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2 Beispiele, wie dich Leerverkäufe teuer zu stehen gekommen wären

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
25.02.2021, 10:43  |  397   |   |   

Eine Aktie leerzuverkaufen ist eine der riskantesten Strategien am Markt überhaupt. Das kann zwar durchaus profitabel sein, wenn man mit der Prognose richtig liegt. Aber die Gewinne sind begrenzt, weil man bestenfalls darauf hoffen kann, dass der Aktienkurs auf null geht. Weiter fallen kann er schließlich nicht. Andererseits könnten die Verluste bodenlos sein. Je höher die Aktie steigt – und sie könnte theoretisch ewig steigen –, desto mehr wird es einen kosten, die Aktien zurückzukaufen, die man sich beim Leerverkauf geliehen hat.

Zwei Aktien, auf die Leerverkäufer in der Vergangenheit abgezielt (und sich dabei verschätzt) haben, sind Shopify (WKN: A14TJP) und Trulieve Cannabis (WKN: A2N60S). Und hätte man auf den Rat der Leerverkäufer gehört, hatte man sich grün und schwarz geärgert.

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1. Shopify

Das E-Commerce-Unternehmen Shopify war in den letzten Jahren eine der heißesten Tech-Aktien überhaupt. Die einfach zu bedienende Plattform ermöglicht es jedem, zum Verkäufer zu werden und Produkte online zu verkaufen. Im Jahr 2019 stieg der Umsatz des Unternehmens mit 1,6 Milliarden USD um 47 % gegenüber dem Vorjahr. Und inmitten der Pandemie, bei der die Menschen mehr Zeit online verbringen, hat sich das Geschäft sogar noch besser entwickelt. Im Neunmonatszeitraum, der am 30. September endete, lag der Umsatz von Shopify mit 1,95 Milliarden USD um 81,9 % höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Im Jahr 2017 waren der Leerverkäufer Andrew Left und seine Firma Citron Research nicht so überzeugt von Shopifys Geschäft. Sie bezeichneten es als „get-rich-quick-scheme-scheme“. Sie bezweifelten, wie viele Händler Shopify wirklich hat. Die Aktie fiel an dem Tag, an dem Citron seinen Short-Bericht veröffentlichte, um mehr als 11 % auf unter 104 USD. Nehmen wir an, man hätte am Tag vor dem Citron-Bericht 100 Shopify-Aktien leerverkauft. Das hätte einen rund 11.700 USD gekostet. Der Rückkauf am Tag nach dem Bericht, als die Aktie noch tiefer und unter 100 USD fiel, hätte einen weniger als 10.000 USD gekostet, sodass man einen Gewinn von bis zu 1.700 USD (oder mehr) erzielt hätte. Nehmen wir jedoch an, man hätten die Aktie weiter gehalten – bis zum aktuellen Kurs von 1.450 USD pro Aktie. Das würde einen jetzt 145.000 USD kosten.

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