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     401  0 Kommentare Yellen signalisiert weiter vorsichtige Vorgehensweise bei Zinserhöhungen

    WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Vorsitzende der US-Notenbank hat sich abermals für eine Fortsetzung des graduellen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik ausgesprochen. Die Inflation sei ungewöhnlich lange schwach, sagte Janet Yellen am Mittwoch auf einer Pressekonferenz im Anschluss an die Zinsentscheidung der Fed. Mittelfristig dürfte die Inflationsrate aber wieder das angestrebte Inflationsziel von 2 Prozent erreichten, sagte die Notenbankchefin.

    Vor den Journalisten hat Yellen einen weiter soliden Aufschwung in den USA in Aussicht gestellt. Zuvor hatte die Fed den Leitzins zum dritten Mal im laufenden Jahr erhöht und zwar um 0,25 Prozentpunkte. Der Leitzins ("Fed Funds Rate") liegt nun in einer Spanne zwischen 1,25 Prozent und 1,50 Prozent.

    Yellen hatte in der Vergangenheit mehrfach auf die ungewöhnlich schwache Inflation verwiesen und die Ursache als ein "Mysterium" bezeichnet. Auf der Pressekonferenz ging sie davon aus, dass die Faktoren, die eine stärkere Teuerung bremsen "wahrscheinlich vorübergehend" seien. Vor allem der starke Arbeitsmarkt sollte laut Yellen die Inflation stützen. Allerdings hat sie das Wachstum der Produktivität zuletzt als "verstörend niedrig" bezeichnet.

    Verhalten optimistisch äußerte sich Yellen zur geplanten Steuerreform der Regierung unter US-Präsident Donald Trump. Ihrer Einschätzung nach sollten die angedachten Steuererleichterungen den Konsum und die Investitionen stützen. Insgesamt könnte die Steuerreform das Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahren etwas stützen.

    Allerdings verwies die Notenbankchefin auch auf die Risiken einer steigenden Staatsverschuldung der USA. "Ich bin persönlich besorgt über die Schuldenlage der USA", sagte Yellen. Der finanzielle Spielraum der Regierung sei bei einer möglichen künftigen Schwächephase gering. Zusätzliche Schulden würden das Problem verschlimmern.

    Yellen hat zum letzten Mal die geldpolitischen Beschlüsse der Fed vor der Presse erläutert. Im Februar wird ihr Mandat als Vorsitzende der US-Notenbank auslaufen. Als Nachfolger wurde Direktoriumsmitglied Jerome Powell von US-Präsident Donald Trump nominiert. Nach Einschätzung von Yellen dürfte die Fed auch mit Powell den Weg der vorsichtigen Zinserhöhungen nahtlos fortsetzen. Es gebe einen starken Konsens für graduelle Zinserhöhungen. Die 71-jährige will die Fed verlassen, sobald ihr Nachfolger im Amt ist./jkr/jsl/das





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