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Martin Schulz: Wirtschaft sieht Chancenkonto von Martin Schulz kritisch
Foto: Martin Schulz, über dts Nachrichtenagentur

Martin Schulz Wirtschaft sieht "Chancenkonto" von Martin Schulz kritisch

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
17.07.2017, 20:35  |  509   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Idee eines "Chancenkontos", das SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz allen Werktätigen zur Weiterbildung in Aussicht gestellt hat, stößt bei Funktionären der Wirtschaft auf Widerstand. "Das Chancenkonto von Martin Schulz wird schnell sehr teuer und man landet bei einem dreistelligen Milliardenbetrag", warnte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Achim Dercks. Das sei aber nicht das einzige Problem: "Die Unternehmen fürchten, dass sie dieses Geld zwar aufbringen müssen, aber keinen Einfluss darauf haben, wohin es fließt", sagte Dercks dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe).

Schulz hatte sich für ein "Chancenkonto" für Erwerbstätige ausgesprochen. Jeder solle ein persönliches, staatlich finanziertes "Chancenkonto" von bis zu 20.000 Euro bekommen, das zum Beispiel für die Finanzierung von Weiterbildung genutzt werden kann. Lebenslanges Lernen sei wichtig, "entscheidend dabei ist aber der konkrete Praxisbezug", so Dercks. "Wenn nicht die Unternehmen über berufliche Aus- und Fortbildung entscheiden, besteht die Gefahr, dass wir mit hohem finanziellen und organisatorischem Aufwand Menschen am Bedarf der Betriebe vorbei qualifizieren", sorgt sich der DIHK-Vize. Bereits jetzt investiere die deutsche Wirtschaft jährlich rund 55 Milliarden Euro in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Das bisherige System rechne sich nicht nur für die Unternehmen, sondern auch für die Mitarbeiter: "Wer im Betrieb etwa zum Meister oder Fachwirt aufgestiegen ist, verfügt über hervorragende berufliche Perspektiven", so Dercks, "die Arbeitslosenquote dieser Aufsteiger liegt bei unter zwei Prozent und ist damit geringer als bei Akademikern."


1 Kommentare

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Kommentare

Naja,dann eben einfach ohne den ganzen bürokratischen quallifizierungs-Kram,die Teilnahme,an diesem Euro-Experiment,schreit förmlich nach einer Entschädigung,für alle Deutschen!
Das triebe die Inflationsrate endgültig wie gewünscht nach oben und es wäre auch eine kleine Entschädigung,für die vermurkste Renten-Reform,seines Partei-kollegen Schröder,die nun zur allgemeinen Alters-Verelendung in Deutschland führen wird!
Kurz überschlagen,ist es zwar nur eine klitze-kleine Schadens-Begrenzung,wenn man die schweren Verwüstungen bedenkt,aber endlich macht sich mal einer Gedanken und der Euro,ist zZ fast so billig,da ist es ja nicht so,als würde man es in harter Währung bezahlen,warum also nicht?
...macht sich fast besser,als die absurden Wahl-Versprechungen der CDU,20ooo Euro,für alle,aber nicht wieder etwa bei den Kindern knausern,die wird Merkels Politik am aller härtesten treffen!
...wenigstens was!^^

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