Baumot Group Schlimmer geht immer. Insolvenzantrag. Und die 15 Mio?

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
15.01.2021, 09:44  |  411   |   |   

nebenwerte news nebenwerte magazin15.01.2021 – Zuletzt musste der Kapitalmarkt am 21.10.2020 verdauen, dass die Baumot Group AG (ISIN: DE000A2G8Y89) ihre Prognose einstampfen musste. Und jetzt wird Baumot zu einem der vielen Leidtragenden der Pandemie: Ein eigentlich innovatives Produkt, für das starke Nachfrage bestehen sollte, aber die Distributionsstellen werden geschlossen wegen Corona.

Und auch wenn der Anbieter im Bereich der Abgasnachbehandlung ABE’s am laufenden Band bekam, gelang es bisher nicht dieses in reale Umsätze “umzuwandeln”. Klar die Corona-Lock-Down-Maßnahmen hatten und werden den Lauf empfindlich bremsen. Und 2020 war so ein   “verlorenes Jahr” für Baumot. Auch wenn die  Eigenkapitalsituation in 2020 Jahr überzeugend gesichert schien.

Insolvenz

Und jetzt gibt Baumot gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften Twintec Technologie GmbH, Baumot Technologie GmbH und Baumot Deutschland GmbH, beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gemäß § 270a Insolvenzordnung wegen eingetretener Zahlungsunfähigkeit ab.

Wobei Auslöser für den Insolvenzantrag sollen die erheblichen Umsatzeinbussen in den Kernmärkten Israel, UK, Italien und auch Deutschland aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sein. Insbesondere seien die damit in Zusammenhang stehenden neuerlichen Lockdown-Regelungen in den genannten Ländern “schuld”. Und die Begründung ist eigentlich schlüssig: “Das Coronavirus traf, als es erstmals im Frühjahr 2020 für flächendeckende Werkstattschliessungen in den Kernmärkten sorgte, auf ein Geschäftsmodell, welches sich nach langen Entwicklungs- und Erprobungsjahren in der Markteinführung befand und als wesentlicher Baustein für die Baumot Zukunft aufgebaut wurde. Trotz intensiver Bemühungen ist es der Gesellschaft bis heute nicht gelungen, die entstandene Liquiditätslücke über eine Kapitalzufuhr durch Investoren oder staatlicher Unterstützungsfonds zu schliessen.”

Ein Versuch – der letzte?

Jetzt will man es versuchen: “Im Rahmen der Insolvenz in Eigenverwaltung bleiben der Vorstand und die Geschäftsführung weiterhin verwaltungs- und verfügungsbefugt, ausdrückliches Ziel ist die Sanierung des Unternehmens über einen Insolvenzplan. Zur Unterstützung werden die Gremien der Baumot Gruppe voraussichtlich in den nächsten Tagen einen Generalbevollmächtigten bestellen. Die Nutzung des Verfahrens der Insolvenz in Eigenverwaltung bietet der Baumot die Möglichkeit, Maßnahmen eines Restrukturierungsprogramms voranzutreiben und die Gruppe wird die Chancen der Sanierung nutzen, um gestärkt aus dieser für uns alle schwierigen Phase herauszugehen.”

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