Original-Research Media and Games Invest plc (von GBC AG): Kaufen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
07.05.2020, 10:02  |  147   |   |   

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Original-Research: Media and Games Invest plc - von GBC AG

Einstufung von GBC AG zu Media and Games Invest plc

Unternehmen: Media and Games Invest plc
ISIN: MT0000580101

Anlass der Studie: Research Comment
Empfehlung: Kaufen
Kursziel: 2,10 Euro
Kursziel auf Sicht von: 31.12.2020
Letzte Ratingänderung:
Analyst: Dario Maugeri, Cosmin Filker

Deutlich höhere Umsätze für die gamigo AG im Jahr 2019; Hohe Ertragskraft aus der Plattformstrategie und der Erschließung neuer Märkte und Länder; Investitionen in Cloud-Technologie, die in der aktuellen Corona-Krisenphase nutzbar sind; Kursziel und Rating unverändert

Am 28. April hat die gamigo AG den Geschäftsbericht 2019 veröffentlicht, in dem ein starkes Wachstum bei Umsatz und Rentabilität ausgewiesen wurde. Haupttreiber war das Spielsegment (d.h. Konsolen-, Online- und Handyspiele), das um 45,4% von 29,67 Mio. EUR auf 43,13 Mio. EUR angestiegen ist. Das Wachstum wäre sogar noch höher ausgefallen, hätten man verschobene Einnahmen für Spiele in Höhe von 7,07 Mio. EUR berücksichtigt. Das Geschäft mit Plattformdiensten hatte sich mit einem Anstieg um 0,17 Mio. EUR auf 15,79 Mio. EUR stabil entwickelt, was insgesamt zu einem 30%igen Anstieg der Gesamtumsätze auf 58,92 Mio. EUR (45,29 Mio. EUR) geführt hat.

Infolge des Umsatzwachstums und von Synergieeffekten verbesserte sich das EBITDA der gamigo AG überproportional um 47,8 % auf 16,33 Mio. EUR (2018: 11,05 Mio. EUR). Im Einzelnen berichtete das Unternehmen über einen Anstieg der eigenkauften Dienstleistungen auf 26,69 Mio. EUR (2018 17,64 Mio. EUR), hauptsächlich aufgrund von Lizenzgebühren und Technologiekosten. Dieser Wert beinhaltet auch Werbe- und Medienkosten, die zuvor in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten waren. Der Personalaufwand stieg parallel dazu um 6,84 Mio. EUR auf 21,57 Mio. EUR, hauptsächlich aufgrund neuer Mitarbeiter aus der Übernahme des US-Unternehmens Trion. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich auf 10,07 Mio. EUR gegenüber 8,46 Mio. EUR im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der anleihebedingten Finanzaufwendungen in Höhe von 5,11 Mio. EUR sowie eines aus latenten Steuern resultierenden Steuerertrages in Höhe von 0,82 Mio. EUR stieg der Jahresüberschuss um 21,8% von 1,62 Mio. EUR auf 1,97 Mio. EUR an.

Infolge der in 2019 getätigten Unternehmensakquisitionen kletterten die immateriellen Vermögenswerte auf 76,17 Mio. EUR (2018: 67,59 Mio. EUR), was 61,1% der Bilanzsumme ausmacht. Dieser Wert hängt hauptsächlich mit erworbenen Vermögenswerten oder mit intern generierten immateriellen Vermögenswerten für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zusammen.
Aufgrund des schnell wachsenden Spielgeschäfts und der günstigen Zinssätze bietet sich für die gamigo AG die Möglichkeit, anorganisches Wachstum schuldenfinanziert zu realisieren. Ein Beispiel dafür waren die aus der Anleiheemission eingeworbenen Mittel in Höhe von 10,00 Mio. EUR im März 2019 und in Höhe von 8,00 Mio. EUR in Juni 2019. Dabei handelt es sich um eine variabel verzinsliche kündbare Anleihe, ausgestattet mit einem Kupon in Höhe von 7,75 % p.a. über den 3-Monats-EURIBOR. Das ausstehende Gesamtvolumen der Anleihe belief sich per Ende Dezember 2019 auf 48,67 Mio. EUR.

Im Rahmen unserer letzten Research Studie haben wir am 9. März 2020 bereits die vorläufigen Ergebnisse der gamigo AG kommentiert. Da mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichtes keine wesentlichen Veränderungen vorliegen, werden wir unsere in der letzten Studie bestätigen Schätzungen unverändert lassen. Eine Aktualisierung unserer Schätzungen der Media and Games sowie eine Bewertungsaktualisierung werden wir erst auf Basis des Geschäftsberichtes der Media and Games vornehmen. Dieser soll voraussichtlich im Juni 2020 vorliegen.

Die aktuellen Ereignisse im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise und die daraus resultierende Verlangsamung der Wirtschaft stellen beispielsweise eine Herausforderung für die Nachfrage nach Luxusgütern, wie virtuelle Gegenstände, dar. Dies wird hauptsächlich am Trend des Verbrauchervertrauensindexes gemessen. Obwohl sich das Szenario auf das Wachstum im Bereich der digitalen Medien (B2B) auswirken könnte, könnte das Spielgeschäft, das normalerweise ein nicht zyklisches Geschäft ist, durch die höhere Freizeit der Menschen positiv beeinflusst werden. Unter der Annahme verbesserter Beiträge der erworbenen Vermögenswerte, neuer Spieleinführungen sowie der Übernahmen der Vermögenswerte von Verve Wireless Inc. im Januar 2020, behalten wir unser Kursziel in Höhe von 2,10 EUR je Aktie und damit unser KAUFEN-Rating für die Media and Games unverändert bei.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
http://www.more-ir.de/d/20699.pdf

Kontakt für Rückfragen
Jörg Grunwald
Vorstand
GBC AG
Halderstrasse 27
86150 Augsburg
0821 / 241133 0
research@gbc-ag.de
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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR. Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (5a,11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter: http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung.htm +++++++++++++++
Datum (Zeitpunkt) Fertigstellung: 07.05.2020 (08:41 Uhr) Datum (Zeitpunkt) erste Weitergabe: 07.05.2020 (10:00 Uhr)

übermittelt durch die EQS Group AG.

Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

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