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FoodCoin Ecosystem FoodCoin: Der Weg zu einem nachhaltigen Lebensmittelhandel

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Gastautor: IR-Nachrichten
06.12.2017, 09:18  |  4767   |   

Das Unternehmen FoodCoin Ecosystem hat das Ziel einen globalen Online-Marktplatz für Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte zu schaffen. Die Blockchain-Technologie soll den direkten Handel zwischen Produzenten und Konsumenten ermöglichen. Für die Bezahlung wird der FoodCoin kreiert, der auf der Blockchain-Technologie von Ethereum basiert. Das Start-up kooperiert mit dem bereits bestehenden Unternehmen 1000 EcoFarms.

Unsere Gesellschaft schafft es trotz Modernisierung und Fortschritt nicht, die Lebensmittelqualität und Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Computer und das World Wide Web haben es möglich gemacht, dass Menschen weltweit Zugang zu Wissen haben. Seit einigen Jahrzehnten sind wir in der Lage Raumschiffe zu bauen, um damit zum Mars zu fliegen und trotzdem müssen wir ungesunde Lebensmittel essen und in vielen Teilen der Welt ist der Zugang zu Lebensmitteln nicht sichergestellt.

Neue Technologien können diese Probleme lösen. Neue Anbau- und Erntemethode sowie ökologisch nachhaltige Transportmittel finden immer häufiger Verwendung. Mit der Blockchain-Technologie lassen sich Lieferketten optimieren und sich die Wettbewerbsfähigkeit lokaler Landwirtschaftsbetriebe nachhaltig verbessern.

 

Der globale Lebensmittelmarkt wird heutzutage hauptsächlich von multinationalen Unternehmen dominiert, die ihre landwirtschaftliche Produktion in Entwicklungsländern haben. Dort sind Löhne sowie Umwelt- und Sozialstandards niedrig, wodurch viel Geld und Ressourcen gespart werden können. Als Folge arbeiten Millionen Menschen in prekären, unterbezahlten, körperlich anstrengenden Jobs und ihre Gesundheit ist durch den Einsatz von toxischen Chemikalien gefährdet. Zudem werden Millionen Liter Treibstoff verbraucht, um die Lebensmittel rund um den Globus zu transportieren. In den Industrienationen gibt es eine enorme Lebensmittelverschwendung, die die Umweltprobleme und den Klimawandel weiter verschärfen.

 

Die Lebensmittel der Großkonzerne sind häufig von schlechter Qualität, aber der Globalisierungsmechanismus wirkt in Ihrem Sinne: Lange Lieferketten, Lebensmittelmonopole und hohe Gebühren für Zertifizierungen verhindern eine Zusammenarbeit mit Kleinbauern und Genossenschaften im globalen Süden. Deshalb sind die meisten Lebensmittel in westlichen Supermärkten konventionelle Industrieware von schlechter Qualität. Wenn es Bio-Lebensmittel in Geschäften gibt, sind diese meistens teuer und werden selten von Kleinbauern hergestellt. Der Zertifizierungsprozess ist für viele der kleinbäuerlichen Betriebe zu teuer und umständlich.

 

In Entwicklungs- und Schwellenländern tragen Kleinbauern maßgeblich zur Ernährungssicherheit bei. Durch lange Lieferketten, Handelshemmnisse und Monopole der multinationalen Großunternehmen wird Kleinbauern der Markteintritt in Industrienationen jedoch erschwert. Hier kommt Foodcoin Ecosystem ins Spiel: Die Plattform ermöglicht den regionalen und globalen Lebensmittel-Direktvertrieb kleinbäuerlicher Waren. Das Unternehmen hat das Ziel einen globalen Marktplatz für Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte zu schaffen. Foodcoin kooperiert mit dem Unternehmen 1000 EcoFarms, einem bestehenden Online-Marktplatz für lokale ökologische Lebensmittel in den USA. 1000 EcoFarms hat bereits weltweit 700 Verkäufer und 4.000 Nutzer.

 

Das FoodCoin Ecosystem wird auf der Technologie von Ethereum basieren. Die Technologie erlaubt es schnelle, direkte und sichere Käufe zu tätigen. Kleinbauern erhalten durch die Plattform Zugang zu einem globalen Marktplatz, wodurch sich ihre Einkommenssituation verbessert.

 

Für Gregory Arzumanian, Gründer des FoodCoin Ecosystem, ist das Projekt mehr als die Entwicklung einer neuen Kryptowährung: “Viele Menschen denken Foodcoin sei lediglich eine weitere Kryptowährung. Es ist mehr als das und es bedarf viel Arbeit. Es ist ein riesiges Netzwerk von Unternehmen. (...) Wir glauben, dass das bestehende Wirtschaftsmodell am Ende ist. Wir schaffen deshalb ein neues Ecosystem, das einen einfachen Wandel vom alten Wirtschaftssystem hin zu etwas Neuem ermöglicht. Wir werden alle nötigen Tools zur Verfügung stellen, die von jedem der Zugang zum Internet hat, benutzt werden können.“

 

Liz Reitzig, Expertin regionaler Landwirtschaft und Beraterin von FoodCoin Ecosystem, glaubt, dass das Projekt den Landwirten helfen kann: “Die Bezahlung ist ein großes Problem in der Landwirtschaft und die Blockchain kann hier helfen. Der Kaufvertrag kann in der Blockchain festgehalten werden und niemand kann dann nur die Hälfte bezahlen. Außerdem ist es möglich über die Blockchain nachzuvollziehen, ob ein Betrieb eine Biozertifizierung hat oder nicht. Zudem lassen sich Lieferketten mit der Blockchain - vom Erzeuger bis zum Einzelhändler - transparent und fälschungssicher festhalten. Dies sind nur einige der Dinge, die das FoodCoin Ecosystem der Lebensmittelindustrie bieten kann.“

 

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