FOREX-Report Weniger Tests bedeuten weniger COVID-Fälle …

Gastautor: Folker Hellmeyer
16.07.2020, 10:12  |  480   |   |   

… so folgerte US-Präsident Trump auf seiner Wahlkampftour. Dieser Rohrkrepierer führte zum Fremdschämen selbst in den republikanischen Reihen und einer Änderung der Strategie der US-Regierung: Von gestern an ist die Herrschaft über die gemeldeten COVID-Daten gefragt.

Laut Bloomberg Berichten sind die US-Krankenhäuser vom 15. Juli an verpflichtet, die Patienteninformationen nicht mehr an die bisherige Meldestelle zu senden, das Center for Disease Control and Preventaion (CDC). Wörtlich heißt es in dem Bericht:

As of July 15, 2020, hospitals should no longer report the Covid-19 information in this document to the National Healthcare Safety Network (Netzwerk des CDC) site,”

Gesendet werden müssen die Daten stattdessen an eine neue zentrale Datenbank in Washington. Die US-Regierung begründet dieses Vorgehen mit einer effizienteren Datenverarbeitung, um schneller auf Engpässe in der Versorgung mit Medikamenten reagieren können. Dies könnte man als valides Argument gelten lassen, wenn der CDC, die die US-Expertise für Seuchenbekämpfung darstellt, nicht die Datenverbindung gekappt würde. Glaubwürdig wäre eine zusätzliche Datenbank. Es erhärtet sich der Eindruck, dass die Regierung mit dem Rücken an der Wand steht.

Abgerundet wird dieser Eindruck durch den Wechsel an der Spitze des republikanischen Wahlkampfteams. Der bisherige Kampagnenleiter Brad Pascale wurde durch den früheren Berater Bill Stepien ersetzt.

Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus den USA vermitteln hingegen ein solideres Bild. Der die Geschäftstätigkeit des produzierenden Gewerbes im Bundesstaat New York messende Empire Manufacturing Index fiel mit 17,2 Punkten gut aus. Erwartet wurden 10,0 Punkte. Die Industrieproduktion konnte im Juni um 5,4 % im Monatsvergleich zulegen, erwartet worden waren 4,3 %. Die Kapazitätsauslastung steigt langsam, aber ebenfalls schneller als erwartet von 64,8 % auf 68,6 % an.

Quelle: Bloomberg, SOLVECON INVEST.

Die ersten Erholungsschritte entsprechen damit in etwa denen, die wir auch in Europa gesehen haben, aber die regionalen Shutdowns in Texas und Kalifornien werden sich erst in den im August veröffentlichten Daten niederschlagen. Ein Hinterherhinken in der Aufholbewegung sollte nicht überraschen.

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1,1404 (06:30 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1,1391 im US-Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 106,94. In der Folge notiert EUR-JPY bei 121,96. EUR-CHF oszilliert bei 1,0782.

Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem USD favorisiert. Ein Unterschreiten des Unterstützungsniveaus bei 1.0850 – 70 neutralisiert den positiven Bias des Euros.

Bleiben Sie gesund, viel Erfolg!

Ihr Christian Buntrock

Kurzvita von Christian Buntrock:
Er gründete mit ehemaligen Kollegen der Bremer im Jahr 2017 die Fondsboutique SOLVECON INVEST GmbH in Bremen, bei der er Portfoliomanager, Prokurist und Gesellschafter ist. Er managt in Zusammenarbeit mit Folker Hellmeyer den SOLVECON Global Opportunities Fund. Der studierte Diplomkaufmann und -Volkswirt, arbeitete zuvor als Portfoliomanager in der Bremer Landesbank, im Treasury Management und Research der Sparkasse Südholstein sowie als Wertpapierspezialist für die Commerzbank AG.

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