COVESTRO IM FOKUS Mit Schwung aus der Krise

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
19.10.2020, 08:34  |  664   |   |   

FRANKFURT/LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Der Kunststoffkonzern Covestro arbeitet sich aus der Krise heraus. Nachdem Konkurrenzdruck, globale Handelsstreitigkeiten, Autoflaute und dann auch noch die Corona-Krise dem Unternehmen in den vergangenen zweieinhalb Jahren zu schaffen gemacht hatten, konnte Covestro-Chef Markus Steilemann zuletzt mit positiven Überraschungen aufwarten. Die Geschäfte laufen wieder besser, und eine Übernahme soll für zusätzliches Wachstum sorgen. Was beim Unternehmen los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

DAS IST LOS BEI COVESTRO:

Anfang 2018 neigte sich eine außerordentlich starke Zeit für den Spezialisten für Hartplastik, Schaumstoffe und Lackzusätze langsam dem Ende entgegen. Konkurrenten ließen damals Produktionsprobleme hinter sich und bauten - ebenso wie Covestro - angesichts einer guten Nachfrage die Kapazitäten aus. Gleichzeitig begann die Autoindustrie zu schwächeln, mit der Covestro rund ein Fünftel des Umsatzes erzielt. Hinzu kamen der US-chinesische Handelsstreit und das Brexit-Gerangel. Die Gewinne fielen 2018 ein wenig, 2019 dann deutlich.

Und als wäre all das nicht genug, schlug 2020 dann auch noch die Corona-Krise ins Kontor. Im ersten Quartal blieb unter dem Strich ein nur noch kleiner Gewinn hängen, im zweiten Jahresviertel fiel sogar ein Verlust an. Unter Druck standen dabei alle drei Sparten des Konzerns. Das Geschäft mit Vorprodukten für Hart- und Weichschäume (PUR, Polyurethane), die etwa in Autositzen, Stühlen oder auch als Dämmstoffe eingesetzt werden, bekam dabei eine schwache Nachfrage der Autobranche sowie der Möbel- und Holzverarbeitungsindustrie zu spüren. Das gilt auch für das kleinste Segment CAS rund um Vorprodukte für Lacke, Klebstoffrohstoffe und Spezialanwendungen.

Die Autoflaute setzte auch der Polycarbonat-Sparte zu, die harte Kunststoffe entwickelt. Allerdings sorgten hier etwas bessere Geschäfte mit der Bauindustrie für einen gewissen Ausgleich. Zudem geriet der Absatz in die Elektronik- und Haushaltsgeräteindustrie nicht ganz so sehr unter Druck.

Mittlerweile läuft es wieder besser. Bereits im Sommer sprach Manager Steilemann von schrittweisen Verbesserungen, die Covestro seit Mai gespürt habe. Und der Eindruck trügte nicht. Eine schrittweise Erholung der Weltwirtschaft vom Corona-Schock kam auch bei Covestro an. Anfang Oktober überraschte der Konzern dann mit seinen Eckdaten für das dritte Quartal positiv.

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