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    Nicht Gold oder Bitcoin  137497  3 Kommentare Die ultimative Absicherung gegen unerwartete Preissteigerungen

    Wer sich gegen unerwartete Ausschläge bei der Inflation absichern will, sollte auf keinen Fall Gold kaufen, wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht. Worauf Anleger stattdessen setzen sollten.

    Für Sie zusammengefasst
    • Gold und Bitcoin sind keine gute Absicherung gegen unerwartete Inflation.
    • Bessere Absicherung: Long-Position in TIPS und Short-Position in US-Staatsanleihen.
    • Long-TIPS/Short-Treasury-Position hat in Zeiten hoher Inflation Überschuss erzielt.

    Gold ist nicht die beste Absicherung gegen eine unerwartete Inflation. Bitcoin auch nicht. Eine weitaus bessere Absicherung ist hingegen eine Long-Position in TIPS (Inflationsanleihen) kombiniert mit einer Short-Position in US-Staatsanleihen, wie aus einer aktuellen Studie von Vincent Deluard, Leiter Global Macro Strategy bei StoneX, hervorgeht. Dies lässt sich leicht mit ETFs aufbauen.

    Ein aktuelles Beispiel ist die Reaktion der Märkte auf den unerwartet schlechten Inflationsbericht der vergangenen Woche. Von der Bekanntgabe der Zahlen bis zum Ende der Woche verlor Gold 0,4 Prozent an Wert und Bitcoin 3,1 Prozent. Die Long-TIPS/Short-Treasury-Position stieg hingegen um 0,4 Prozent.

    Dies ist nur ein Beispiel, aber es entspricht dem historischen Muster. Die durchschnittlichen monatlichen Renditen von Gold und Bitcoin waren in den letzten Monaten, in denen der Citi US Inflation Surprise Index (ISI) am höchsten war, negativ. Das ist genau das Gegenteil von dem, was man von einer Absicherung gegen unerwartete Inflation erwarten würde. Tatsächlich besteht zwischen der Gold-Entwicklung und dem ISI nur eine statistisch irrelevante Korrelation von 0,03 Prozent.

    Deluard konzentrierte sich bei seinen Untersuchungen auf den ISI, der das Ausmaß misst, in dem Inflationswerte vom Wall-Street-Konsens abweichen, statt die reinen Inflationszahlen. Denn für die Märkte ist die unerwartete Entwicklung am wichtigsten. Schließlich spiegelt der Markt bereits die Konsenserwartung wider – absichern muss man sich also gegen überraschende Abweichungen, da es diese sind, die den Markt bewegen.

    Im Gegensatz dazu hat die Absicherung mit Long-TIPS/Short-Treasuries in den Monaten, in denen der ISI am höchsten war, einen Gewinn erzielt. Sie hat sich also als adäquate Absicherung gegen unerwartete Inflation erwiesen und weist folgerichtig auch eine statistisch signifikante Korrelation zwischen der Long-/Short-Position und dem ISI auf.

    Diese Art der Absicherung gegen unerwartete Inflationsausschläge ist gegenüber den meisten anderen traditionellen Maßnahmen überlegen, wie aus einer Analyse von Mark Hulbert von Hulbert Ratings hervorgeht. Dies gilt nicht nur für Gold und Bitcoin, sondern auch für den Dollar-Index und Öl. Hinzu komme, dass sie eine angemessene langfristige Rendite, sagt Hulbert.

    Eine einfache Möglichkeit, Deluards Long-TIPS/Short-Treasury-Hedge zu implementieren, besteht darin, eine Long-Position im iShares TIPS Bond ETF aufzubauen und einen gleichwertigen Dollarbetrag im iShares 7-10 Year Treasury Bond ETF leer zu verkaufen.

    Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonIngo Kolf

    Nicht Gold oder Bitcoin Die ultimative Absicherung gegen unerwartete Preissteigerungen Wer sich gegen unerwartete Ausschläge bei der Inflation absichern will, sollte auf keinen Fall Gold kaufen, wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht. Worauf Anleger stattdessen setzen sollten.

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    Kommentare

    Avatar
    18.04.24 18:12:20
    US-Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit? Ob der Dollar diese zehn Jahre bei dieser US-Schulden-Explosion überhaupt überlebt? Ich wage es zu bezweifeln und setze auf Bitcoins.
    Avatar
    17.04.24 16:07:22
    Die Zentralbank bekommt den Hals nicht voll deswegen Finger vom Gold
    Avatar
    17.04.24 09:13:45
    Ich kann es nicht glauben, kein Gold zur Absicherung, aber US Staatsanleihen.
    Wie dumm halten uns sie .

    Mfg Lochflieger

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