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Sparda-Studie "Wohnen in Deutschland 2017" Deutsche geben für ein Eigenheim im Durchschnitt 242.000 Euro aus

Nachrichtenagentur: news aktuell
20.03.2017, 10:11  |  657   |   |   
Frankfurt am Main (ots) -

Zwei Drittel der Deutschen finden, dass sich Wohneigentum
grundsätzlich lohnt. Es leben jedoch nur 46 Prozent nach eigenen
Angaben im Eigenheim - und das, obwohl sieben von zehn Regionen in
Deutschland bezahlbar und wertstabil sind. Zu diesem Ergebnis kommt
die Sparda-Studie "Wohnen in Deutschland 2017", die vom
Beratungsunternehmen Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult
(IW Consult) und dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD)
erstellt wurde.

"Die Studie zeigt, dass in großen Teilen Deutschlands Wohneigentum
erschwinglich ist. Umso wichtiger ist es, dass die Politik auch
weiterhin den richtigen Rahmen für bezahlbaren Wohnraum setzt. Wir
sehen momentan aber unterschiedliche Ansätze und vermissen
Konsistenz", sagt Uwe Sterz, Vorstandsmitglied des Verbandes der
Sparda-Banken. "Auf der einen Seite möchte sich der Bund stärker an
der Länderaufgabe Wohnungsbau beteiligen, um mehr bezahlbaren
Wohnraum zu schaffen. Auf der anderen Seite schlägt die
Bundesregierung neue makroprudenzielle Maßnahmen vor, die die
Baufinanzierung beträchtlich erschweren könnten."

Große Bandbreite bei aktuellen Immobilienpreisen

Käufer investieren in Deutschland im Durchschnitt 242.000 Euro in
eine Immobilie. Das sind etwa sechs Jahresnettoeinkommen eines
deutschen Durchschnitthaushalts. Erschwingliche Immobilien sind im
Mittel 126 Quadratmeter groß, in Metropolen allerdings nicht mehr als
100 Quadratmeter. Eine Immobilie wird in der Studie als erschwinglich
definiert, wenn ihr Preis dem durchschnittlichen Investitionsvolumen,
also 242.000 Euro, entspricht. Der Quadratmeter Eigenheim kostet in
Deutschland im Mittel knapp 2.000 Euro.

Regional gibt es beträchtliche Unterschiede, wie viel Platz eine
erschwingliche Immobilie bietet: In den Metropolen wie München sind
die Wohnungen für das Investitionsvolumen in Höhe von 242.000 Euro
mit 44 m² am kleinsten. Erschwingliche Immobilien sind in Berlin (98
m2) und Köln (88 m2) sogar doppelt so groß wie in der bayrischen
Landeshauptstadt. Unter den mittelgroßen Städten Deutschlands ist für
242.000 Euro die größte Wohnfläche im Osten Deutschlands in Chemnitz
(261 m2) erhältlich. Im Westen Deutschlands gibt es die größten
erschwinglichen Wohnungen in Gelsenkirchen (190 m2). In den
günstigsten Landkreisen sind die Einfamilienhäuser im Durchschnitt
überall größer als 200m2.

Zukünftige positive Entwicklung in den Metropolen und
Süddeutschland

Auf Basis von vier Subindices (regionaler Attraktivität,
Baubedarfsprognose, regionale Leistungsfähigkeit und
Zukunftsfähigkeit) wurde eine Entwicklungsprognose für den
Immobilienmarkt im Jahr 2020 erstellt. Demnach werden sich die
Regionen in Süddeutschland, die Ballungsräume Berlin und Hamburg
sowie das Rheinland positiv entwickeln. In diesen Regionen werden
Immobilien auch in den nächsten Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit
weiter an Wert zulegen.

Nicht weiter als 30 km zum Arbeitsplatz pendeln

Etwa jeder achte Deutsche lebt in einer der sieben Metropolen
Deutschlands. Viele, die keine passende erschwingliche Immobilie in
der Großstadt finden, suchen im Umland. Die repräsentative Umfrage
der Sparda-Studie ergab, dass die meisten Deutschen nicht weiter als
30 km vom Eigenheim zum Arbeitsplatz pendeln wollen. Ein Blick in die
Metropolen zeigt: Es gibt auch dort erschwingliche Immobilien. So
müssen Pendler in Berlin für erschwingliches Wohneigentum 15 km weit
pendeln. In der Bundeshauptstadt liegt der Quadratmeterpreis im
Mittel bei 2.430 Euro. Hamburger müssen mit 18 km noch etwas weiter
für erschwingliche Immobilien pendeln, obwohl die Stadtfläche fast 20
Prozent kleiner ist als die von Berlin. Dort kostet der Quadratmeter
durchschnittlich 3.474 Euro. Frankfurter haben im Metropolenvergleich
die kürzesten Wege: Zwischen erschwinglichem Wohneigentum und City
liegen etwa 12 km. Allerdings sind in allen Stadtteilen im Gegensatz
zu Berlin und Hamburg die Immobilien für einen Kaufpreis von 242.000
Euro kleiner als 100m2. Der Quadratmeter Wohnfläche kostet im
Vergleich der drei Städte in der Finanzmetropole durchschnittlich mit
3.365 Euro am meisten. Die Studie zeigt auch, in welchen Stadtteilen
der Metropolen die günstigsten Wohnflächen zu finden sind.

Außerhalb der Metropolen gibt es vielerorts erschwingliches
Wohneigentum: Sieben von zehn Regionen in Deutschland sind bezahlbar
und wertstabil. Das heißt, dass die Quadratmeterpreise seit 2005
nicht gefallen sind und ein durchschnittliches Eigenheim mit einer
Zahlung von höchstens 30 Prozent des Jahreshaushaltseinkommens nach
20 Jahren abbezahlt werden kann.

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