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Wahrscheinlichkeit steigt stetig Jim Rogers: Marktcrash mit historischen Dimensionen - eindeutige Signale vorhanden

15.06.2017, 12:13  |  17930   |  13   |   

Der Legendäre Investor Jim Rogers sprach am 9. Juni 2017 mit Henry Blodget, CEO von Business Insider. Rogers rechnet in den nächsten Monaten mit einem Marktcrash, der historische Dimensionen haben wird.

Ein Marktcrash beginnt stets dort, wo ihn die Experten nicht erwartet hätten, gibt Rogers zu bedenken und verweist auf 2007, als es in Island begann, dann in Ireland weiterging und am Ende Lehman Brothers traf. Laut dem Starinvestor seien es Spiralen wie diese, auf die wir nicht schauen und vorbereitet sind ("BusinessInsider"). 

Rogers deutete an, dass es diesmal vielleicht einer der US-amerikanischen Rentenfonds sein könnte, der den Crash auslöst. Auch könnte der Marktcrash von einem Land ausgelöst werden, dass bislang nicht im Fokus der Experten liegt.

Ein besonderes Risiko sieht Rogers in den zyklisch auftauchenden finanziellen Problemen Amerikas. Bislang steckte das Land wohl alle sieben Jahre in einer Notlage und mittlerweile ist der letzte große Schock acht Jahre her. Somit steigt stetig die Wahrscheinlichkeit für einen nächsten Crash, so Rogers. Während bei der letzten Krise die Federal Reserve mit ihrem Ankaufprogramm die Lage stabilisierte, geht Rogers diesmal von einem Versagen der Fed aus. Der Experte meint zwar, dass die Fed eingreifen wird, aber die Maßnahmen wirkungslos verpuffen. 

Rogers Bewertung zum US-Aktienmarkt

Rogers sieht einige US-Papiere auf dem Weg in eine Blase und er ist sich sicher, dass eine Blase kommen wird. Sie wird dafür sorgen, dass die Märkte in einem ungewöhnlich großen Ausmaß kollabieren. Auf die Frage nach dem Zeitfenster gab Rogers an, dass es bereits Ende dieses Jahr oder nächsten Jahr soweit sein wird. 

Rogers düstere Aussichten

Auf die Frage nach dem Zustand der westlichen Welt und dem politischen System nach dem nächsten Crash gab Rogers an, dass die Regierungen versagen und ganze Ländern scheitern werden. Es werden etablierte Unternehmen von der Bildfläche verschwinden - wie seinerzeit Lehman Brothers. Darüber hinaus rechnet Rogers diesmal mit einem grundlegenden Wandel, denn Museen, Krankenhäuser, Universitäten oder Bankhäuser werden vom Marktcrash betroffen sein.  

Jim Rogers ist ein bekannter Hedgefondsmanager, der zusammen mit George Soros den erfolgreichen Quantum Fonds gegründete. Bereits seit 2012 prophezeit Rogers einen großen Crash, der jedoch bislang ausblieb.  



13 Kommentare

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Kommentare

Schon klar, nichts wünschen sich Hedge fond Manager lieber als Krisen, um sie mit Leerverkäufen zu verschlimmern.
Das ist ein ganz furchtbares Volk, diese Leerverkäufer. Man darf sie getrost als Börsenhyänen bezeichnen.
Zitat von JuliaPapa

"Ich empfehle dazu diese Seite: http://awealthofcommonsense.com/2017/06/bulls-bears-charlatans/"

Danke für diesen Linkhinweis.

Zur Verdeutlichung des Gefahrenpotentials stelle ich folgenden Linkhinweis rein:

https://amerika21.de/analyse/176304/freihandel-finanzordnung-krise

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