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Märkte „Die Bluthunde haben die Jagd auf Trump eröffnet“

Gastautor: Thomas Hellener
23.05.2017, 07:01  |  5775   |   |   

Die chaotischen Zustände im Weißen Haus lasten derzeit auf den Märkten. Viele Marktteilnehmer begegnen den Vorgängen um US-Präsident Donald Trump mit sehr gemischten Gefühlen. Die Märkte fürchten Trumps Scheitern. Und das schlägt sich auf die Nervosität der Anleger nieder.  Dr.  Hendrik Leber, Manager unseres global anlegenden Nachhaltigkeitsaktienfonds PRIMA – Gobal Challenges, geht sogar noch einen Schritt weiter. Während dem jüngsten Fondsmanagerdialog  https://youtu.be/ScDeRu3kvFA machte er deutlich, dass er es für möglich hält, dass Trump schon bald mit einem Amtsenthebungsverfahren („Impeachment“) rechnen muss, was weitreichende Folgen für die Märkte hätte.

Leber geht davon aus, dass Trump in seine Endrunde einbiegt, da er sich immerfort selbst demontiert: Er fällt seinen eigenen Leuten in den Rücken, was im krassen Gegensatz zu der Tatsache steht, dass er von seinen Mitarbeitern absolute Loyalität ihm selbst gegenüber einfordert – und nicht gegenüber dem Staat, dem sie ja alle dienen sollen. „Und wenn Trump mal wieder per Twitter etwas behauptet oder das vorher Behauptete einfach wieder umkehrt, dann kommen selbst seine engsten Mitarbeiter in Loyalitätskonflikte“, betont Leber, der Trump schon seit jeher kritisch gegenüber steht.

Keiner will mit einem potentiellen Loser in einen Topf geworfen werden

Das hat zur Folge, dass viele Menschen, die in seinem Umfeld agieren, inzwischen das Weite suchen, weil man sich mit einem „künftigen Loser“ nicht in einen Topf werfen lassen will. Das führt dazu, dass sich seine eigene republikanische Partei mittlerweile unverhohlen gegen ihn stellt.  

Die Entlassung von FBI-Direktor Comey könnte dabei der Auslöser für ein Impeachment sein – wegen Behinderung der Justiz. Dabei darf nicht vergessen: Behinderung der Justiz ist eine der härtesten Vergehen, die ein US-Präsident überhaupt begehen kann. Hinzu kommt der mögliche Verrat von Geheimdienstinformationen an die Russen bezüglich der Terrorabwehr gegen den sogenannten ‚Islamischen Staat‘. Deshalb warten, wie es Leber ausdrückt, „die Bluthunde nur darauf, die Jagd auf Trump jetzt richtig zu eröffnen.“

Und schließlich Trumps Ankündigungen. Eine alte Politikerweisheit besagt, dass Ankündigungen ohne Umsetzung lähmen! Trump hatte im Wahlkampf versprochen, die Steuern zu senken und mehr Geld für Infrastrukturprojekte auszugeben. Dann die Gesundheitsreform, die geplante Mauer zu Mexiko, die angekündigten Strafzölle – nichts ist bisher beschlossen, geschweige denn umgesetzt. Das hat zur Folge, dass die Unternehmen abwarten, was denn vielleicht passiert oder eben auch nicht. Und Abwarten ist immer schädlich.

Die Haie riechen das Blut im Wasser und sammeln sich bereits

Nicht zu vergessen: Im kommenden Jahr sind Kongresswahlen. Das hat wiederum zur Folge, dass mehr und mehr Abgeordnete von Trump abrücken. Man will mit dessen Negativ-Image nichts zu tun haben, wenn es um die eigene Wiederwahl geht. Da sitzt auch das republikanische Hemd näher als die Hose. Möglicherweise wird Trump dann zu einer lahmen Ente. Das Parlament regiert um ihn herum, statt dass Entscheidungen im Weißen Haus getroffen werden. Für Hendrik Leber bleiben damit zwei Alternativen: ein mögliches Amtsenthebungsverfahren, oder Trump wirft einfach selbst hin. Frei nach dem Motto: Ich bin ein Macher und ihr hindert mich am Machen. Für Leber ist klar: „Die Haie riechen das Blut im Wasser und sammeln sich bereits.“

Europäische Aktien stark übergewichtet

Deshalb ist Leber auch froh, dass der PRIMA – Global Challenges mit gerade mal 30 Prozent in den USA investiert ist. „ Man kann in einem globalen Portfolio nicht ganz auf US-Titel verzichten, aber ich sehe Europa auf einem viel besseren Weg“, und betont, dass der Fonds zu gut zwei Drittel in europäischen Werten investiert ist. Dazu gehören Linde, SAP, Aurubis, die Hannover Rück, Vossloh und Nordex aus Deutschland, sowie Vestas, die BT Group, Lenzing und Enagas, um nur einige europäische Unternehmen zu nennen. „Die sind allesamt in zukunftsorientierten Branchen unterwegs“, sieht Leber denn auch gute Chancen für diese Aktien. Und das sollte auch dem Fonds weiterhin zu Gute kommen mit dessen Performance Leber in den letzten 12 Monaten sehr zufrieden ist.

 

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