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Anleihe- und Dividendenrendite auf gleichem Niveau

Gastautor: Sven Weisenhaus
27.02.2021, 10:11  |  943   |   |   

Einige Anleger mögen sich gefragt haben, was den Dow Jones am Mittwoch eigentlich auf ein neues Rekordhoch getrieben hat. Laut einhelliger Marktmeinung war es der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell.

Einige Anleger mögen sich gefragt haben, was den Dow Jones am Mittwoch eigentlich auf ein neues Rekordhoch getrieben hat. Laut einhelliger Marktmeinung war es der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell. Denn er sagte in einer Anhörung vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des US-Repräsentantenhauses, dass die Notenbank mehr als drei Jahre (!) brauchen könnte, bis sie ihr Inflationsziel erreicht.

Beruhigungspille ohne Wirkung

Damit trat er den Spekulationen entgegen, wonach der in immer mehr Bereichen erkennbare Inflationsdruck die Notenbank veranlassen könnte, die expansive Geldpolitik zurückzufahren. Und da Inflation zurzeit das Hauptangstthema unter den Anlegern ist, war das natürlich eine Art Beruhigungspille für den Aktienmarkt.

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Allerdings wirkte diese Pille nicht allzu lange. Denn der Markt hat seine eigenen Gesetze. Und viele institutionelle Anleger gehen davon aus, dass die Inflation die Fed dazu zwingen könnte, doch früher „den Fuß vom Gaspedal“ zu nehmen. Und so warfen Anleger aus Furcht vor einer anziehenden Inflation ertragsschwache Staatsanleihen aus ihren Depots. Denn mit niedrigverzinsten Anleihen im Portfolio erhält man bei einer steigenden Inflation negative Realrenditen und erleidet somit einen Wert- bzw. Kaufkraftverlust im Vermögen.

Anleiherendite rauf, Aktienkurse runter

Durch die Flucht aus Anleihen gaben deren Kurse weiter nach, was die Rendite der am Markt besonders beäugten 10-jährigen US-Treasuries vorgestern auf über 1,6 % und somit ein 13-Monats-Hoch trieb. Das war kein gutes Signal für den Aktienmarkt. Denn steigende Renditen bedeuten auch höhere Finanzierungskosten für Staaten und Unternehmen. Und so verringern sie auf der einen Seite die fiskalische Beweglichkeit des Staates, womit weitere stützende Konjunkturmaßnahmen weniger wahrscheinlich werden. Auf der anderen Seite belasten sie die Gewinne von Unternehmen. Daher verleiten steigende Zinsen insbesondere institutionelle Anleger dazu, ihr Geld aus dem Aktienmarkt zu ziehen, um es in die Anleihemärkte umzuschichten. Als Folge gaben die Aktienmärkte nach und es kam zu der vorgestern bereits beschriebenen Bullenfalle im Dow Jones.

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