es rund 485 Millionen Euro. Laut Regierungsantwort haben die 303 von Bundesagentur und Kommunen gemeinsam betriebenen Jobcenter 2018 insgesamt 20,34 Millionen Hartz-IV-Bescheide ausgestellt. Keine Angaben liegen für jene 104 Jobcenter vor, die von den Kommunen allein betrieben werden.


4 Kommentare

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Kommentare

Wenn die Zuviel Geld bekommen haben, dann müssen die auch endlich zurück zahlen.

Vor vielen Jahren stellten wir ein junges Mädchen, was zuvor arbeitslos war in der Firma an, Es wurde auch ganz normal am ende des Monats eine Lohnabrechnung erstellt und das Nettogeld ausgezahlt.
Das Mädchen hatte aber die Aunahme der Tätigkeit nicht gemeldet und so zwei Monate noch zusätzlich gleichzeitig Arbeitslosengeld kassiert. Nun forderte das Arbeitsamt das Geld zurück und man bot gleich an, dass sie es in 12 Jahren über ein Jahr hinweg zahlen könnte.......

Ich meine, das war sehenden Auges versuchten Betrug und auch das sollte eigentlich bestraft werden, also meine, dass das Arbeitsamt noch zu freundlich und zu verständnisvoll reagiert. Wenn unserein Steuern hinterziehen würde, käme keiner an und würde sagen, "zahl das bitte in Raten ab"...
Man beachte: Es gibt nicht nur EINE Regelleistung, sondern auch Zuschüsse für Unterkunft & Heizung, Mehrbedarfe, Kinder, Bedarfsgemeinschaft, Freibeträge bei Berufstätigkeit. Also ein Baukastensystem. Ergo entstehen Mehrfachrückforderungen bei unberechtigtem Erhalt von Leistungen.

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