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WDH/ROUNDUP: Großbritannien prüft Maßnahmen gegen den Iran - Maas warnt
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WDH/ROUNDUP Großbritannien prüft Maßnahmen gegen den Iran - Maas warnt

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
21.07.2019, 16:53  |  1217   |   |   

(der statt die Konflikt im 3. Satz)

LONDON/TEHERAN (dpa-AFX) - Der Iran muss in der Tankerkrise mit britischen Strafmaßnahmen rechnen. Die Regierung prüft nach den Angaben von Verteidigungsstaatssekretär Tobias Ellwood eine "Reihe von Optionen" und will diese am Montag bekanntmachen. Seit die iranischen Revolutionsgarden einen Ölfrachter unter britischer Flagge in ihrer Gewalt haben, schaukelt sich der Konflikt hoch. US-Präsident Donald Trump will sich eng mit Großbritannien abstimmen und schickt zur Abschreckung Soldaten nach Saudi-Arabien. Außenminister Heiko Maas (SPD) befürchtet den Ausbruch eines Krieges in der Region.

Die Krise trifft Großbritannien in innenpolitisch turbulenten Zeiten angesichts des ungelösten Brexits und des Rücktritts der konservativen Regierungschefin Theresa May. Vermutlich der in der eigenen Partei umstrittene frühere britische Außenminister Boris Johnson übernimmt am kommenden Mittwoch Mays Posten.

Der iranische Botschafter in Großbritannien, Hamid Baeidinedschad, schrieb am Sonntag beim Kurznachrichtendienst Twitter, es gebe politische Kreise in London, die Spannungen jenseits des Tankerstreits wollten. Dies sei gefährlich und unklug. "Der Iran bleibt jedoch entschlossen und ist auf alle möglichen Szenarien vorbereitet", so der Diplomat.

Da der Tanker in den Gewässern des Omans gestoppt worden sei, sprach die britische Verteidigungsministerin Penny Mordaunt von einer "feindlichen Handlung". Ihr Kabinettskollege, Außenminister Jeremy Hunt, schrieb auf Twitter davon, dass der Iran einen "gefährlichen Weg des illegalen und destabilisierenden Verhaltens" beschreite. Dem Sender Sky News sagte Hunt: "Wir sind absolut deutlich, dass es sehr ernste Konsequenzen geben wird, wenn diese Situation nicht schnell gelöst wird." Militärische Vergeltung schloss Hunt erst einmal aus.

Für Außenminister Maas ist die Lage am Golf "noch ernster und gefährlicher geworden" als ohnehin schon. Maas sagte der "Bild am Sonntag": "Es geht darum, Krieg zu verhindern." Sollte es zu einer militärischen Eskalation kommen, gäbe es "keine Gewinner, nur Verlierer".

Der Oman drängt Großbritannien und den Iran zu einer diplomatischen Lösung. Man stehe mit mehreren Seiten in Kontakt, um die sichere Fahrt der Schiffe durch die Straße von Hormus zu garantieren, twitterte das omanische Außenministerium am Sonntag. Anders als die restlichen Golfstaaten pflegt der Oman gute Beziehungen zum Iran.

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