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Globale Butterpreis-Explosion Frankreich: Schlimmster Butternotstand seit dem Zweiten Weltkrieg

30.10.2017, 14:07  |  27133   |   |   

Der Preis für Butter am Weltmarkt hat sich innerhalb eines Jahres verdreifacht. In Frankreich kommt es indes zu Lieferengpässen. Auch Deutschland ist von massiven Preissteigerungen betroffen.

In Frankreich sind die Butterpreise explodiert und es kommt vereinzelt sogar zu Lieferengpässen. Erste Fälle von Hamsterkäufen sind bestätigt. Frankreichs wichtigste Tageszeitung, Le Figaro, schrieb am vergangenen Mittwoch: „Frankreich erlebt momentan die schlimmste Butterknappheit seit dem Zweiten Weltkrieg“.

Unter dem Hashtag #beurre waren auf Twitter Bilder von leeren Butter-Regalen in französischen Supermärkten zu sehen:


Quelle: Twitter L'Express

 

Die Gründe für den Butternotstand in Frankreich: Eine hohe Nachfrage nach Milchprodukten aus Asien, steigende Preise am Buttermarkt, geringere Milcherzeugung durch französische Bauern und die Weigerung von Einzelhändlern höhere Preise zu zahlen. Eigentlich gibt es genügend Butter auf den Weltmärkten, französische Supermärkte und Verbraucher sind jedoch anscheinend nicht bereit, höhere Preise zu zahlen. Dominique Chargé, Präsident der nationalen Milchbauern-Vereinigung Frankreichs, gegenüber der Welt: „Die Probleme sind dadurch entstanden, dass wir unfähig sind, die Vergütung in Frankreich auf ein Niveau zu heben, wie es auf den europäischen und internationalen Märkten üblich ist.“

Der Weltmarkt für Butter ist momentan in Aufruhr: Während der gloabele Butterkonsum gestiegen ist, ist die Milcherzeugung zeitweise zurückgegangen. Die Folge: Massive Preissteigerungen. Der globale Butterpreis hat sich laut Bloomberg innerhalb eines Jahres fast verdreifacht. 2016 kostete eine Tonne Butter am Weltmarkt lediglich 2.500 Euro, heute sind es fast 7.000 Euro.

In Deutschland ist der Butterpreis laut dem Statistischen Bundesamt seit dem Jahr 2010 um über 80 Prozent gestiegen. 2017 war der Preisanstieg besonders dramatisch:


Quelle: Statistisches Bundesamt (destatis.de)/ Daten vom September 2017

Momentan müssen deutsche Verbraucher für Butter tief in die Tasche greifen: Bei Deutschlands zweit größtem Lebensmittelhändler REWE kosten 250 Gramm Deutsche REWE Bio-Süßrahmbutter momentan (30.10.2017, Preis im Online-Shop) 2,59 Euro. Bei den Discountern ist die billigste Butter zurzeit für 1,99€ zu haben, so die Welt. Seit Jahrzehnten war der Butterpreis nicht so hoch.

In Frankreich konnten zwischen dem 16. und 22. Oktober 30 Prozent der Nachfrage nicht gedeckt werden. In einzelnen Geschäften lag dieser Wert sogar bei 46 Prozent, so Bloomberg.

Quellen:
destatis.de: "Preismonitor"
Le Figaro: "Beurre [beu-r'] n. m. Crème qui ne paie plus"
Welt: "Den Franzosen geht die Butter aus"
Bloomberg: "France Is Running Out of Butter for Its Croissants"
shop.rewe.de

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Kommentare

Zum Bild, das diesem Kommentar beigefügt ist: Es erweckt den Eindruck leerer Gestelle, die Butter fehlt. Aber halt: Die roten Verpackungen: In Frankreich wird die Butter 500g in solchen Verpackungen angeboten. Schlussfolgerung: Butter gibts im Ueberfluss, aber die Leute kaufen zu wenig, vielleicht ist er zu teuer.
Das sind die Widersprüche in den Medien, schlecht recherschiert, man hätte die Molkereiabteilung sonntags fotografieren sollen, dann ist sie wirklich leer.
Geniale Geschäftsidee: Milchpreis ist im Keller, weil die USA den deutschen angeordnet hat, dass keine Milchprodukte dem Bösen Russland geliefert werden darf (Boykott), dann sank der Milchpreis schon mal von 40 auf 18 Cent. Irgendwo will man doch verdienen, dann halt am Butterhandel, der Bauer? Der kann getrost verrecken. Was schrieb Carl Friedrich von Weizsäcker 1978 in seinem Buch: Der bedrohte Frieden? "Der Deutsche geht erst auf die Strasse, wenn es zu spät ist, doch dann schlägt er all das kaputt, was ihm später noch nützen würde".
Der Butterpreis ist nur ein kleiner Faktor, es geht ums Grosse: Das Geschäft mit dem Klima, der Angstmacherei, dort liegt das ganz grosse Geld. Nur weiter so, es kommt alles GUT.
In dieser von Spekulanten verursachten Not fress ich die Wurst eben ohne Butter und Brot!

Wo stehen eigentlich die von den Spekulanten angemieteten Lagerhallen für die neuen Butterberge? Vielleicht wird die Überproduktion auch direkt auf dem Weg nach Asien im Meer verklappt?

Disruptive Butterpreisdepressionen im Anmarsch, rette sich wer kann!!

Bitte noch mehr von diesem Schwachsinn ;-)
Butternotstand ? Sellten so einen Schwachsinn gelesen. Geben die Kühe von heute auf morgen keine Milch mehr? Noch vor nicht allzu langer Zeit gab es einen "Butterberg" den es abzubauen galt.
Alles nur dumme Propaganda um die zu 90% der hirntoten Bevölkerung zu manipulieren. Aber was reg ich mich eigentlich auf, bei uns gibt es jeden Tag Butter aus eigener Produktion und die Woche 2mal Rindfleisch aus vollbiologischer Haltung (nur Eigenbedarf), dazu das tägliche Frühstücksei von glücklichen Hühnern, und zu Weinachten natürlich die selbstaufgezogene Weinachtsgans. Ach ja und allen Städtern und Bahnhofsklatschern wünsche in ihrer Schulden finanzierten 500,000€ Wohnung beim nächsten zu erwartendem Crash (kein Wasser,kein Strom,keine Heizung)ein schönes Weinachtsfest.
Da fragt man sich doch gleich, wie kommt der Franzose jetzt an ein "gebuttertes Brötchen"?! :D -> für die es nicht kennen, googeln..

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