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Euro fondsxpress Konsumboom in China hält an

Gastautor: Jörn Kränicke
29.01.2016, 14:29  |  1479   |   |   

Derzeit wird kaum etwas so heiß diskutiert wie die Lage in China. Denn auch in dieser Woche stürzten die Kurse abermals in den Keller. Damit hat die Börse in Shanghai im laufenden Jahr schon über 25 Prozent nachgegeben. Signalisieren die gedrückten Kurse, dass die Lage in China düster ist und dem Reich der Mitte eine harte Landung der Wirtschaft droht? Die richtige Antwort kennt wohl niemand. Aber die Entwicklung an der Börse in Shanghai hat überhaupt keine Korrelation zur Wirtschaftsentwicklung. Die Kurse in Shanghai und Shenzhen werden einzig und allein von chinesischen Privatanlegern getrieben. Sie sind millionenfach eingestiegen seitdem die Regierung vor rund 18 Monaten den Zugang dereguliert hat. Und sie sind Spieler. Kaum einer von ihnen kennt sich wirklich mit der Börse aus.

Für sie ist die Börse einfach ein Casinoersatz und sie spekulieren auch gerne auf Kredit. Dieser Fakt macht die Märkte einfach anfälliger für große Kursschwankungen. Gleichwohl sollte man sich davon nicht verrückt machen lassen und denken, in China geht bald das Licht aus. Derzeit ist zwar nicht alles rosig in China, aber dies ist der Neuausrichtung der Wirtschaft geschuldet. Das vergangene Jahr war das erste Jahr, in dem Konsum und Servicedienstleistungen mehr als 50 Prozent des BIP ausmachten. Zudem waren diese beiden Sektoren im vierten Jahr in Folge größer als der Industrie- und Bausektor. Und der Konsum wird weiter wachsen, denn die Chinesen haben dafür genügend Geld zur Verfügung. Im vergangenen Jahr wuchs das Einkommen des Durchschnitts-Chinesen – nach Abzug der Inflation – um 7,4 Prozent.

Ein sonniges Wochenende wünscht Ihnen Jörn Kränicke, Chefredakteur



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