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Keine Grunderwerbsteuer beim Eurotower Umgehung der Grunderwerbsteuer - Fiskus geht zunehmend leer aus

06.08.2015, 13:43  |  3466   |   |   

Bis zum Herbst vergangenen Jahres war die Europäische Zentralbank (EZB) prominenter Mieter des Eurotower in Frankfurt am Main. Im April dieses Jahres wurde das Prestigeobjekt für 480 Millionen Euro vom IVG Institutional Funds erworben. Üblicherweise kann sich bei einem Verkauf dieser Größenordnung das jeweilige Bundesland über eine satte Summe aus der Grunderwerbsteuer freuen. Doch das Land Hessen sah nicht einen müden Cent, berichtet die Wochenzeitung „Die Zeit“. Sie fragen sich warum? Das Zauberwort heißt „Share Deals“. Durch diese Deals zur Umgehung der Grunderwerbsteuer entgehen dem Fiskus jährlich rund eine halbe Milliarde Euro an Einnahmen.

Das kleine Prozent für das große Geschäft

Wie ist das beim Eurotower abgelaufen? Die Immobilie wurde nicht direkt verkauft, sondern über eine GmbH & Co. KG, der die Immobilie gehört. Der IVG Institutional Fund wiederum hat 94,9 Prozent der Anteile an dieser Firma erworben. Tja, nach geltendem Recht wird nur dann die Grunderwerbsteuer fällig, wenn mehr als 95 Prozent der Anteile übertragen werden, führt die „Zeit“ weiter aus.

Share Deals steigen bei Gewerbeimmobilien und Wohnportfolios
 
In den vergangenen Jahren nahmen „Share Deals“ zur Umgehung der Grunderwerbsteuern stark zu. Das gilt zugleich für Gewerbeimmobilien als auch für Wohnportfolios. Nach Zahlen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung wechselten im Jahr 2010 gut 11.200 Wohnungen per Share Deal den Besitzer, 2012 waren es bereits 122.400 und 2014 schon 205.800.



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