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    Energiewende  381  0 Kommentare Bundeswirtschaftsminister Habeck sieht in Dekarbonisierung Gemeinschaftsaufgabe

    Der internationale Vorreiter UNIVERS bietet der Bundesregierung Unterstützung bei der Energiewende an.

    Auf dem Zukunftstag Mittelstand des BVMW, dem Gipfeltreffen der deutschen Politik und Wirtschaft in Berlin, betonte Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Dr. Robert Habeck die Gemeinschaftsaufgabe der Dekarbonisierung Deutschlands. Auch Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing sah in der CO2-Neutralität einen essenziellen Baustein für den Mobilitätsstandort. Um die im Klimaschutzgesetz verankerten Ziele zu erfüllen, nämlich bis 2030 die Emissionen um 65 Prozent gegenüber 1990 zu senken und bis 2045 Treibhausgasneutralität zu erreichen, müsse jetzt gehandelt werden. Was zu tun ist, erläutert Drazen Nikolic, Mitglied im Bundeswirtschaftssenat des BVMW und Geschäftsführer des weltweit tätigen Marktführers für Dekarbonisierung UNIVERS.

    Die Klimaziele der Bundesrepublik und die Vorgaben zur Klimaneutralität der EU sind ambitioniert. Ein Grund, warum UNIVERS begehrter Gesprächspartner bei Regierungen und Großverbrauchern in der Wirtschaft ist. Sie hatten auf dem Zukunftstag Mittelstand in Berlin Gespräche mit Vizekanzler Habeck, Verkehrsminister Wissing und Finanzminister Lindner. Wie sehen Sie die gemeinsamen Bemühungen zwischen Politik und Wirtschaft?

    Drazen Nikolic: Der Zukunftstag Mittelstand hat eindrucksvoll gezeigt, dass Politik und Wirtschaft eine klare Priorität in Sachen Klimaschutz gesetzt haben. Wichtig sind jetzt Rahmenbedingungen seitens der Politik, die der Wirtschaft Handlungsspielraum und Flexibilität einräumen. Aber die Kernbotschaft war, dass wir von der Industrie und die Politik eine gemeinsame Agenda haben und diese konsequent umsetzen werden.

    Welche Rolle spielt dabei Ihr Unternehmen UNIVERS?

    Nikolic: Wir sind seit 2007 Vorreiter der Dekarbonisierung. Über unsere offene Softwareplattform EnOS (Energy Operating System) sind wir mit weltweit 220 Millionen Geräten verbunden. EnOS verwaltet über 560 Gigawatt an erneuerbarer Energie, das ist ein Sechstel der erneuerbaren Energien weltweit. Wir unterstützen damit über 800 Kunden, darunter Microsoft, Starbucks, IBM und HSBC bei deren Ziel, auf Net-Zero zu kommen. Die Daten werden von unserem Partner Deutsche Telekom in Deutschland verwaltet. Dieser Technologievorsprung ist ein wichtiger Baustein bei dem Ziel, die Klimakrise abzuwenden und schnellstmöglich Klimaneutralität zu erreichen. Das sind übrigens auch unsere Grundwerte, denen sich unsere 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 16 Niederlassungen in Asien, Europa und den USA verpflichtet fühlen.

    Welches Leistungsspektrum können Sie damit abbilden?

    Nikolic: Wir verstehen uns als Net-Zero-Technologiepartner. Unser Lösungsportfolio umfasst Softwarenutzung für Dekarbonisierung und erneuerbare Energien, Ladelösungen für die E-Mobilität, Software Module für intelligentes Lademanagement, Ladelösungen mit „Univers Charge“, den Bau und Betrieb von Windkraftanlagen sowie Batterieproduktion.

    Unser Wettbewerbsvorteil ist die Softwareplattform EnOS, die Daten aus sämtlichen Hard- und Softwaresystemen in eine ganzheitliche Lösung zu integrieren vermag. Dabei verbindet EnOS Künstliche Intelligenz (AI) und das Internet der Dinge (IoT) in einem einzigen intelligenten Betriebssystem.  So nutzt UNIVERS smarte Vernetzung und Steuerung, um die Produktion und den Verbrauch von erneuerbaren Energien mit der Elektromobilität in Einklang zu bringen und Energie maximal effektiv zu nutzen.

    UNIVERS managt u. a. das gesamte Smart-City-Konzept in vielen Metropolen wie Singapur und ist auch in Häfen und Flughäfen engagiert. Wie kann im Transportsektor effektiv der CO2-Verbrauch reduziert werden?

    Nikolic: Der Transportsektor ist für 17 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich und ist die am schnellsten wachsende Emissionsquelle weltweit. Als Knotenpunkte kritischer Infrastrukturen müssen Häfen und Flughäfen ihren Betrieb umweltfreundlicher gestalten. Dies erfordert jedoch erhebliche Kapitalinvestitionen, die Festlegung von Prioritäten und die Abfolge dieser Investitionen sowie koordinierte Anstrengungen mit Partnern. Experten schätzen, dass der globale Markt für umweltfreundliche Logistik bis 2030 mehr als 1,5 Billionen Dollar wert sein wird, was eine echte Chance und Herausforderung zugleich darstellt. Häfen und Flughäfen können als grüne Energie- und Logistikzentren eine Vorreiterrolle spielen. Wir zeigen schon in der Praxis, wie Energie-Monitoring und die Orchestrierung verschiedener Energieträger signifikant die CO2-Belastung zu reduzieren in der Lage ist, wodurch Energiekosten eingespart werden können.

    Die Bundesregierung hat im Klimaschutzgesetz ambitionierte Reduktionsziele für den Verkehrs- und Energiesektor gesteckt und setzt dabei auf private Unternehmen und Partner. Sie sitzen oft als Technologieführer mit am Verhandlungstisch. In welchen Branchen sehen Sie den größten Handlungsbedarf?

    Nikolic: Die Elektrifizierung in der Automobilindustrie erfordert einen massiven Ausbau von Ladeinfrastruktur. Flotten und Dienstwagen sind da ein wichtiger Faktor. E-Mobilität ist aber nur wirklich nachhaltig, wenn mit 100 Prozent grünem Ökostrom geladen wird. Insofern sind die Verkehrs- und Energiewende untrennbar miteinander verbunden. In Deutschland ist unser Produkt „Univers Charge“ und die damit verbundene intelligente Ladelösung ein Schwerpunkt unserer Aktivitäten. Eine gewaltige Nachfrage sehen wir bei der Ladeinfrastruktur an Verkehrsknotenpunkten, an Flughäfen oder Häfen und sind dort als integrierter Lösungsanbieter in vielen Gesprächen.

    Ein weiterer energieintensiver Bereich ist die Immobilienwirtschaft. Wo können Sie da ansetzen?

    Nikolic: Die Immobilienwirtschaft in allen Assetklassen wie Wohnen und Gewerbe steht unter einem enormen Handlungsdruck. Denn rund 30 Prozent der CO2-Emissionen entstehen beim Bau und der Nutzung von Gebäuden. Hier ist eine grundlegende Transformation im Gange, sowohl bei privaten Bestandshaltern und Neubauentwicklern als auch bei Städten und Gemeinden. Grüne Technologien und Innovationen werden zum Game-Changer. Umso mehr freut es mich, dass uns die politisch Verantwortlichen wie Bundesbauministerin Klara Geywitz oder die Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey als Impulsgeber und Umsetzer schätzen. Auch hier kommen unsere Kernkompetenzen Optimierung von bestehenden Energiesystemen, Einsatz und Steuerung erneuerbarer Energien, Energiespeicherung, Kohlenstoffmanagement und Elektromobilität zum Tragen. Unsere skalierbaren Management-Prognose- und Speicherlösungen sind universell einsetzbar, und unsere weltweite Erfahrung schafft das Vertrauen in die Implementierung dieser zukunftsweisenden Modernisierung der Industrie.

     

    Das Interview führte Eberhard Vogt.

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    Eberhard Vogt
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    Eberhard Vogt ist Chefredakteur eines Businessmagazins für die Hauptstadtregion. Dem abgeschlossenen Studium der Klassischen und mittellateinischen Philologie schloss sich eine journalistische Tätigkeit an, u.a. als Korrespondent von WELT, Handelsblatt und FOCUS. Mehr als 20 Jahre war er Pressesprecher eines Wirtschaftsdachverbandes auf nationaler und europäischer Ebene. Seit vielen Jahren engagiert sich der Autor ehrenamtlich im Vorstand der Vereinigung Berliner Pressesprecher.
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    Verfasst von Eberhard Vogt
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