Gold Neues Rekordhoch bei 1.149,60 Dollar markiert

Autor: Jörg Bernhard
18.11.2009, 15:00  |  2972   |   |   
Mittlerweile schickt sich das gelbe Edelmetall an, auch in Euro ein neues Rekordhoch zu erzielen. Beim Londoner Vormittagsfixing lag die Feinunze mit 767,068 Euro nur noch knapp unter ihrem bisherigen Rekord vom 20. Februar bei 782,437 Euro. Auf Dollarbasis wurde im Zuge der rückkehrenden Dollarschwäche beim am aktivsten gehandelten Gold-Future am heutigen Mittwoch ein neues Rekordhoch bei 1.149,60 Dollar markiert.
Derzeit strotzt das gelbe Edelmetall vor relativer Stärke. Trotz der überkauften Situation gehört viel Mut dazu, im aktuellen Umfeld auf einen schwachen Goldpreis zu setzen. Institutionelle Investoren, Notenbanken und auch die privaten Anleger sehen derzeit vor allem den Glanz und die attraktiven Perspektiven, die das Edelmetall verbreitet. Dieser extrem starke Optimismus kommt am stärksten durch die überdurchschnittlich hohe Netto-Long-Position der Großspekulanten zum Ausdruck. Obwohl die vier letzten COT-Reports (Commitments of Traders) einen Rückgang von 253.955 (13.10.09) auf 238.060 (09.11.09) Kontrakte ausgewiesen hatten, ging es mit dem Goldpreis weiter bergauf.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold mit Fälligkeit im Dezember weiterhin stark. Bis gegen 14.50 Uhr (MESZ) verteuerte sich der Kontrakt um 6,50 auf 1.145,90 Dollar pro Feinunze.

WTI: Hochspannung vor Lagerdaten

Um 14.30 Uhr (MEZ) wurden in den USA die aktuellen Oktoberzahlen zum Konsumentenpreisindex und zu den Wohnbaubeginnen veröffentlicht. Laut einer von der Nachrichtenagentur Bloomberg veröffentlichten Umfrage erwarteten die befragten Analysten einen leichten Anstieg der Preise um 0,2 Prozent sowie 600.000 Baubeginne. Tatsächlich gab es bezüglich der Inflation ein Plus von 0,3 Prozent und beim Bau neuer Häuser einen Rückgang von 590.000 (September) auf 529.000 zu vermelden. Im Vorfeld der Veröffentlichung überwand der nächstfällige WTI-Future die Marke von 80 Dollar. Nach den schlechter als erwartet ausgefallenen Daten vom Immobilienmarkt, ging es mit dem Kontrakt etwas bergab. Nun warten die Marktteilnehmer gespannt auf den wöchentlichen EIA-Ölmarktbericht. Sollte der Lagerrückgang ähnlich deutlich wie beim American Petroleum Institute ausfallen, könnte die Marke von 80 Dollar nachhaltig überwunden werden. Rückenwind erhielt der Ölpreis zuletzt auch vom schwächeren Dollar. So bewegt sich der Euro aktuell wieder in Richtung 1,50 Dollar, nachdem er gestern zeitweise sogar unter die Marke von 1,4820 Dollar gefallen war.
Am Mittwochnachmittag zeigte sich der nächstfällige Future auf WTI etwas schwächer. Bis gegen 14.50 Uhr (MEZ) verteuerte sich der Kontrakt um 0,47 auf 79,61 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,55 auf 79,52 Dollar anzog.

Die Rohstoffe im Überblick:
Brent Crude Oil
Gold
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