Wirtschaft Veranstalter erwägen Impfpass als Zugangsvoraussetzung

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
20.11.2020, 00:26  |  2820   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Veranstalter im Sport- und Unterhaltungsbereich erwägen, Impfpässe mit dem Nachweis einer Corona-Impfung als Zugangsberechtigung für Events einzusetzen. "Aus unserer Sicht ist es denkbar, dass in einer Übergangsphase auch Impfausweise eine Rolle beim Einlass spielen können", sagte Dirk Bamberg, Vizepräsident des Bundesverbands der Diskotheken und Tanzbetriebe, der "Welt" (Freitagausgabe). Konkrete Pläne gebe es zwar noch nicht, "aber wir müssen alle Möglichkeiten prüfen, um aus den andauernden Schließungen der Clubs rauszukommen".

Auch Lutz Leichsenring, Sprecher der Berliner Clubcommission, dem Verband der Club-Betreiber in der Hauptstadt, zeigt sich nicht generell abgeneigt: "Bis die vielen jungen Leute, die das Nachtleben bevölkern, an den Impfstoff kommen, wird viel Zeit vergehen. Ob man dann darüber spricht, dass man geimpften Leuten einfacher Zutritt gewährt, muss man sehen." Er halte eine Impfausweis-Regelung jedoch für "ethisch sehr heikel". Allerdings habe Corona gezeigt, dass man im Zweifel bereit sei, außergewöhnliche Maßnahmen zu ergreifen. "Es wäre früher auch nicht denkbar gewesen, dass wir nachverfolgen, wer bei uns feiert", sagt Leichsenring. Große Aufgeschlossenheit gibt es im Sportbereich. "Das Vorzeigen eines Impfnachweises ist eine große Chance, um in der Übergangsphase, in der noch nicht die breite Bevölkerung geimpft wurde, einen finanziellen Ruin der Veranstaltungsbranchen zu verhindern", sagte Edwin Weindorfer, Chef der Emotion Group, einem der größten Tennisveranstalter Europas, der "Welt". "Grundsätzlich sind wir offen zu prüfen, dass Besucher ihren Impfausweis vor den Turnieren vorzeigen. Sie müssten dann etwa vor dem Eingang keinen Schnelltest mehr machen und kein negatives Corona-Testergebnis vorweisen." Einen ethischen Konflikt sieht Weindorfer dabei "eher nicht". "Wir würden durch diese Möglichkeit niemanden vom Tennisspiel ausschließen." Er wolle das Thema künftig mit den Dachorganisationen des Tennis besprechen.

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2 Kommentare

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Kommentare

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20.11.20 18:59:10
Ja, wie bei der Meinungsfreiheit: theoretisch darf ich gegen Bevölkerungsaustausch, gegen Coronamaßnahmen oder gegen Klimafanatiker schreiben/reden, ..... aber dann bin ich meinen Job los, mein Beitrag/Account wird gelöscht und die Antifa zündet mein Auto an !!!
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20.11.20 14:50:38
"Wir würden durch diese Möglichkeit niemanden vom Tennisspiel ausschließen."
Natürlich schlössen sie alle Nichtgeimpften aus und somit alle, die sich nicht "Wirkstoffverstärkern" in Form von Quecksilber (zumindest Thiomersal), Squalen und Aluminium aussetzen wollen.
So wird das mit der Freiwilligkeit schlimmstenfalls sein: Ohne Impfung darf man halt nichts mehr machen.
Freiwilligkeit ist gegeben, wenn man sich ohne Nachteile zu erleiden für oder gegen etwas entscheiden kann. Die "Alternative", sich freiwillig zu melden oder erschossen zu werden, ist Zynismus.
Die Beschränkung auf eine Übergangsphase wäre in Ordnung - wenn diese nicht stillschweigend für immer beibehalten wird.

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