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GESAMT-ROUNDUP Bundesweit härtere Corona-Regeln - Mehr Schub für Impfungen

BERLIN (dpa-AFX) - Im Kampf gegen die beispiellose Corona-Welle greifen im Advent in ganz Deutschland strengere Schutzauflagen - und umfassende Beschränkungen für Ungeimpfte. Bund und Länder beschlossen am Donnerstag nach langem Ringen eine Reihe von Maßnahmen mit Folgen für Millionen Bürger, um die Virusausbreitung zu bremsen. Ungeimpften wird im Weihnachtsgeschäft der Zutritt zu den meisten Läden verwehrt. Auch Apotheken und Pflegefachkräfte sollen Impfungen übernehmen können, im Dezember kommen Millionen Dosen zusätzlich. Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester wird bundesweit verboten.

Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte nach der Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten: "Es geht um eine große nationale Anstrengung, und es geht um Solidarität." Er rief erneut alle zu Impfungen auf und betonte das Ziel von bis zu 30 Millionen Impfungen bis Jahresende. Die scheidende Regierungschefin Angela Merkel (CDU) sagte, weitere Maßnahmen seien nötig, um die Welle zu brechen. Die Lage sei ernst, eine mögliche "gewisse Beruhigung" habe noch ein viel zu hohes Niveau. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank laut Robert Koch-Institut den dritten Tag in Folge leicht - auf 439,2 gemeldete Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages 73 209 neue Fälle.

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Hendrik Wüst (CDU) aus Nordrhein-Westfalen, mahnte, seit dem Zweiten Weltkrieg habe es keine vergleichbare Situation im Gesundheitswesen gegeben. Bund und Länder beschlossen neue Auflagen, vereinheitlichten aber auch Regeln, die mancherorts schon gelten. Es handele sich um bundesweite "Mindeststandards", heißt es im Beschluss. Damit verschärften nun auch viele Regionen mit niedrigen Inzidenzen Regeln, "um die Welle abzumildern und ihre Gesundheitssysteme vorausschauend zu entlasten".

Im Einzelnen:

Einkaufen: Die 2G-Regel greift jetzt bundesweit für den Einzelhandel. Zutritt haben nur noch Geimpfte und Genesene, ausgenommen sind Läden des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Drogerien, Apotheken. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) räumte ein, dass dies für die Händler keine einfache Situation sei. In der Hauptstadt, wo dies schon gilt, erlebe er aber auch Reaktionen vieler Kunden, die sich sicherer fühlten. Der Handelsverband beklagte Einschränkungen "aus rein symbolischen Gründen" in der umsatzstärksten Zeit, ähnlich äußerte sich Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger.


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Nachrichtenagentur: dpa-AFX
02.12.2021, 17:24  |  140   |   |   

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