Totalverlust? Im Interview: BaFin zu Bitcoin und Kryptowährungen

29.09.2017, 09:11  |  49184   |   |   

Im Zuge des „Bitcoin-Booms“ ist es in letzter Zeit zu einer wahren Informationsflut rund um das Thema virtuelle Währungen gekommen. Es wird für Anleger immer schwieriger, seriöse und objektive Informationen von Falschmeldungen zu unterscheiden. Deshalb hat wallstreet:online mit dem Pressesprecher der BaFin, Herrn Mario Kyriasoglou,  ein Interview geführt.

Im Frühjahr diesen Jahres hat die BaFin das Fachreferat für finanztechnische Innovationen (Referat SR 3) gegründet. Wurde das neue Referat vor dem Hintergrund des „Bitcoin-Booms“ gegründet und was sind die Aufgaben?

BaFin: Die Entwicklungen von Bitcoin und anderen virtuellen Währungen waren eines in einer Vielzahl von innovativen finanztechnologischen Konzepten, das die Einrichtung eines solchen dedizierten Referats aus Sicht der Aufsicht notwendig machte. Das Referat SR 3 ist Dreh- und Angelpunkt für finanztechnologische Innovationsthemen in der BaFin. SR 3 befasst sich mit technologiegetriebenen Entwicklungen und beurteilt deren strategische Relevanz für den Finanzmarkt. Darauf aufbauend erarbeitet die BaFin eine strategische Positionierung zu den jeweiligen Themen und entwickelt konkrete Handlungsoptionen. Dies trägt dazu bei, Missständen und Gefahren im Finanzmarkt vorzubeugen.

Sind virtuelle Währungen behördlich reguliert?

BaFin: Nutzer, die ein Guthaben in virtueller Währung auf einer Handelsplattform kaufen, sollten sich zunächst darüber im Klaren sein, dass diese grundsätzlich keiner behördlichen Aufsicht unterliegt. Das bedeutet, dass regelmäßig weder Infrastruktur- und Funktionalitätskontrollen bestehen, noch Geldwäschepräventionsmechanismen greifen. Es gibt daher auch im Grundsatz keinerlei Anforderungen an die Betreiber und Nutzer der Plattform. Durch mangelnde Identitätskontrollen sind Transaktionen in virtuellen Währungen auch für Kriminelle attraktiv. In der Vergangenheit kam es daher vor, dass Strafverfolgungsbehörden Plattformen geschlossen haben, weil Nutzer und/oder Eigentümer der Plattformen die vermeintliche Anonymität der Zahlungspartner für kriminelle Handlungen wie Geldwäsche nutzten. Kommt es zur Schließung der Plattform, hat auch der redliche Nutzer keinen Zugang mehr zu seinem Guthaben. Das gleiche tritt ein, wenn die Handelsplattform zahlungsunfähig wird oder ihre Geschäftstätigkeit z. B. infolge von Hackerangriffen aufgeben muss. Die gesetzliche Einlagensicherung greift bei virtuellen Währungen nicht.

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3 Kommentare

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Kommentare

Wir akzeptieren zwar keine Kryptowährungen, weil wir da so unsere Bedenken haben. Sind auch denkbar schlecht zu handhaben für uns, da unsere Geschäftspartner immer auf Banküberweisung bestehen. Was wir jedoch akzeptieren sind Zahlungen in Gold ! Zumal Gold auch mit einer Kreditkarte im Zahlungsverkehr verwendet werden kann !
Ihr Ziel ist es, ein funktionierendes, stabiles und vertrauenswürdiges Finanzsystem zu schaffen bzw. aufrechtzuerhalten. Die BaFin wird aber nicht vom Staat finanziert, sondern von Gebühreneinnahmen (Gebühren werden bei den Unternehmen erhoben, die sie überwacht). Beaufsichtigt und reguliert werden hauptsächlich die Aktivitäten von (Direkt-)Banken, Finanzdienstleister, Versicherungsgesellschaften und der Handel mit Wertpapieren.

Schon klar, daß die Bafin den Kryptowährungen kritisch gegenübersteht, da klassisch nicht kontrollierbar.
Die Banken sehen erstmals in der Geschichte, ihre Vormachtstellung ernsthaft gefährdet.
Sicher ist das so, das die Krypto-Währungen keiner behördlichen Aufsicht unterliegen.

Und was ist mit den Banken, die einer keiner behördlichen Aufsicht unterliegen?
Die Landesbanken haben zig Milliarden unter den wachsamen Augen der Bafin-Fuzzis verbrannt.

Insoweit ist das egal, ob die Bafin mit geschlossenen Augen zusieht oder gar nicht.

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