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Chance für Vermögensverwalter: Krypto-Assets erreichen das Wealth Management

Nachrichtenquelle: DAS INVESTMENT
08.10.2019, 09:27  |  910   |   |   
Das Interesse ist groß, doch noch schrecken Volatilität und Komplexität von Krypto-Assets viele Anleger ab. Für Wealth Manager die Gelegenheit, die Kundenbeziehung durch entsprechende Management- und Beratungsdienstleistungen auszubauen, erklärt Karl im Brahm, Deutschlandchef von Avaloq.
Um das Potenzial von Krypto-Assets zu beurteilen, ist der Kontext entscheidend. Denn Blockchain-Technologie ermöglicht nicht nur Krypto-Währungen, sondern auch Tokenisierung: das Generieren digitaler Tokens, die verschiedene Arten von Assets repräsentieren. Bisher wurde die Tokenisierung hauptsächlich von Ethereum ermöglicht und für viele Initial Coin Offerings (ICOs) jenseits von Bitcoin genutzt.
Auch wenn der Hype um Bitcoin und ICOs nachgelassen hat, ist die zugrundeliegende Technologie nach wie vor valide. Sie eröffnet das Potenzial, eine ganze Reihe verschiedener Arten digitaler Assets durch Token zu unterstützen. Sogar Regulierungsbehörden wie die Bafin sprechen inzwischen von einem Paradigmenwechsel und betrachten den digitalen Token als Wertpapiergattung sui generis.
Auch die Branche glaubt an die Zukunft der Technologie. Eine Studie von Greenwich Associates aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass 70 Prozent der Befragten entweder der Meinung sind, dass nach einer ersten Marktbereinigung einige Krypto-Assets weiter gedeihen oder dass sogar ein regulatorischer Rahmen entsteht, der die Basis für weiteres Wachstum und Innovation schafft. Aus mehreren Gründen können sich Krypto-Assets auch für seriöse Investoren lohnen: Krypto-Assets fungieren als anti-inflationärer Wertspeicher, eröffnen Wachstumspotenziale und bieten Diversifikationseffekte.
Die Verwendung als Wertspeicher ist ein wesentliches Merkmal von Geld. Allerdings ist gerade in Schwellenländern die Inflation die Geißel ihrer Währung. Entsprechend sucht die Bevölkerung nach Alternativen, um ihre ersparten Werte zu speichern. Während beispielsweise der argentinische Peso 2018 gegenüber dem USD um mehr als 50 Prozent nachgab, verdoppelte sich in dem Zeitraum das Volumen der mit argentinischen Pesos gekauften Bitcoins.
Krypto-Assets werden zudem spekulativ gehandelt. Aufgrund des Preisverfalls nach der Rallye 2017 hielten viele Anleger Krypto-Assets vorschnell für tot. Aber schon die Handelsvolumina bei Krypto-Assets belegen das nach wie vor große Interesse. Tatsächlich werten viele Analysten das Platzen der Krypto-Blase als Zeichen der wachsenden Reife digitaler Assets und nicht als Zeichen ihres bevorstehenden Verschwindens.
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