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Berlin Autobranche will Fahrzeugdaten-Gesetz

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
13.10.2017, 10:18  |  483   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - 86 Prozent der Unternehmen der Automobilbranche sind für eine gesetzliche Verpflichtung zur Bereitstellung anonymisierter Fahrzeugdaten. Dies geht aus einer Umfrage von Bitkom Research hervor. 25 Prozent der befragten Unternehmen sind der Ansicht, es sollten alle Daten bereitgestellt werden müssen, 61 Prozent nur ausgewählte Daten, teilte der Digitalverband am Freitag mit.

Vor allem anonymisierte Wetter- und Staudaten sollen nach Ansicht der großen Mehrheit der Automobilunternehmen (je 98 Prozent), die eine gesetzliche Verpflichtung befürworten, gesammelt werden. 80 Prozent plädieren für die Bereitstellung von Positionsdaten des Fahrzeugs, 76 Prozent für die Nutzung von Fahrdaten wie Geschwindigkeit, Beschleunigung oder Bremsvorgänge, so Bitkom. 42 Prozent der Unternehmen halten auch eine Auswertung von Daten über den technischen Zustand des Fahrzeugs auf gesetzlicher Grundlage für sinnvoll. Grundlage der Angaben sei eine "repräsentative" Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 177 Unternehmen der Automobilbranche befragt. Die Befragten waren Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer von Unternehmen der Automobilindustrie mit 20 oder mehr Mitarbeitern. Die Fragestellungen lauteten: "Sollte es eine gesetzliche Verpflichtung zur Bereitstellung anonymisierter Fahrzeugdaten, z.B. Standort oder Geschwindigkeit, für die intelligente Verkehrslenkung geben?" und "Welche anonymisierten Fahrzeugdaten sollten für die intelligente Verkehrslenkung zur Verfügung gestellt werden."
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Kommentare

Der Staat will die totale Kontrolle über den gläsernen Bürger, dies ist grundsätzlich abzulehnen! Nur gut, dass wir eine Neuordnung im Deutschen Bundestag erfahren, so können weitere Rechtsbrüche im Vorfeld anders bekämpft werden als bisher.
So interessant dies auch klingen mag, es wird so laufen, wie es immer läuft: Wenn mal die Strukturen geschaffen sind, werden die Gesetze so geändert, dass der Staat die Überwachung des Verkehrsteilnehmers übernehmen kann! So geschehen z.B. bei den Kontodaten: Was zuerst als Abfrage über die Freistellungsaufträge gedacht war, ist inzwischen eine lückenlose staatliche Überwachung aller Konten und deren Transaktionen!

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