Im Jahr 2018 waren 4 Millionen Menschen selbstständig tätig

Nachrichtenagentur: news aktuell
23.03.2020, 10:10  |  830   |   |   
Wiesbaden (ots) - Umsatzeinbrüche durch wirtschaftliche Krisensituationen wie
aktuell in der Corona-Pandemie können Selbstständige besonders hart treffen,
denn sie tragen das volle Risiko für ihr unternehmerisches Handeln. Wie das
Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren im Jahr 2018 von den 41,9
Millionen Erwerbstätigen in Deutschland 4,0 Millionen (9,6 %) selbstständig
tätig. 1,8 Millionen von ihnen führten ein Unternehmen mit mindestens einer oder
einem Beschäftigten, 2,2 Millionen waren als sogenannte SoloSelbstständige ohne
Beschäftigte unternehmerisch tätig.

Die meisten Selbstständigen (586 000 Personen) waren 2018 laut den Ergebnissen
des Mikrozensus im Wirtschaftsabschnitt "Erbringung von freiberuflichen,
wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen" tätig. Der zweitgrößte
Wirtschaftsabschnitt der selbstständig Tätigen war mit 501 000 Personen der
Handel einschließlich der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen.
Danach folgte das Baugewerbe mit 467 000 Selbstständigen.

77,7 Milliarden Euro aus freiberuflicher Tätigkeit als Haupterwerbsquelle im
Jahr 2015

Im Jahr 2015 erfasste die Lohn- und Einkommensteuerstatistik gut 2,1 Millionen
Steuerfälle mit Einkünften aus freiberuflicher Tätigkeit. Für 1,3 Millionen
Personen (61 %) war die freiberufliche Tätigkeit die Haupterwerbsquelle, aus der
sie Einkünfte in Höhe von 77,7 Milliarden Euro erzielten.

Bei den Freiberuflerinnen und Freiberuflern werden verschiedenartige
Berufsgruppen zusammengefasst, die von den Auswirkungen des Corona-Virus derzeit
in unterschiedlichem Ausmaß belastet werden. So bangen viele freiberuflich
Tätige im Kulturbetrieb aufgrund abgesagter Veranstaltungen um ihre Existenz.
Gut 115 000 Selbstständige in künstlerischen Berufen erwirtschafteten laut Lohn-
und Einkommensteuerstatistik im Jahr 2015 Einkünfte in Höhe von fast 2,8
Milliarden Euro.

Methodische Hinweise:

Ein direkter Vergleich der Ergebnisse des Mikrozensus mit den Daten aus der
Lohn- und Einkommenssteuerstatistik ist aufgrund unterschiedlicher Abgrenzungen
der Wirtschaftsabschnitte bzw. Berufsgruppen nicht möglich.

Die Berechnungen basieren auf der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2015. Diese
Statistik ist aufgrund der langen Fristen zur Steuerveranlagung erst etwa
dreieinhalb Jahre nach Ende des Veranlagungsjahres verfügbar. Spenden an
politische Parteien oder Stiftungen sind nicht in den Auswertungen enthalten,
ebenso wenig Kleinstspenden, die nicht in der Steuererklärung geltend gemacht
werden.

Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und Funktionen
sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
https://www.destatis.de/pressemitteilungen zu finden.



Weitere Auskünfte:
Pressestelle,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 34 44,
www.destatis.de/kontakt

Pressekontakt:

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt

Pressestelle

Telefon: +49 611-75 34 44
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Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/32102/4554062
OTS: Statistisches Bundesamt


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