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Automesse Schanghai 2021 Autopapst Dudenhöffer: „China fährt allen davon“– Wo die Chinesen deutsche Autobauer schon überholt haben

19.04.2021, 14:05  |  24210   |   |   

Heute beginnt mit der „Auto Schanghai“ die weltgrößte Automesse. Schon jeder dritte PKW wird in China verkauft. Und: Chinas Autobauer machen der deutschen Autoindustrie zunehmend Konkurrenz. Wo führen die Chinesen schon?



Die „Auto Schanghai“, mit rund 1.000 Ausstellern die größte Automesse der Welt, startet heute für die Presse. Von Mittwoch an bis zum 28. April werden dann hunderttausende Messebesucher erwartet – da China die Corona-Pandemie weitestgehend unter Kontrolle hat, sind Besuchermessen wieder möglich. Für deutsche Autobauer ist die „Auto Schanghai“ ein zentrales Event, denn China ist der weltgrößte Automarkt und weist zudem ein hohes Wachstumspotenzial auf.

So sind im Reich der Mitte trotz Corona-Pandemie die Autoverkäufe im ersten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 76 Prozent auf 6,48 Millionen verkaufte Fahrzeuge gestiegen. Der extreme Anstieg gegenüber dem Vorjahr lasse sich zwar teilweise durch den völligen Stillstand während der ersten Corona-Welle Anfang 2020 erklären. Trotzdem bleibe ein echter Zuwachs von „gut 20 Prozent“ erhalten, erklärt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Center Automotive Research (CAR).

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Bereits heute werde jedes dritte Auto (32,4 Prozent) in China verkauft. 2025 werde dieser Anteil bereits bei 34 Prozent liegen, schätzt Dudenhöffer. Damit wäre der chinesische Automarkt rund zehnmal so groß wie der deutsche. „China fährt allen davon“, fasst Dudenhöffer das Potenzial des chinesischen Automarkts zusammen.

Besonders Elektroautos boomten im Land der Mitte. Schon in vier Jahren werden E-Autos in China einen Marktanteil von rund 25 Prozent haben, ist Dudenhöffer überzeugt. Und: chinesische Autobauer wie Nio, XPeng oder Hongqi treten immer selbstbewusster auf und machten auch etablierten westlichen Autoherstellern zunehmend Konkurrenz.

Auf die Frage in welchen Bereichen chinesische Autokonzerne die deutsche Konkurrenz bereits überholt hätten, sagte Dudenhöffer im Gespräch mit wallstreet:online: „Auf jeden Fall (. . .) im Zulieferbereich – sprich bei Lithium-Ionen-Batterien und den Technogien dazu.“ Auch im Bereich der „Software und den „intelligent-connected vehicles (ICVs)“ seien chinesische Unternehmen teilweise führend. Die chinesischen Investitionen in diesen Bereichen seien „gewaltig“.

Die Zukunft der deutschen Autobauer entscheide sich in China. „Unsere Autobauer sind ohne China nicht mehr vorstellbar. Die Jobs in München, Stuttgart oder Wolfsburg hängen an China. Entweder Deutschland bleibt im Autogeschäft und dann mit China. Oder wir steigen in China aus - dann steigen wir auch aus der Autoindustrie aus”, so Dudenhöffer am Sonntag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Autor: Ferdinand Hammer, wallstreet:online Zentralredaktion; Video: Fabian Dittman


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6 Kommentare

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Kommentare

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20.04.21 13:33:16
"Dudenhöffer ist wirklich eine Knalltüte, die man sich leisten mögen muss".

...köstlich, selten so gelacht :laugh::D
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20.04.21 03:05:00
Seit längerem sagte der Papst ("Dudenhöffer"), dass Tesla allen davon fährt.

Jetzt sind es plötzlich die Chinesen ...


Meiner Meinung nach ist der Mercedes EQS die neue Nr. 1. Punkt und Ende.
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19.04.21 21:35:21
Man sollte solche Nachrichten nicht emotional betrachten, sondern darüber nachdenken.
Wir sind nach wie vor stark, aber Ignoranz kommt vorm Abstieg.
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19.04.21 19:09:49
Die Nachricht mag ich jetzt nicht so einfach glauben. Japanische Hersteller versuchen seit Jahrzehnten die deutschen Fahrzeumodelle zu kopieren und schaffen das nicht. Es wird nach wie vor Massenware produziert. Das allerdings erfolgreich. So wird es auch in China kommen.
Mich würde interessieren, welches Fahrzeug Herr Dudenhöffer fährt und weshalb.
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19.04.21 15:27:56
„China fährt allen davon“

Wen wundert's, wenn Deutsche Firmen ihr bestes Know-how freiwillig und kostenlos den Chinesen zur Verfügung stellen?
Dudenhöffer ist wirklich eine Knalltüte, die man sich leisten mögen muss.

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